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Potsdam-Mittelmark Fahrgastzahlen fast verdoppelt
Lokales Potsdam-Mittelmark Fahrgastzahlen fast verdoppelt
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02:17 14.09.2015
Immer beliebter: Mit dem Burgenbus durch den Fläming. Quelle: MAZ-Archiv
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Bad Belzig

Ausflügler und Touristen sowie zunehmend auch Bewohner der Orte an der Strecke nutzen immer häufiger den Burgenbus im Hohen Fläming. Er rollt in der zweiten Saison nun auf Erfolgskurs. „Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich die Fahrgastzahlen fast verdoppelt“, sagte Heiko Bansen von der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel (LAG) der MAZ. Die LAG organisiert das Angebot vom Bahnhof Bad Belzig über Niemegk, Raben, Wiesenburg zurück nach Bad Belzig gemeinsam mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Neue Möglichkeiten für Feriengruppen

Voriges Jahr wurden 2500 Fahrgäste befördert. „Dieses Jahr sind es schon jetzt 3300“, bilanzierte Bansen. Auch die durchschnittliche Auslastung stieg pro Bus von fünf auf nunmehr sieben Fahrgäste. Zu dieser Steigerung beigetragen habe nach Einschätzung Bansens die Ausweitung des Angebotes. Die Burgenlinie verkehrte bislang freitags, samstags sowie sonn- und feiertags fünfmal am Tag. Seit diesem Jahr geht der Bus nun auch täglich in den Brandenburger Schulferien auf die Rundtour. Sie ist so getaktet, dass ein Umstieg aus und in die Züge von und nach Berlin möglich ist. „Mit der Ausweitung ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für Feriengruppen von der Burg Rabenstein aber auch für Anwohner entlang der Strecke“, so Bansen. „Viele Kinder nutzen den Burgenbus beispielsweise zur Anreise zum Bad Belziger Freibad“, so Heiko Bansen. Auch Dorfbewohner nutzen das Angebot. Denn mit Wegfall des Schülerverkehrs in den Ferien ist der Burgenbus oft die einzige Verbindung in kleinere Orte. „Ein Drittel der Fahrgäste sind inzwischen Einwohner der Flämingregion, die den Bus auch für Ausflüge nutzen“, erläuterte der LAG-Organisator. Er erwartet nun weiteren Zulauf in den Herbstmonaten. „Denn sie sind allgemein die Hochsaison für Wanderer“, so Bansen.

Begrenzter Platz für Fahrräder

Der Burgenbus startet zehn Minuten nach Ankunft der Regionalzüge vom Bahnhof Bad Belzig. Er rollt durch den Naturpark nach Niemegk, Raben mit seiner Burg Rabenstein, nach Wiesenburg mit seinem Schloss und dem historischen Schlosspark sowie zur Burg Eisenhardt in Bad Belzig und schließlich dort zurück zum Bahnhof.

Auch Radfahrer können die Linie nutzen. Bis zu vier Fahrräder können mitgenommen werden. Eine Voranmeldung ist erbeten, da der Platz begrenzt ist.

Die Burgenlinie wird seit 2014 im Auftrag des Landkreises Potsdam-Mittelmark durch die Verkehrsgesellschaft Bad Belzig und den Omnibusbetrieb Arnim Glaser aus Klepzig bedient.

Weitere Informationen zur Burgenlinie im Naturparkzentrum in Raben, täglich geöffnet von 9 bis 17 Uhr, oder unter 03 38 48/6 00 04 sowie im Internet unter www.burgenlinie.de.

Die wachsende Resonanz bestärkt die Organisatoren darin, die zuletzt von Oktober bis Ostern eingelegte Pause im Fahrplan zu verkürzen. „Der Burgenbus verkehrt nun bis in die Zeit der Weihnachtsmärkte und geht erst nach dem dritten Advent in die Winterpause.

Weitere Steigerung im Herbst erwartet

„Am Stand des Landkreises Potsdam-Mittelmark auf der Bundesgartenschau in Brandenburg an der Havel ist das Faltblatt zur Burgenlinie derzeit ebenfalls sehr begehrt“, erzählte Heiko Bansen. Zusammen mit den Angeboten zum Wandern und Radfahren zwischen Burgen und Schlössern im Naturpark Hoher Fläming sollen vor allem für Berliner vielfältige Kombinationsmöglichkeiten entstehen. Der Landkreis sieht durch die Investitionen in die Wanderwege und deren Erreichbarkeit die örtliche Tourismuswirtschaft gestärkt. Bestätigt sieht Heiko Bansen dies durch aktuelle Fahrgastbefragungen auf der Burgenlinie. „Demnach befinden sich viele ’Wiederholungstäter’ auf der Strecke“, sagte der LAG-Mitarbeiter. „Kurze Wanderungen werden oft mit der Einkehr zu Kaffee und Kuchen verbunden“, so Bansen. Für den Herbst als Hauptzeit des Wanderns sowie die Adventswochenenden rechnen die Organisatoren abermals mit steigenden Fahrgastzahlen. „Denn diese Jahreszeit wird traditionell im Hohen Fläming besonders nachgefragt“, so Heiko Bansen.

Von Thomas Wachs

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