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Potsdam-Mittelmark Falscher BKA-Mann auf Betrügertour
Lokales Potsdam-Mittelmark Falscher BKA-Mann auf Betrügertour
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16:47 03.05.2017
Quelle: dpa
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Mittelmark

Ein ziemlich dreister Betrüger hat am Dienstag in verschiedenen Orten von Potsdam- Mittelmark sein Unwesen getrieben. In Bad Belzig, Medewitz, Nahmitz (Kloster Lehnin) und Wildpark West (Schwielowsee) gab sich der Mann als Beamter des Bundeskriminalamtes (BKA) aus. Sein Ziel: Er wollte offensichtlich Kontodaten ausspähen.

Am Dienstag in der Zeit zwischen 10.47 und 16.23 Uhr erhielten mehrere Mittelmärker Anrufe von einem vermeintlichen BKA-Beamten. In diesem Gespräch behauptete er, dass gegen die Bürger verdeckte Ermittlungen in der Türkei laufen. Der Anrufer erfragte nun Kontodaten und Mailadressen der Bürger. In einigen Fällen hatte der Unbekannte damit Erfolg.

Nachdem der Anruf beendet wurde, kam kurze Zeit später ein weiterer Anruf – angeblich vom nächstgelegenen ortsansässigen Polizeirevier. Es wurde die bekannte Telefonnummer des Revieres angezeigt. Jetzt meldete sich eine vermeintliche Polizeibeamtin, die den Anruf von dem Kriminaldirektor vom Bundeskriminalamt bestätigte, womöglich mit dem Plan, die Leute um ihr Geld zu bringen oder weitere Daten zu erlangen.

Zu Geldforderungen kam es in allen vier Fällen nicht und die aufmerksamen Bürger erstatteten eine Anzeige bei der echten Polizei. In einem Fall erhielt der Angerufene eine E-Mail des falschen BKA-Mannes. Der Polizei zufolge hat er die Nachricht aber nicht geöffnet. Nicht selten stecken sogenannte Trojaner in den Anhängen dieser Mail, die Daten auf den Rechner ausspähen und an die Betrüger senden.

Das rät die Polizei

Aus diesem Anlass rät die Polizei: Man soll sich nicht am Telefon ausfragen lassen und keine Details über familiäre oder finanzielle Verhältnisse preisgeben.

Mitunter versuchten Anrufer, die Bürger zu drängen und unter Druck zu setzen. „Vereinbaren Sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben zum Beispiel durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können“, rät die Polizei.

In solchen Fällen soll man sich die eventuell im Sichtfeld des Telefons angezeigte Nummer des Anrufers notieren. Wem die Sache nicht geheuer erscheint, möge zeitnah die örtliche Polizeistelle informieren.

Emails von unbekannten Adressen sollten man prüfen, bevor man sie öffnet. Betrüger tarnen harmlose Nachrichten, um Rechner mit Viren zu infizieren.

Geld soll man nie an Unbekannte übergeben, auch nicht an Polizeibeamte. Und: „Die Polizei tätigt solche Anrufe nicht“, unterstreicht die Pressestelle der Polizeidirektion West.

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Von MAZonline

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