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Potsdam-Mittelmark Familienzentrum wartet auf die Heimstätte
Lokales Potsdam-Mittelmark Familienzentrum wartet auf die Heimstätte
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02:17 23.03.2018
Die einstige Gaststätte, die zum Jugend- und Familienzentrum umgebaut wird, ist mit der bunt gestrichenen Bowlinghalle verbunden. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

Der Umzug des Werderaner Familienzentrums ist noch nicht in Sicht. Im Juli vorigen Jahres hatte die Stadt die einstige Gaststätte „Zur alten Weberei“ am Havelufer in der Adolf-Damaschke-Straße vom Stadtsportbund angemietet und angekündigt, es zu einem Familien- und Jugendzentrum umzubauen. Bis auf kleinere Reparaturen, die derzeit erfolgen, hat sich seitdem aber wenig auf der Baustelle getan. Das Familienzentrum und auch der Jugendclub warten unterdessen darauf, ihre Provisorien zu verlassen und die eigenen vier Wände zu beziehen. Werders 1. Beigeordneter, Christian Große (CDU), hält die Eröffnung des Zentrums Mitte 2019 für realistisch.

Wann der Umzug in Angriff genommen werden kann, hänge hauptsächlich davon ab, wie schnell der Umnutzungsantrag bewilligt wird und wie schnell die Stadt die Bauleistungen vergeben kann. „Der Umnutzungsantrag wurde vorbereitet und kann demnächst bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde gestellt werden. Wir hoffen natürlich, zeitnah loslegen zu können mit den Bauarbeiten“, erklärte Christian Große auf MAZ-Anfrage. Die Stadt habe die einstige Gaststätte erst im September in ihren Bestand aufnehmen können. Seitdem wurden gemeinsam mit dem Träger Job e.V. eine Bestandsaufnahme gemacht und Abstimmungen getroffen. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass eine einfache Renovierung der Räume nicht ausreicht. „Wir würden damit nicht die Möglichkeiten ausschöpfen, die der Standort bietet“, so Christian Große weiter. Die Haustechnik müsse komplett erneuert und das Dach sowie die Fassade repariert werden. Vor allem aber soll es neue Grundrisse geben, um der künftigen Nutzung gerecht zu werden. Für diese Arbeiten sind im Haushalt 2018/19 insgesamt 500 000 Euro eingeplant.

Jugendclub war selten geöffnet

Aktuell arbeite die Stadt mit Job e.V. an einer Übergangslösung für Familienzentrum und Jugendclub, erklärte der 1. Beigeordnete. Denn für das Familienzentrum wird es im Pflegeheim „Casa Reha“ langsam eng. Im September 2016 war die Begegnungsstätte provisorisch dort untergekommen, nachdem sie aus dem Awo-Seniorenheim wegen Sanierung ausziehen mussten. Laut Jahresbericht des Familienzentrums wird das Pflegeheim in diesem Jahr nach und nach mehr Zimmer in der zweiten Etage belegen, so dass die Koordinatoren Räume abgeben müssen. Diese Tatsache steht einem deutlichen Besucherzuwachs im Jahr 2017 gegenüber. 10 013 Gäste nutzten die Angebote des Familienzentrums. Im Vorjahr waren es 5558.

Trotz der Enge ist das Familienzentrum der Heimleiterin Nicole Schulz dankbar für das Engagement, da es ohne sie vermutlich ohne Obdach gewesen wäre, wie es im Bericht heißt. Ein ähnliches Schicksal ereilte auch das Jugendhaus „Club 01“, das provisorisch im Internat des Oberstufenzentrums unterkam. Wegen Krankheit und Urlaub war der Club im vorigen Jahr nur selten geöffnet. Die lange Schließzeit aber auch die Gesamtsituation hätten dazu geführt, dass wenige Jugendliche das Angebot genutzt haben, wie das Team im jüngsten Quartalsbericht schreibt. Dennoch gebe es einen Stamm an Werderaner Jugendlichen, die den Kontakt zum Jugendclub gesucht haben. Sie hätten oft gefragt, wann der neue Standort endlich eröffnet. Hinter dem Zeitraum des Umzuges stand aber noch ein dickes Fragezeichen.

Neues Treffen der Konferenz geplant

In dem ehemaligen Gasthaus mit Bowlingbahn sollen Familienzentrum und Jugendarbeit zusammengeführt werden. Das Konzept ist Christian Große zufolge derzeit noch in Arbeit. Die Sozialraumkonferenz ist mit der Erarbeitung beauftragt und hat sich bereits dazu getroffen. Demnächst sollen sie erneut zusammenkommen. „Der Standort ist perfekt, um erfolgreiche soziale Angebote in unserer wachsenden Stadt weiter zu etablieren“, sagte Christian Große. Darin seien sich alle Beteiligten nach wie vor einig.

Familienzentrum existiert seit 2009

Gegründet wurde das Familienzentrum bereits 2009 im Kita-Haus im Hohen Weg und etabliert sich seitdem von Jahr zu Jahr mehr. Viele Zugezogene nutzen die Angebote, um in Werder Anschluss zu finden.

Besonders beliebt war im vorigen Jahr der Elternkurs mit Familienberater Klemens Röthing zum Thema „Die Kunst mit gutem Gewissen Nein zu sagen“. Er soll in diesem Jahr wiederholt werden.

Von Luise Fröhlich

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