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Fahrbahnmarkierung auf A 10 legt Beelitz lahm

Bürgermeister der Spargelstadt schlägt Alarm Fahrbahnmarkierung auf A 10 legt Beelitz lahm

Ausgerechnet zu Beginn der Spargelsaison hat Brandenburgs Spargelhauptstadt mit einer Blechlawine zu kämpfen. Seit einigen Tagen sorgen Markierungsarbeiten auf der A 10 für Stau. Viele Autofahrer versuchen schon auf der A 9 dem Stau auszuweichen und landen in Beelitz. Der Bürgermeister schlägt Alarm: Die Situation ist verheerend, sagt er.

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Auch am Mittwochabend hatte sich die Situation in Beelitz noch nicht entspannt. Die Markierungsarbeiten auf der A 10, die den Stau verursachen, dauern am heutigen Donnerstag noch an.

Quelle: Thomas Lähns

Beelitz. Markierungsarbeiten auf der A 10 haben das öffentliche Leben in Beelitz lahmgelegt. Bürgermeister Bernhard Knuth spricht von einer verheerenden Situation, die den dritten Tag anhalte. „Für das Stück von Fichtenwalde nach Beelitz braucht man anderthalb Stunden.“ Wer irgendwie kann, bleibe zu Hause. „Das trifft wiederum unsere Gewerbetreibenden, denn derzeit findet kaum ein Kunde den Weg in die Altstadt“, so Knuth. In der Beelitzer Altstadt staute sich der Verkehr vor allem an der Hauptkreuzung an der Berliner Straße und am Kreisverkehr an der Brücker Straße.

Die Linienbusse konnten ihre Fahrpläne nicht einhalten, auch der Schulbetrieb wurde dadurch beeinträchtigt. „Besonders ärgerlich ist, dass uns die ’Blechlawine’ mit Beginn der Spargelsaison ereilt“ – und damit in eine Zeit fällt, die für die Stadt und die Betriebe die wichtigste und einnahmenstärkste des Jahres ist, so Knuth.

Die Markierungsarbeiten auf der A 10 , die bis 2020 von sechs auf acht Spuren erweitert wird, waren zuvor angekündigt worden. Allerdings ist der Zeitplan durcheinander geraten. „Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Arbeiten konnten am Wochenende deshalb nicht wie geplant durchgeführt werden“, sagte Michael Zarth, Sprecher der zuständigen Planungsgesellschaft Deges. „Es ist in den vergangenen Tagen auch nicht durchgearbeitet worden, weil es zu schlimm wurde mit dem Stau“, so Zarth, der hinzufügte: „Wir bedauern es sehr und wissen, dass es eine Zumutung ist, aber die Arbeiten sind notwendig.“

Sechs Spuren sollen nutzbar bleiben

Die A 10 wird zwischen den Dreiecken Potsdam und Nuthetal von sechs auf acht Spuren erweitert. Für den Ausbau gibt es die Auflage, dass auch während der Arbeiten drei Fahrstreifen pro Richtung, also sechs Spuren insgesamt, nutzbar bleiben sollen. Markierungsarbeiten gelten zu den Ausnahmefällen, bei denen dies kurzzeitig nicht möglich ist.

Im offenen Brief der Stadt Beelitz wird gefordert, mit Hinweisschildern schon an den Autobahnabfahrten dafür zu sorgen, „dass zumindest der Schwerlastverkehr auf der Autobahn bleibt“.

 

Während der Fahrbahnmarkierungen lief der Verkehr auf der A 10 zeitweise nur über eine Spur. Der Hinweis auf Verkehrstafeln weit vor der A 10, in Richtung Autobahndreieck Nuthetal ist mit erheblichem Stau zu rechnen, verführte viele Autofahrer dazu, bereits auf der A 9 an den Anschlussstellen Beelitz und Beelitz-Heilstätten die Autobahn zu verlassen. Am Mittwoch wichen derart viele Autos und Laster auf die B  246 und die L 88 aus, dass den Beelitzern der Geduldsfaden gerissen ist. In einem offenen Brief an das Innenministerium, den Landesstraßenbetrieb und die Polizei fordert der Bürgermeister im Namen der Beelitzer, „auf so massive Einschränkungen auf der Ausbaustrecke, wie sie derzeit vorgenommen werden, jetzt und in Zukunft zu verzichten“. In allen Gesprächen im Vorfeld des Ausbaus sei versichert worden, dass genau das, was jetzt passiere, nicht eintreten werde. Knuth fordert die Polizei auf, den Umleitungsverkehr zu steuern „Unsere Ampeln können einen Abfluss des Verkehrsstromes nicht einmal ansatzweise mehr gewährleisten.“ Nur die Polizei „ kann durch ihr Eingreifen die derzeit absolut kritische Lage kurzfristig entschärfen“, so Knuth. Nach Angaben der Deges dauern die Markierungsarbeiten bis zum heutigen Donnerstag an.

Von Jens Steglich

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