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Faires Frühstück in Bad Belzig ist möglich

Einkauf Faires Frühstück in Bad Belzig ist möglich

Fair gehandelte Produkte sind nicht mehr nur in großen Städten auf dem Vormarsch. Das ist jetzt bei einem Frühstückstreffen in Bad Belzig deutlich geworden. Marie Kolinsky hat nicht nur über das Anliegen informiert, sondern auch praktische Einkaufstipps für den Hohen Fläming gegeben.

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Juliane und Markus Fenske kamen aus Jeserig (bei Niederwerbig) zum fairen Frühstück nach Bad Belzig

Quelle: Daniela Singhal

Bad Belzig. Kaffee aus Mexiko, Kakao aus der Dominikanischen Republik, Cashewnüsse aus Honduras und Obst und Honig aus dem Hohen Fläming: Zum ersten Mal lud die Bad Belziger Initiative für Fairen Handel gemeinsam mit der Volkshochschule zum Fairen Frühstück ein. Unmittelbar zu Erntedank eine gute Möglichkeit, sich kulinarisch mit der Thematik auseinanderzusetzen, wie es in der Runde hieß.

„Wir interessieren uns schon lange für den Fairen Handel und möchten dieses Frühstück nutzen, um noch mehr zu erfahren“, so Markus und Juliane Fenske, die aus Jeserig/Niederwerbig zum Fairen Naschen in die Kur- und Kreisstadt kamen. Der Heilpraktiker und die Yogalehrerin betreiben einen eigenen Biohandel. Die Neugier an der Thematik führte sie zum Treffen. „Der Konsum jedes Einzelnen hat eine unglaubliche Tragweite. Deshalb ist es mir wichtig, dass ich faire Produktentscheidungen treffe“, so Markus Fenske.

Marie Kolinksy, Gründerin der hiesigen Initiative, führte vor Beginn des Frühstücks in die Grundsätze des Fairen Handels ein. „Es geht vor allem um Menschen und die Wertschätzung ihrer Arbeit “, so die 38-Jährige. „Wer fair konsumiert, setzt sich für eine faire Entlohnung und die Verbesserung der Lebens-und Arbeitsbedingungen der vielen Millionen Menschen ein, welche die Produkte für uns herstellen.“

Der Umsatz mit fair gehandelten Produkten ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Dennoch ist ihr Anteil am Gesamtmarkt gering. So wird zum Beispiel Kaffee mit nur einem Anteil etwa zwei Prozent des gesamten Absatzes fair gehandelt. „Deshalb ist es uns ein Anliegen, dass die Idee des Fairen Handels immer mehr Bürger erreicht“, so Marie Kolinsky. Die Hagelbergerin setzt sich hierzulande dafür ein, dass die Händler über fair gehandelte Produkte informiert werden. Faire Produkte gibt es mittlerweile nicht mehr nur in Weltläden, sondern auch in Supermärkten, Kantinen und Cafés. Wobei dieser Trend eher in den großen Städten zu beobachten ist. Wer in Bad Belzig fair gehandelten Kaffee kaufen möchte, bekommt diesen schon in fast allen Supermärkten. Dort gibt es meist ein Exemplar mit Fairtrade-Siegel. Oder auf Anfrage im Seecafé. Der Blumenladen Flower Power am Markt in Bad Belzig bietet auf Anfrage fair gehandelte Rosen.

Es geht weiter

Das Faire Frühstück der Bad Belziger Initiative findet in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark statt. Sie wird gefördert von „Engagement Global“ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Wer sich für Fairen Handel und die Initiative interessiert, kann sie nächsten Sonntag, 11 Uhr, beim Fairen Kirchencafé kennenlernen. Dann wird im Wächtlerhaus am Kirchplatz in der Kur- und Kreisstadt erneut fair geschlemmt.

Weitere Termine: Faire Frühstücke sind Kleinmachnow und Werder/H. am 5. und 12. November, jeweils 10 bis 13 Uhr, geplant. Mehr: www.kvhs-pm.de.

Regional, saisonal, Bio und Fair. Welche Variante ist denn nun die Beste? „Das muss jeder individuell für sich entscheiden. Für mich sind es alle ’Varianten’ in genau dieser Reihenfolge“, so Marie Kolinsky. Sie hat ihren Fokus auf regionale Produkte gelegt. „Ich möchte die Bauern in unserer Region unterstützen.“ Produkte von Übersee kauft sie natürlich fair. Wer sich für fairen Konsum entscheidet, kann die Produkte Faitrade-Siegel oder an Herstellernamen wie Gepa und Elipente, die 100prozentig für Fairen Handel stehen.

Von Daniela Singhal

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