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Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf: Geisterstimmen im Wahlkampf?
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf: Geisterstimmen im Wahlkampf?
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20:35 04.03.2016
Die FDP Stahnsdorf zweifelt an der Echtheit der Listenvereinigung zur Unterstützung des Amtsinhabers Bernd Albers bei der Bürgermeisterwahl am 17. April in Stahnsdorf. Quelle: Repro MAZ
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Stahnsdorf

Neue Betrugsvorwürfen werden gegen Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger/BVB Freie Wähler ) erhoben. Namens der Stahnsdorfer FDP wirft Gemeindevertreter Christian Kümpel dem Verwaltungschef vor, über dessen Wahlleiterin einen manipulierten Wahlvorschlag für die Bürgermeisterwahl am 17. April im Amtsblatt der Gemeinde veröffentlicht zu haben. Dort schlägt eine Listenvereinigung Bürger für Bürger – die Stahnsdorfer & BVB Freie Wähler den Amtsinhaber zur Wiederwahl vor. Neben den genannten Wählervereinigungen werden auch die Gruppen „S-Bahn für Stahnsdorf“ und „Stahnsdorfer Wähler gegen Fluglärm“ aufgeführt, die aber nach Kümpels Meinung zumindest in Stahnsdorf unbekannt sind. „Nach unseren Erkenntnissen gibt es nur eine ’BI Stahnsdorf gegen Fluglärm““, sagt der FDP-Gemeindevertreter.

Kümpel fordert den Bürgermeister auf, beispielsweise durch Beschlüsse zu belegen, dass die in dem Wahlvorschlag genannten und seiner Meinung nach wirklich existierenden Initiativen den Amtsinhaber tatsächlich unterstützen. „Wir verlangen insbesondere, dass keine Phantasieunterstützer auf dem Wahlzettel erscheinen, die die Bürger in unserem Ort in die Irre führen.“

Bürgermeister Albers war am Freitag für die MAZ nicht zu erreichen. In seinem Auftrag bestätigte allerdings der Landesvorsitzende der Brandenburger vereinigten Bürgerbewegungen (BVB) Freie Wähler, Péter Vida, Anfang Februar im Stahnsdorfer Restaurant „Taj Mahal“ eine Veranstaltung geleitet zu haben, in der Bürger für Bürger (BfB) und seine Vereinigung mit weiteren Stahnsdorfer Initiativen eine Listenvereinigung zur Unterstützung des Bürgermeisters beschlossen und alles auch beurkundet sowie später der Wahlleiterin der Gemeinde übergeben haben.

Richtig aufgebracht ist Gunda Ernst, Sprecherin der Initiative „Stahnsdorfer Wähler gegen Fluglärm“. „Zu unterstellen, uns gäbe es nicht, ist schlicht und ergreifend eine Unverschämtheit!“, schimpft sie. Ihre Gruppe, die sich zunächst in der Bürgerinitiative „Stahnsdorf gegen Fluglärm“ engagiert hatte, später aber eigene Wege eingeschlagen hatte, käme schon seit Jahren regelmäßig zusammen. Neben einem „harten Kern“ von zwölf Stahnsdorfern habe die Bürgerinitiative weitere Sympathisanten. „Wir haben uns auch aktiv gegen eine dritte Start- und Landebahn am Großflughafen BER eingesetzt“, so Sprecherin Ernst.

Bürgermeister Albers war nach der Kommunalwahl 2014 schon einmal wegen eines Wahlzettels, auf dem sein Name in einer größeren Schrift als die der anderen Bewerber aufgeführt worden war, in die Kritik geraten. Die Wahl wurde dennoch allerdings als gültig anerkannt. Wer dafür verantwortlich war, wurde nie offiziell bekannt.

Von Heinz Helwig

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