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Ex-Bürgermeister beklagt schlechte Planung

Panne vor dem Tunnel Ex-Bürgermeister beklagt schlechte Planung

Seit Jahren will die Stadt Werder den beschrankten Bahnübergang und damit Verkehrsbehinderungen loswerden. Doch die Landesregierung arbeitet noch immer an den Plänen für den Tunnelbau. Ein kurzfristiges Ende ist nicht abzusehen. Im Gegenteil, Planer stellen nun fest, dass der Platz für Straße, Fußweg und Radweg im Bauprojekt nicht wie erwartet ausreicht.

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Eine Ende der Staus an der Schranke in Werder sind nicht in Sicht.

Quelle: Archiv Möldner

Werder. Die regelmäßigen Staus vor der Bahnschranke in der Eisenbahnstraße in Werder gehören für Einheimische wie Gäste zum belastenden Alltag. Die Stadt ist längst auf mehr als 25 000 Einwohner gewachsen, und in den Havelauen wird weiter tüchtig gebaut. Auch die Blütentherme soll trotz des langen Baustopps eines Tages fertig sein. Nicht auszudenken das Verkehrschaos an der Schranke, das aber jetzt schon Politiker und Bürger unbeschreiblich wütend macht.

„Und jetzt auch noch die Panne bei der Planung“, wettert Exbürgermeister Werner Große (CDU) nach der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Werder. Laut Große ist davon auszugehen, dass sich die Planungen der Landesregierung und des beauftragten Büros noch länger hinziehen. „Weil jetzt bisherige Zeichnungen überarbeitet werden müssen, da festgestellt wurde, dass für den Straßentunnel und den notwendigen Fuß- und Radweg sowie die Zuwegung zu den Grundstücken der Anlieger die notwendigen Flächen gar nicht vorhanden sind“, beklagt Große. „Es ist unfassbar und nicht zu begreifen.Wie lange soll die Stadt Werder noch auf die Planungsunterlagen und die Bürgerbeteiligung warten?“

Unter diesen Bedingungen scheint sich der Bau des Tunnels noch weiter zu verschieben. Daran wird auch nichts ändern können, dass der Bund und die Deutsche Bahn eine anteiligen Finanzierung am Bau für annähernd 20 Millionen Euro zugesagt haben. Auch das Land Brandenburg hat finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt.

Bisher waren Werderaner davon ausgegangen, dass 2018 mit dem Bau der Röhre begonnen werden kann. Werders Bauamtsleiter Ralf Schwarzer bestätigt auf Nachfrage der MAZ notwendige Planungsänderungen für den Bau der Unterführung entlang der Landesstraße 90 „Die Planer stehen jetzt vor einer großen Herausforderung. Doch da gibt es kein zurück“, sagt Schwarzer und zeigt sich weniger aufgebracht als der Stadtverordnete Werner Große.

Der Altmeister hatte sich schon während seiner Amtszeit für eine Entlastung ohne Schranke auf der L 90 in Werder stark gemacht. Doch bereits vor Jahren, als die Pläne für einen Tunnel oder eine Überführung beraten wurden, hatten sich Anwohner über drohende Einschränkungen für Wohnhäuser an der künftigen Unterführung beschwert. Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) räumte in der Vergangenheit mehrfach ein, das die Schranke neben der Blütentherme Werders größtes Sorgenkind ist. Und dies umso mehr, weil in der Damaschkestraße für den Landkreis eine Rettungswache gebaut wurde, deren Einsatzfahrzeuge auch regelmäßig im Stau am Bahnübergang stehen müssen. Kein Wunder, dass in 360 Fällen innerhalb eines Jahres Rettungsautos ihre zeitlichen Fristen bei der An- und Abfahrt nicht einhalten konnten.

Von Regine Greiner

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