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Potsdam-Mittelmark Fasziniert von Rummeln und Trappen
Lokales Potsdam-Mittelmark Fasziniert von Rummeln und Trappen
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00:24 09.12.2015
Entdeckt jetzt den Flämimg für sich: Moritz Detel Quelle: Andreas Koska
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Baitz

Die Rummel faszinieren ihn und die erste Begegnung mit Großtrappen wird er nicht so schnell vergessen. „Es war das erste Mal, dass ich sie in freier Wildbahn gesehen habe“, sagt Moritz Detel. Der 34-jährige arbeitet seit dem 11.11.2015 bei der Naturwacht Hoher Fläming und verstärkt das bisher aus drei Frauen bestehende Team in Baitz. Als er sich um die im Sommer ausgeschriebene Stelle bewarb, hat ihn die Vielfalt der Aufgaben neugierig gemacht.

Monitoring, Bestandserfassung, Artenschutz, Gebietskontrolle und Umweltbildung gehören zum Aufgabenspektrum. Auch bisher war Moritz Detel in der Umweltbildung tätig. Rund 3,5 Jahre hat er das Barnim-Panorama im gleichnamigen Naturpark nördlich von Berlin betreut. „Jetzt gibt es auch Außeneinsätze an der frischen Luft, die ersten vier Wochen meiner Tätigkeit waren spannend“, wagt er einen ersten Rückblick. Der gebürtige Schwabe wohnt noch in Berlin, will jedoch demnächst ins Brandenburgische ziehen. „Ich bin kein Prenzlberg-Schwabe“, betont er ob der innerberliner Auseinandersetzungen. Er wohnt in Pankow.

Die endgültige Entscheidung für den Naturschutz als Beruf und Berufung brachte sein Zivildienst. Nach dem Abitur in Tübingen leistete er ihn im Nabu-Naturschutzzentrum am Bodensee. „Danach war mir klar, ich will etwas mit der Natur und den Menschen machen“, sagt der verheiratete junge Mann. Und so begann er sein Studium im Studiengang „Landschaftsnutzung und Naturschutz“ an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. In Baitz war schon immer eine Stelle unbesetzt, als es jetzt zur Neueinstellungen und einer Umverteilung kam, wurde auch diese ausgeschrieben und besetzt. „Es ist schön, in ein erfahrenes Team reinzukommen. Die Kolleginnen verfügen über einen großen Erfahrungsschatz, da fühle ich mich gut aufgehoben“, beschreibt Detel den offenen und kollegialen Teamgeist.

Er bedauert, dass in seiner knappen Freizeit kaum Zeit für Hobbys und sportliche Aktivitäten übrig bleibt. „Fahrrad fahren gehört sicher dazu, längere Ausflüge mit meiner Frau versuche ich doch noch zu unternehmen, zum Beispiel von Pankow nach Wandlitz“, sagt Detel. Der Naturschutzgedanke ist für ihn nicht regional oder lokal verortet, er blickt über den Tellerrand hinweg. Engagiert sich in der „Tibet Initiative Deuschland“, die sich sowohl gegen die Unterdrückung der Tibeter und deren Kultur richtet als auch gegen den Naturfrevel in der Hochebene. „ Im tibetischen Hochland liegen über 40.000 Gletscher, die neben Nord- und Südpol eines der größten Eisvorkommen der Erde bilden, daher wird es von Wissenschaftlern auch als der „Dritte Pol“ bezeichnet“, erklärt Detel, der gerade an einer Konferenz zum Thema in Paris teilgenommen hat. Die Gletscher befinden sich auf dem Rückzug und China greift direkt in die Flussläufe ein, was seiner Meinung nach in eine Klimakatastrophe enden kann. In Baitz wird es dagegen um Turmfalken, Kröten und Moore gehen, nicht weltpolitisch aber ebenso für das Mikroklima von Bedeutung.

Von Andreas Koska

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