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„Fack ju Göhte“ ist der Hit im Hofgarten-Kino

Bad Belzig „Fack ju Göhte“ ist der Hit im Hofgarten-Kino

Der dritte Teil der „Fack ju Göhte“-Reihe hat auch im Bad Belziger Hofgarten-Kino für volle Säle gesorgt. Dennoch sagen die Betreiber: „Die ganz großen Einzelerfolge werden weniger, bei dem riesigen Angebot verteilen sich die Besucher mehr auf verschiedene Filme.“ Um sich mit ihrem Kino zu behaupten, müssen Sven Andresen und Andreas Söhnge stets am Ball bleiben.

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In„Fack ju Göhte 3“ versucht Zeki Müller aka Elyas M’Barek, seine Schüler auf das Abitur vorzubereiten.

Quelle: Constantin Film

Bad Belzig. Zeki Müller hat es immer noch drauf. Auch im dritten Teil von „Fack ju Göhte“ sorgt der Aushilfslehrer – gespielt von Elyas M’Barek – gemeinsam mit Danger, Chantal und all den anderen Chaos-Schülern für volle Kinosäle. „Der Top-Film im vergangenen Jahr war ’Fack ju Göhte 3’ und auf dem zweiten Platz kam der zweite Teil von ’Fifty Shades of Grey’ – allerdings schon fast nur mit der Hälfte der Besucher, die Göhte gemacht hat“, berichtet Sven Andresen.

Der Chef des Bad Belziger Hofgarten-Kinos ist zufrieden. Denn insgesamt sei das vergangene Jahr in etwa auf dem Vorjahresniveau geblieben. „Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr 224 Titel gezeigt“, so Andresen. „Die ganz großen Einzelerfolge werden aber weniger, bei dem riesigen Angebot verteilen sich die Besucher mehr auf verschiedene Filme.“ Gemeinsam mit Andreas Söhnge betreibt Andresen das Kino seit 2005.

Ordentlicher Zuspruch bei den Schulkinowochen

Das Haus nimmt auch jedes Jahr an den Brandenburgischen Schulkinowochen teil, die am 1. Februar zu Ende gegangen sind. „Der Zuspruch war ganz ordentlich“, bilanziert Andresen. „Direkt den Schulkinowochen zuordnen lassen sich 399 Schüler aus acht verschiedenen Schulen, die in zehn Vorstellungen acht verschiedene Filme gesehen haben.“ In diesem Jahr seien die Belziger Schulen sowie eine Gruppe aus Beelitz zu Gast gewesen. Dazu komme der inzwischen regelmäßige Kinobesuch der Geschwister-Scholl-Grundschule vor der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse mit rund 260 Schülern.

Kindliche Freude bei den Schulkinowochen in Bad Belzig im Kino Hofgarten

Kindliche Freude bei den Schulkinowochen in Bad Belzig im Kino Hofgarten.

Quelle: Victoria Barnack

Für Sven Andresen ist ohnehin klar, dass Kino und Schule zusammengehören müssen. „Der Umgang mit Medien ist heute wichtiger als je zuvor und auch das Gruppengefühl im Kino ist eine wichtige Sache“, sagt der Kino-Chef. „Hier hat man in der Regel eine tolle Gemeinschaftserfahrung, die man mit Handy und PC einfach nicht bekommen kann.“

Mischung aus Zuschauermagneten und Nischenfilmen

Das Hofgarten-Kino hält daher ganzjährig Kontakt zu den Schulen – und bietet ihnen an, auch unabhängig von den Schulkinowochen Filme zu sehen. „Gerade mit dem Gymnasium haben wir in der Zwischenzeit eine sehr gute Zusammenarbeit aufgebaut und führen sehr regelmäßig Schulvorstellungen individuell durch“, erzählt Andresen. „Hierbei sind vor allem die Originalfassungen mit Untertiteln sehr gefragt.“

Seit der Eröffnung des Kinos behaupten sich Andreas Söhnge und Sven Andresen mit einer Mischung aus Zuschauermagneten und Nischenfilmen. Dennoch müssen sie sich auch immer wieder neuen Herausforderungen stellen. „Bei ständig steigenden Kosten ist es schwer, das Geschäft zu führen, wenn die Einnahmen nicht entsprechend mit steigen“, bekennt Andresen. Daher stehe im Kino als nächstes auch eine fachmännische Beratung zur Energie- und damit Kosteneinsparung an.

250 Veranstaltungen in ganz Brandenburg

Bei den diesjährigen Schulkinowochen in Brandenburg waren 30 Produktionen im Angebot – neben Spielfilmen auch Dokumentarfilme zu brisanten gesellschaftlichen Problemen.

Schirmherrin der Aktion ist Bildungsministerin Britta Ernst.

Zum Auftakt ist der Film „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ gezeigt worden – eine emotionale Geschichtsstunde über das Berlin der letzten Kriegsmonate.

Die Aktion läuft über zwei Wochen. Insgesamt haben 31 Spielstätten mit rund 250 Veranstaltungen teilgenommen

Die Schulkinowochen werden organisiert und gestaltet von „Vision Kino“ in Zusammenarbeit mit „Filmernst“. Gefördert wird das Ganze durch das Medienboard Berlin-Brandenburg.

„Eine weitere große Herausforderung für uns ist sicher das immer größere Filmangebot, welches der Gast auch gern bei uns sehen würde“, sagt Andresen. „Leider haben wir nur drei Kinosäle und die Filmverleiher zwingen uns weiterhin, sehr viele Vorstellungen eines Filmes anzubieten, je neuer der Film ist.“ Mit der Flexibilität für Sondervorstellungen, einem ausgefallenen Extra-Film-Programm und möglichst großer Angebotspalette versuche das Haus dennoch, für seine Gäste attraktiv zu bleiben. Andresen habe zudem beobachtet, dass die Nachfrage nach 3D-Filmen generell sinke. „Bei uns aber sehr deutlich“, sagt er.

Von Josephine Mühln

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