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Potsdam-Mittelmark Das sagen unsere Leser zur Wildschwein-Debatte
Lokales Potsdam-Mittelmark Das sagen unsere Leser zur Wildschwein-Debatte
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18:16 14.03.2019
Anna Sprockhoff, Leiterin der MAZ-Lokalredaktion, Wildtierexperte Egbert Gleich und Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel (v.l.) beim MAZ-Talk in Kleinmachnow. Quelle: Stefan Gloede
Potsdam

Der MAZ-Talk „Wildschweine im Ort – was nun?“ sowie die übrige Berichterstattung zu der Schwarzwildplage in Stahnsdorf und Kleinmachnow sorgen auf den MAZ-Seiten im sozialen Netzwerk Facebook für teilweise hitzige Diskussionen. Hier eine Auswahl der Meinungen aus den Kommentaren zu verschiedenen Fragestellungen:

Wie sind die Meinungen allgemein?

Meine Meinung dazu ist, wenn Grundstücksbesitzer ihr Eigentum ordentlich einzäunen würden, Lebensmittelreste in die Biotonne anstatt auf dem Kompost entsorgen, keine illegalen Fütterungen der Wildschweine vornehmen würden, dann würde diese Problematik deutlich zurück gehen. Wo das Schwarzwald nichts zu fressen findet, da zieht es sich zurück. In anderen Gebieten leben auch Wildschweine und ich habe dort nicht von solch einer Plage gehört. (Jeannette Mattersteig)

Ich glaube auch, die Wildschweine leben halt lieber bei uns, weil sie es da bequem haben. Schließlich gibt es im Umland und auch im Stadtgebiet Berlin viel Wald, wo sie leben könnten . . . aaaber dort sind sie natürlich viel mehr Gefahren ausgesetzt, als es in der Natur eben üblich ist. (Heike Grabs)

>>Lesen Sie auch: So lief der MAZ-Wildschwein-Talk in Kleinmachnow

Das Problem wird größer gemacht, als es eigentlich ist. Ich stand bereits mehrfach nachts vor den Tieren, hab gemütlich meine Zigarette geraucht, während vor mir die Wildschweine mit den Rüssel den Boden aufwühlen und ihre Jungen im Hintergrund nachahmen, was die Großen tun. Ein Wildschwein im Friseursalon, da war der Grund, dass das Tier panisch war und einen Fluchtort gesucht hat. (Marki Mork)

Mal ganz ehrlich, ich kann das alles nicht mehr lesen und hören mit den Wildschweinen. Die Leute, die sagen, ist alles nicht so schlimm und soweiter und sofort. Es muss erst was passieren, damit sich was tut. Und damit meine ich nicht den Schaden, den sie schon gemacht haben und weiter machen werden, sondern dass erst ein Kind dabei schwer verletzt wird. Vielleicht wachen sie dann auf. Es ist schon sehr lange nicht mehr lustig, sondern echt ernst. Die Wildschweine haben keine Angst vor Menschen. (Pinky Sens)

Was wird als besser angesehen: Bogen- oder Fallenjagd?

Die Fallenjagd ist absolut ok und effektiv. Ich bin dabei. (Ralf Bold)

Das Töten von Wildschweinen in Lebendfallen als „Jagd“ zu bezeichnen, ist absurd! (Hendrikje Henze)

Und wie möchten Sie das Problem Mensch lösen? (Kirsten Bo)

Wer übernimmt bei der Bogenjagd eigentlich die Folgen, wenn einer der „Profis“ einen Hund nachts erlegt, welcher noch einmal auf Spaziergang mit Frauchen oder Herrchen ist? Ich frage nur, weil das gar nicht so unüblich ist. Auch ich bin hin und wieder mit meinem Hund nach 12 oder 1 Uhr nachts draußen unterwegs. (...) Vor einigen Wochen wurde bei Düsseldorf eine Frau in ihrem Garten erschossen, getroffen von einem Querschläger bei der Wildschweinjagd. Ich hab schon mit der Armbrust geschossen, der Pfeil kann ebenfalls an Rinden abprallen und sein Ziel verfehlen. (Marki Mork)

Die Kopfgeldjäger haften dafür, bei Straftat zahlen sie es von ihrer Abschussprämie, von meinem und deinem Steuergeld. (Kati Salomon)

Wie muss ein wildschweinsicherer Zaun aussehen?

Wildschweine sind in der Lage Hindernisse von 1,5 Meter zu bewältigen! Es sollten auf gar keinen Fall irgendwelche Gegenstände oder Misthaufen und der Gleichen in der Nähe platziert sein. (Gerald Peters)

Wir haben nach hinten zum Wald einen Bauzaun aufgestellt. Nicht schön aber praktisch. (Stephanie Felgner)

Das ist schwer zu sagen, da es auf das Interesse der Wildschweine ankommt, diesen zu überwinden. Ich sage mal, mit einem Zaun von mindestens 1,5 Meter bist du auf der richtigen Seite. Aber wichtig ist auch, dass die keine Chance haben, sich unten durch zu schieben, das ist eigentlich eher der Fall. Stabmatten sind perfekt, kosten aber auch etwas mehr. (Christoph Ziggel)

Es ist doch nicht sinnvoll, den Bürger materiell zur Verantwortung zu ziehen für die Frevel einzelner Mitmenschen. Hier in Stahnsdorf ist es eine Unsitte, Gartenabfälle in den Wald zu fahren, wie hier in der Friedrich-Naumann-Straße dokumentiert wurde. Essenreste,Blumenzwiebel und andere Leckereien befinden sich da in dem „Abfall“. Der Mensch ist der Urheber dieses Problems,da er den Tieren den Lebensraum streitig macht! (Gerald Peters)

Von MAZonline

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