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Potsdam-Mittelmark Familienzentrum will verlässlicher Partner sein
Lokales Potsdam-Mittelmark Familienzentrum will verlässlicher Partner sein
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17:09 06.02.2018
Luise Bochhardt (l.) und Clara Kaschka haben sichtlich Spaß beim Mobilen Familiencafé des Wiesenburger Familienzentrums in Grubo. Quelle: Privat
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Wiesenburg

Seine Startschwierigkeiten hat das Familienzentrum in Wiesenburg längst hinter sich gelassen. Mittlerweile blickt die Einrichtung auf ein Jahr tatkräftige Arbeit zurück. Wiesenburg/Mark gehörte seinerzeit zu den letzten Gemeinden im Landkreis Potsdam-Mittelmark, die ein Familienzentrum aufgebaut haben.

Umso mehr freuen sich Koordinatorin Dana Nobel und ihre Mitstreiter darüber, angekommen zu sein. „Unsere Bilanz fällt sehr gut aus, unser Angebot wird von den Familien sehr gut angenommen“, sagt die 27-Jährige. Zu ihrem Team gehören auch Lisa Marie König, die bereits seit September 2016 als Schulsozialarbeiterin an der Grundschule tätig ist, Jugendkoordinator Carsten Neumann sowie Bibliothekarin Irina Seeger.

Erster Kontakt über Babybegrüßungsdienst

Egal ob Familiencafé, Zwergen-Turnen oder ein Workshop zur Babymassage: Das Familienzentrum versucht, den Bedarfen und Interessen aller Familien gerecht zu werden. „Wir haben viele engagierte Menschen mit vielfältigen Kompetenzen an unserer Seite“, sagt Nobel. Nur so lasse sich die große Fülle an Angeboten auch dauerhaft aufrechterhalten.

Der erste Kontakt ergebe sich meist durch den Babybegrüßungsdienst, ergänzt Lisa König. „Seit vergangenem Jahr konnten wir schon 13 Kinder begrüßen. Die Familien sind sehr aufgeschlossen und der Rücklauf für Angebote wie die Krabbelgruppe ist gut.“ Auch der Nähkurs und das Babyturnen seien sehr gut besucht.

Lisa König (l.) und Dana Nobel ziehen eine positive Bilanz für das erste Jahr ihrer Arbeit. Quelle: Josephine Mühln

Dabei sieht sich das Familienzentrum vor allem als ergänzendes und vernetzendes Element zu den bereits bestehenden Angeboten von Schulen, Tagesstätten, Vereinen und anderen Gruppen. „Wir wollen niedrigschwellige und für alle offene Sachen anbieten“, sagt Dana Nobel. „Außerdem schauen wir, welche Themen gerade für die Familien relevant sind und wie wir sie dabei unterstützen können.“

Die gelernte Erzieherin hat auch schon eine weitere Idee für die Zukunft. Sie würde gerne das Projekt „Mama erhol dich mal“ angehen. „Das ist eine Herzensangelegenheit für mich“, gesteht die Bad Belzigerin. „Mamas machen nur wenig für sich. Aber um entspannt in die Erziehung zu gehen, muss es mir selbst gut gehen, muss ich auf mich selbst aufpassen.“ Sie stellt sich vor, dass sich an insgesamt zwölf Terminen die Mütter für zwei bis drei Stunden treffen. Erst könnte in lockerer Atmosphäre ein Austausch über ein bestimmtes Thema stattfinden und anschließend könnten die Mütter gemeinsam Yoga machen oder die Therme besuchen.

Nächstes Familiencafé am Donnerstag

Das nächste Familiencafé des Zentrums findet am Donnerstag von 15 bis 17 Uhr in den Räumen der Grundschule „Am Schlosspark“ statt.

Auch am Donnerstag können Eltern zum Babyturnen in der „Alten Schule“ in Wiesenburg kommen. Der Kurs geht von 9 bis 11 Uhr.

Die Whatsapp-Gruppe des Familienzentrums ist erreichbar unter 0171/5 63 60 49.

Hier können sich Interessierte unkompliziert für die Angebote anmelden und bekommen Informationen zu aktuellen Veranstaltungen.

Dana Nobel und Lisa König sind außerdem unter 033849/9 02 81 oder per Mail an familienzentrum.wiesenburg@awo-potsdam.de zu erreichen.

Womit sich bereits eine Herausforderung andeutet: Die Väter zu erreichen sei etwas schwieriger. „Aber wir haben auch sie auf dem Schirm und wollen sie mit ins Boot holen“, sagt Dana Nobel und lacht. Vielleicht kann das noch stärker in Angriff genommen werden, wenn bald alle Angebote des Familienzentrums in der Kunsthalle gebündelt werden – denn da soll die Einrichtung einziehen, sobald das Gebäude am Goetheplatz fertig umgebaut und saniert ist. „Darauf freuen wir uns schon sehr“, sagt Nobel. Ihre Kollegin Lisa König wünscht sich für die Zukunft zudem, „dass es in jeder Gemeinde ein Familienzentrum gibt. Und auch die Schulsozialarbeit sollte weiter wachsen, das ist mir ein persönliches Anliegen.“

Von Josephine Mühln

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