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Potsdam-Mittelmark Irrer Duft nach frischen Brötchen
Lokales Potsdam-Mittelmark Irrer Duft nach frischen Brötchen
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19:46 22.02.2017
Noch ist die neue Filiale in Bergholz-Rehbrücke eine Baustelle: Bäckermeister Gunnar Kühnbaum mit Tochter und Marketingmanagerin Josephin. Quelle: H. Helwig
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Bergholz-Rehbrücke

Bislang sind die Geschäftsleute rund um den Marktplatz und in der Ladenstraße in Bergholz-Rehbrücke aufgrund der hohen Mieten aus ihren Läden eher ausgezogen. Nun kommt einer, der in die Räume eines früheren Restaurants am Marktplatz einziehen will. Dort gaben sich schon einige Gastwirte die Klinke in die Hand. Bäckermeister Gunnar Kühnbaum aus Töplitz ist zuversichtlich, diese Schicksalsserie mit einer neuen Filiale und einem Café langfristig beenden zu können. Im künftigen Verkaufsraum schrauben, schleifen, bohren und sägen derzeit die Handwerker, damit der Backshop wie geplant am 10. März eröffnen kann.

„Wir haben vorher eine Standortanalyse betrieben. Wir haben die Kundenstruktur untersucht und eine Umfrage gestartet, was gewünscht wird“, sagt Kühnbaum. Sparkasse, Postshop, Apotheke, Arztpraxen und Geschäfte im Umfeld seien eine gute Basis für eine stabile Kundschaft. Aber auch die benachbarten Händler und Dienstleister versprechen sich von der neuen Bäckerei einen Aufschwung fürs eigene Geschäft. Dass es in Bergholz-Rehbrücke bereits eine Backstube sowie zwei Filialen einer Backwarenkette gibt, stört ihn nicht. „Wir freuen uns auf den Wettbewerb.“ Ein wenig Sorgen machen ihm nur die beiden nahen Einkaufsmärkte, aber viele würden doch lieber „ihren persönlichen Bäcker“ finden wollen, weiß Tochter Josephin Kühnbaum, die als Filialleiterin Marketing im hundertprozentigen Familienbetrieb arbeitet.

Wegen einer Umstrukturierung der Handelsflächen im sogenannten Aldi-Hof in Bornstedt verlor Kühnbaum dort eine seiner zehn Filialen. Nach intensiver Suche nach einem Ersatz stieß die Familie schließlich auf das leerstehende Restaurant. „Die Terrasse ist geradezu ideal für einen Cafébetrieb“, schwärmt der Bäckermeister. Der Trend zum Kaffeetrinken vor allem am Wochenende nehme immer mehr zu, weshalb das Café am Sonntag bis 16 Uhr geöffnet sein soll. „Vielleicht können wir später sogar für den Brunch erweitern.“

Für das Café sucht der Familienbetrieb noch einen Koch, der einen Imbiss, ein vielfältiges Frühstücksangebot von süß bis deftig sowie weitere kleine Speisen zubereiten kann. In der Filiale sollen sechs Mitarbeiter in zwei Schichten und traditionell im Dirndl beziehungsweise in Lederhose arbeiten. „Das hat nichts mit Bayern zu tun. Früher war dies die bevorzugte Arbeitskleidung der Landbevölkerung“, klärt Josephin Kühnbaum auf.

Qualifiziertes Personal sowie Nachwuchs sind in seiner Branche schwer zu finden, seufzt Kühnbaum. Viele schreckt die Nachtarbeit ab. Zum anderen stellt er in Bewerbungsgesprächen immer wieder fehlende notwendige Voraussetzungen bei Berufseinsteigern fest. Unabhängig davon ist die Zukunft des Familienbetriebes gesichert. Neben Tochter Josephin im Marketing hat Sohn Ricardo die Produktionsleitung übernommen.

Familienbetrieb bäckt seit 1910 in Töplitz

Die Familienbäckerei Kühnbaum gibt es schon seit 1910. Sie unterhält mit dem Stammsitz in Töplitz zehn Filialen in Potsdam und Umgebung sowie in Dallgow und Staaken und ist mit zwei Verkaufswagen in den Potsdamer Wohngebieten Am Stern, Am Schlaatz und in der Waldstadt unterwegs.

Im Unternehmen arbeiten derzeit fast 90 Beschäftigte.

Der Umbau in Bergholz-Rehbrücke kostet einen sechsstelligen Betrag.

Eine weitere Filiale soll im Mai in Falkensee eröffnet werden.

Von Heinz Helwig

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