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Potsdam-Mittelmark Familienkonferenz fordert Kinderarzt
Lokales Potsdam-Mittelmark Familienkonferenz fordert Kinderarzt
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10:14 27.02.2018
In der 3. Familienkonferenz in Bergholz-Rehbrücke diskutierten die Teilnehmer auch über die Raumsituation in den Grundschulen und Horten. Quelle: H. Helwig
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Bergholz-Rehbrücke

In der Gemeinde Nuthetal fehlt ein Kinderarzt. Nicht allein Barbara Krecklow aus Bergholz-Rehbrücke vermisst eine Praxis für die Jüngsten, wie der Beifall weiterer Eltern in der 3. Familienkonferenz am Samstag in Bergholz-Rehbrücke bestätigte. Doch die Ärztekammer habe ihre Anfrage ablehnend beantwortet, sagte sie in die Runde. In Potsdam-Bornstedt würde demnächst eine neue Kinderarztpraxis eröffnen. Längere Wege seien den Eltern zuzumuten, soll die Kassenärztliche Vereinigung gesagt haben.

Mit dieser Antwort will sich die Gruppe „Kinderarzt“ der Familienkonferenz aber nicht zufrieden geben. „Wir werden in allen Ortsteilen Unterschriften sammeln und die Ärztekammer davon überzeugen, dass Nuthetal einen Kinderarzt braucht“, kündigt Krecklow an. „Wir wollen auch die Nuthetaler Gemeindevertreter und die Verwaltung sowie den Landrat um Unterstützung bitten.“ Das Familienzentrum Nuthetal hat die Gruppe schon auf ihrer Seite.

Barbara Krecklow aus Bergholz-Rehbrücke und andere Eltern wünschen sich einen Kinderarzt in der Gemeinde Nuthetal. Dafür wollen sie in allen Ortsteilen Unterschriften sammeln. Quelle: H. Helwig

Ihre Wünsche meldete auch die ältere Generation in der Veranstaltung an. So sollte der Linienbus nicht an der Haltestelle Wilhelm-Busch-/Ecke Schlüterstraße wieder auf die Arthur-Scheunert-Allee zurückkehren, sondern in der Schlüterstraße weiter nach Bergholz hineinfahren, heißt es. Nicht wenige gehbehinderte Senioren wären darüber sehr erleichtert. Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) will sich gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus Nuthetal ohnehin für mehr altersunterstützende Angebote in der Gemeinde einsetzen. Doch die dürfen nur Helfer mit einem speziellen Befähigungsnachweis ausführen, um auch finanziell entsprechend gefördert zu werden. Altersunterstützende Angebote können beispielsweise die tägliche Hilfe im Haushalt beziehungsweise die Begleitung älterer Menschen bei Besorgungen sein. Das Mehrgenerationenhaus will darum die Fachstelle Altern und Pflege im Quartier (FAPIQ) in Potsdam für einen gemeinsamen Workshop gewinnen, sagte MGH-Leiterin Manuela Hartert. Zu diesem Workshop sollen Ehrenamtliche eingeladen werden und Unternehmen, die bestimmte Dienstleistungen anbieten. Das Mehrgenerationenhaus könnte Ehrenamtliche vermitteln, die für diese altersunterstützenden Angebote geschult werden. Der Arbeitsgruppe gehörte eine Teilnehmerin an, die sich in Potsdam beruflich mit Pflegebereichen beschäftigt.

Gute Erfahrungen mit Familienkonferenzen

„Schon mit den beiden voran gegangenen Familienkonferenzen haben wir gute Erfahrungen gesammelt“, sagt die Bürgermeisterin. In deren Ergebnis hat die Gemeindeverwaltung beispielsweise ein Kinder- und Jugendbudget in Nuthetal eingerichtet, das deren Projekte finanziell unterstützt. Bei der nicht einfachen Suche nach einer geeigneten Fläche für einen Kinderspielplatz war Hustig auf einen alten Pachtvertrag zwischen der Kirche und der Gemeinde gestoßen. Darin überlässt die Kirche der Gemeinde kostenlos eine etwa 600 Quadratmeter große Fläche in der Schlüterstraße gegenüber dem Viertel Am Kurzen End mit der Zweckbindung einer Spielplatznutzung.

Patrick Swillus aus Bergholz-Rehbrücke hatte zum ersten Mal an einer solchen Konferenz teilgenommen und war von deren Ergebnis begeistert. „So wie wir sollten mal die Politiker arbeiten, Ideen sammeln und konkrete Wege zu ihrer Umsetzung finden. Dann würde nicht immer alles zerredet.“

Von Heinz Helwig

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