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Experten ordnen Totenschädel eindeutig zu

Gewissheit zu Treuenbrietzener Todesfall Experten ordnen Totenschädel eindeutig zu

An einem Waldrand in Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) hatte ein Spaziergänger vor fast drei Jahren eine Leiche ohne Kopf gefunden. Das Geschlecht des Toten sowie wie die Todesumstände waren unklar. Jetzt konnten Experten der Leiche den Kopf zuordnen der im Dezember 2015 gefunden wurde. Nur warum und von wem der Schädel vom Torso abgetrennt wurde, bleibt ungeklärt.

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Auch mit Spürhunden suchten Polizisten im April 2013 in Treuenbrietzen nach einem Totenschädel.

Quelle: Dirk Fröhlich

Treuenbrietzen. Der DNA-Abgleich brachte nun Gewissheit: Der am 12. Dezember in der Nähe des Solarparks Selterhof bei Treuenbrietzen gefundene, skelettierter Totenschädel gehört eindeutig zur Leiche von Rainer F. aus Jüterbog (Teltow-Fläming). Dessen Leichnam ohne Kopf war im April 2013 in der Nähe des Treuenbrietzener Krankenhauses gefunden worden. Über dieses Ergebnis der Anfang Dezember begonnenen gerichtsmedizinischen Untersuchung hat Oliver Bergholz, Sprecher der Polizeidirektion West, jetzt auf MAZ-Anfrage informiert.

Über den Jahreswechsel hatten Gerichtsmediziner im Auftrag der Staatsanwaltschaft Potsdam den Zusammenhang der beiden Skelettfunde im Abstand von zweieinhalb Jahren im Raum Treuenbrietzen geprüft. Das Todesermittlungsverfahren ist nun abgeschlossen worden. Nach mehr als drei Jahren brachte es nun Gewissheit zu einem tragischen Vermisstenfall mit tödlichen Ausgang.

Polizei bestätigt Aufklärung

Seit dem 29. September 2012 galt der damals 65-jährige Mann aus Jüterbog als vermisst. Damals war der dringend auf Medikamente angewiesene Patient aus den Treuenbrietzener Johanniter-Kliniken verschwunden. Die Suche nach ihm blieb erfolglos. Ein Spaziergänger hatte die sterblichen Überreste des Mannes dann am 23. April 2013 in einem Gebüsch neben einem viel genutzten Waldweg in Verlängerung des Treuenbrietzener Kiefernweges entdeckt. Verschwunden blieb damals allerdings der Kopf des Toten. Auch spezialisierte Spürhunde einer Berliner Polizeieinheit konnten ihn bei einer zweitägigen Suchaktion im direkten Umfeld des heute als Lagerplatz für Bau- und Gartenmaterial genutzten früheren Sportplatzes des Krankenhauses nicht auffinden.

Die Rechtsmediziner schlossen nach dem Fund des Torsos damals ein Gewaltverbrechen aus. Aus ihrer Erfahrung hielten es die Ermittler indes für möglich, dass der Kopf des stark verwesten Leichnams von Tieren verschleppt worden sein könnte. Der Fundort des nun im Dezember entdeckten Schädels am einstigen Selterhof liegt circa drei Kilometer durch ein Waldgebiet entfernt vom damaligen Fundort des Torsos in Treuenbrietzen-Süd.

Von Thomas Wachs

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