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Ex-Bürgermeisterin führt Tourismusverein

Wiesenburg Ex-Bürgermeisterin führt Tourismusverein

Der Tourismusverein Wiesenburg hat jetzt einen gestrafften Vorstand. Gleich drei Besitzer haben sich aus persönlichen und beruflichen Gründen zurückziehen müssen. Dafür konnte der vakante Chefposten prominent besetzt werden. Barbara Klembt, langjährige Bürgermeisterin und Gründungsmitglied, hat prompt einige Ziele für die Zukunft formuliert.

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Ist wieder täglich geöffnet: der Turm am Schloss Wiesenburg.

Quelle: D. Fröhlich

Wiesenburg. Der Tourismusverein hat eine neue Vorsitzende. Barbara Klembt steht neuerdings an dessen Spitze. Sie ist während der jüngsten Mitgliederversammlung einstimmig gewählt worden. Die 65-Jährige füllt damit den Posten aus, der bereits einige Zeit vakant gewesen war. Denn der 67-jähriger Vorgänger Götz Güttler aus der Forstsiedlung Spring hatte sein eigentlich geplantes ehrenamtliches Engagement nicht realisieren können und vielmehr gegen eine erneute berufliche Herausforderung getauscht.

Die langjährige Verwaltungschefin der Gemeinde Wiesenburg/Mark war Anfang 2015 in den Ruhestand gewechselt und Wunschkandidatin des Vorstandes, wie Schatzmeisterin Gritt Pfeiffer berichtet. Die ehemalige Bürgermeisterin musste nicht lange überredet werden und übernimmt die Aufgabe nun, da sie etwas Zeit dafür investieren kann. „Den Verein kenne ich seit seiner Gründung und seine Entwicklung ist von wesentlicher Bedeutung“, begründete sie ihren persönlichen Einsatz. Erfahrungen und Kontakte aus dem früheren beruflichen Alltag dürften ebenfalls hilfreich sein.

Klembt blieb es vorbehalten darauf hinzuweisen, dass gerade auf das 25-jährige Bestehen des Fremdenverkehrsvereins „Hoher Fläming“, so der Name bis 2014, zurückgeblickt werden kann. Jener zählt gerade 53 Mitglieder. Deren Wunsch ist es, sich besser miteinander bekannt zu machen. Das meint tatsächlich Auf- und Ausbau der persönlichen Kontakte, „damit man weiß, wohin jemand empfohlen wird“, sagt Antje Kienow vom Familienhotel „Brandtsheide“ in Jeserig/Fläming. Soll aber – zum Beispiel auf dem Wege einer Exkursion – auch dazu führen, Zusammenhalt zu stärken und Inspirationen zu sammeln.

Ansichtskarten gehen am besten

Der Tourismusverein Wiesenburg hat 53 Mitglieder, die Tendenz ist gering steigend. Neben der Gemeinde Wiesenurg/Mark (mit drei Ortsteilen) sind es sechs Vereine, 22 touristische Anbieter und ebenfalls 22 Privatpersonen

Selbst gehört der Verein dem Tourismusverband Fläming, Sitz Beelitz; dem Naturparkverein „Hoher Fläming“, Sitz Raben, der Lokalen Aktionsgruppe Fläming/Havel und dem Pakförderverein an.

Die Zahl der Besucher auf dem Turm von Schloss Wiesenburg ist rückläufig. Rekord waren 2011 7968 Gäste. Zuletzt lagen die Zahlen bei 6035 Besuchern (2013); 5746 Besuchern (2014) und 5479 Besucher (2015) _ allerdings mit weniger Öffnungszeiten.

Zwischen 9000 und 10 500 Euro werden jeweils durch den Eintritt erlöst. Hinzu kommen unter anderem Erlöse aus dem Souvenirverkauf. Am häufigsten gehen Ansichtskarten (289), Spirituosen (218) und Kühlschrankmagnete (78) über den Ladentisch.

Der Verein, der traditionsgemäß Chortreffen und Pfingstkonzert ausrichtet, hat sich am Tag des Denkmals und an der Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“ beteiligt und sogar die Chronikarbeit im Ort koordiniert, hatte aber zuletzt Alltagssorgen. Mangels Arbeitsförderung konnten Informationsstelle und Heimatstube im Turm von Schloss Wiesenburg – einschließlich Souvenirverkauf – monatelang nur zeitweise auf Honorarbasis geöffnet werden. Folgerichtig gingen Besucher- und Umsatzzahlen zurück. Wo doch der Hohe Fläming dem Vernehmen nach ohnehin nicht zu den Profiteuren der wachsenden Branche in der Mark zählt. Seit Mitte des Jahres ist Yvonne Hentschel wieder beschäftigt und so die Präsenz im Torhaus täglich von 11 bis 16 Uhr gesichert. Nach wie vor steht eine barrierefrei erreichbare Anlaufstelle in der Ortsmitte auf der Wunschliste, denn viel ältere Gäste sind nicht mehr so gut zu Fuß.

Mindestens bis Ende der Wahlperiode 2017 muss ein gestraffter Vorstand sich nun diesen Herausforderungen stellen. Denn mit Stefan Ratering und Hans-Jürgen Wieland haben zwei Mitglieder ihr Amt aufgegeben. Bernd Müller als dritter im Bunde rückte auf den Schriftführerposten, den bislang Ulrich Jarke inne hatte und nun ebenfalls zur Verfügung gestellt hat.

Von René Gaffron

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