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Fahrkartenautomat in die Luft geflogen

50 Meter breites Trümmerfeld am Bahnhof Rehbrücke Fahrkartenautomat in die Luft geflogen

Am Bahnhof Potsdam-Rehbrücke haben in der Nacht zu Mittwoch Unbekannte einen Fahrkartenautomaten gesprengt. Trümmerteile wurden bis auf die Gleise geschleudert. Die Polizei sprach von einem Trümmerfeld mit einem Durchmesser von 50 Metern. Vorübergehend musste der Zugverkehr unterbrochen werden.

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Der gesprengte Fahrkartenautomat am Rehbrücker Bahnhof: Ermittler sichern Spuren.

Quelle: Foto: Christin Reh

Bergholz-Rehbrücke. Am Bahnhof Rehbrücke ist Mittwochnacht ein Fahrkartenautomat in die Luft geflogen. Die Täter verursachten nach Polizeiangaben ein Trümmerfeld mit einem Durchmesser von 50 Metern. Trümmerteile flogen bis auf die Gleise. „Der Zugverkehr musste unterbrochen werden“, sagte Polizeisprecherin Ingrid Schwarz. 6.15 Uhr konnte ein Gleis wieder freigegeben werden. Von der Streckensperrung waren von 0.50 bis 6.15 Uhr der RE 7 und die Linie OD 33 betroffen. Die Spurensicherung dauerte bis in den Mittag an. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar. Auch zum verwendeten Sprengstoff gibt es noch keine Erkenntnisse.

Ein Anwohner in der benachbarten Waldstadt II in Potsdam hatte einen Knall gehört und die Polizei gegen 0.50 Uhr informiert. Im Bahnhofsumfeld sah ein Zeuge einen dunklen Wagen in Richtung Saarmund wegfahren. Ob das Auto in Verbindung mit der Tat steht, ist noch unklar. Der Schaden, den die Täter anrichten, übersteigt um ein Vielfaches den Wert der Beute, sagte Bahnsprecher Burkhard Ahlert. Viel zu holen ist bei Fahrkartenautomaten nicht. Die Bahn hat inzwischen fast alle mit Farbpatronen ausgerüstet, die beim gewaltsamen Aufbruch die Geldscheine unbrauchbar macht. Sobald die Geldkassette gekippt oder geschüttelt wird, platzt die Patrone auf und spritzt mit hohem Druck eine nicht ablösbare Farbe auf die Scheine. Laut Ahlert wurden 2014 bundesweit 390 Fahrscheinautomaten der Bahn aufgebrochen. Brandenburg gehört zu den Schwerpunktgebieten.

Von der Polizei waren am Mittwoch keine Zahlen zur Region zu bekommen. Nach starkem Anstieg solcher Fälle in 2012 sind die Zahlen nach Angaben der Bahn rückläufig. Zurückzuführen sei dies etwa auf die Farbpatronen-Sicherung und verstärkte Polizei-Ermittlungen. Im Vergleich zu 2013 (560 Fälle) seien 2014 rund 30 Prozent weniger Aufbrüche registriert worden. Ein weiterer Grund sind hohe Freiheitsstrafen, zu denen Täter verurteilt wurden.

 

Info: Wer hat Mittwochnacht gegen 1 Uhr verdächtige Leute oder ein dunkles Auto im Bahnhofsumfeld gesehen? Hinweise: 0331/55 08 12 24.

Von Jens Steglich

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