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Potsdam-Mittelmark Familienbetrieb in fünfter Generation
Lokales Potsdam-Mittelmark Familienbetrieb in fünfter Generation
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00:17 27.04.2017
Die Tochter von Tajo Sakowski (l.), Henriette Behnisch, arbeitet seit sechs Jahren mit ihrem Vater unter einem Dach. Quelle: Franziska Appelt
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Geltow

„Es ist Reifenzeit“, sagt Tajo Sakowski. Gerade werden in der Werkstatt Sommerreifen an zwei Autos montiert. Selbst repariert der Meister des Kfz-Mechanikerhandwerks zwar keine Autos mehr, ein großer Bestandteil seines Lebens sind sie aber nach wie vor. Der Geschäftsführer des Autohauses in Geltow ist seit 1981 ein Familienunternehmen, das seinen Ursprung vor 90 Jahren in der Rudolph-Breitscheid-Straße in Babelsberg fand.

Sakowskis Urgroßvater Paul Bressem gründete 1927 zunächst das Fuhrunternehmen, bestehend aus zwei alten Transportern und einer kleinen Werkstatt. Seinen Meisterbrief als Motorfahrzeugmechaniker erhielt er im April 1930. Als der Gründer Bressem ausgerechnet in der Breitscheidstraße verunglückte, übernahm sein Sohn die Geschäfte. Er reparierte neben Autos auch Motorroller, Wohnwagen, rumänische Kleintransporter und Motorboote. Auf der Suche nach einem größeren Grundstück nach der Wende wurde die Familie in Potsdam nicht fündig und zog deshalb ins Umland.

Erstes eigenes Auto war ein Wolga

Was in einer Doppelgarage neben einem Hufschmied begann, hat sich mit den Vertragspartnern Mazda und Citroën inzwischen zu einem stattlichen Betrieb in der Hauffstraße in Geltow mit dreizehn Mitarbeitern entwickelt, darunter auch ein Azubi. „Der Standort direkt an der Bundesstraße ist ideal“, sagt der 52-jährige Tajo Sakowski. Auf der Verkaufsfläche stehen etwa 80 Neu- und Jahreswagen sowie Gebrauchtfahrzeuge. Kassenschlager ist der Mazda CX5, den Sakowski selbst auch fährt. Im Mai wird das neuste Modell vorgestellt. „Mein erstes Auto war ein Wolga. Danach ein Wartburg“, erzählt er und muss schmunzeln: „Dazu ist es eine deutliche Steigerung.“ Generell unterliege die Automobilindustrie einem großen Wandel: Elektroautos sind bereits im Angebot der Sakowskis. Auch die Werkstatt-Landschaft muss sich anpassen: Seit Anfang April bietet das Autohaus den 1A-Autoservice an, ein vernetztes Werkstattkonzept, das es erlaubt, dass „wir hier alles reparieren können“, sagt Sakowski.

Der Meisterbrief von Sakowskis Urgroßvater Paul Bressem. Quelle: Privat

Die Wohnung der Familie befindet sich direkt über dem Autohaus: „Man ist schnell in Potsdam, die Bushaltestelle gegenüber und in allen Richtungen schnell am Wasser“, schwärmt der Wahl-Geltower von seiner Heimat.

Tochter ist in der Autowerkstatt groß geworden

Männer dominieren seit jeher die Automobilindustrie. „Das Besondere bei uns ist, dass die Frauen immer im Unternehmen involviert waren“, sagt der Geschäftsmann. Seine Frau Andrea übernimmt beispielsweise die Buchhaltung. „Schon meine Oma musste mit den alten Transportern Ersatzteile aus dem Potsdamer Umland besorgen“, sagt Sakowski. Ebenfalls im Team und seit diesem Jahr in der Verkaufsleitung ist Tochter Henriette Behnisch (28). Die studierte Kaufmännische Fachwirtin ist in der Autowerkstatt in Babelsberg groß geworden: „Ich habe dort meine Kindheit verbracht.“ Sie bildet bereits die fünfte Generation der Historie des Familienbetriebes. Die Zusammenarbeit zwischen Vater und Tochter funktioniere gut, sagt Behnisch. Seit sechs Jahren liefe alles reibungslos, so dass eine weitere Vergrößerung gut möglich wäre.

Von Franziska Appelt

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