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Feiern in historischer Kulisse hat seinen Preis

Görzker Handwerkerhof passt Mieten an Feiern in historischer Kulisse hat seinen Preis

Feiern macht Laune, in historischem Ambiente erst Recht. Im Görzker Handwerkerhof ist das möglich, die Atmosphäre dort ist toll. Nun steigen die Gebühren für die Anmietung der dortigen Räumlichkeiten. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

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Quelle: Dirk Fröhlich

Görzke. 786 zückten im vergangenen Jahr geschichtsinteressierte Tagesbesucher an der Kasse des Görzker Handwerkerhofes ihr Portemonnaie, 28 Mal wurde einzelne Räume ganz- oder mehrtägig für private oder Firmenveranstaltungen angemietet. 120 Euro für einen Veranstaltungstag, inklusive jeweils einen Tag für die Vor- und Nachbereitungen, waren dafür zu berappen.

„Mit dieser Summe kommen wir bei den allgemein steigenden Kosten nicht mehr hin“, sagt Rainer Sell, der den von der Kommune betriebenen Handwerkerhof und das dazugehörige Museum als ehrenamtlicher Geschäftsführer leitet. Zur letzten Gemeindevertretersitzung der Gemeinde Görzke stand das Thema der Gebühren für die Einrichtung deshalb nun auf der Tagesordnung.

Pauschale plus Heiskostenzuschuss

Sells Vorschlag, die derzeit geltende Raummiete um 30 auf 150 Euro pro Veranstaltungstag zu erhöhen und für Vermietungen innerhalb der Heizperiode um eine Heizkostenpauschale von 20 Euro pro Tag zu ergänzen, folgten am Ende der Diskussion auch die Gemeindevertreter. Für kürzer währende Veranstaltungen, beispielsweise Kindstaufen oder Trauerfeiern, soll es künftig eine Pauschale von 75 Euro plus Heizkostenzuschuss geben.

Rainer Sell ist froh, dass sich die Tendenz, künftig gänzlich auf Räumlichkeiten in benachbarten Gaststätten auszuweichen, nicht weiter fortsetzt. „Das Ambiente des Hofes ist einfach nicht zu toppen und bietet eine würdige Kulisse für Hochzeiten und andere Feierlichkeiten.“ Erst durch das Zusammenspiel von Museums- und Hofveranstaltungen und privaten Feiern kann das Konzept der Einrichtung insgesamt funktionieren, ist er überzeugt. Als Kooperationspartner seines Hauses würden letztlich auch die Gaststätten, die bei vielen Anlässen das Catering übernehmen, „nicht außen vor bleiben“, betont Sell.

Genehmigung zu bekommen wird schwer

Um die touristische Vermarktung des Handwerkerhofes weiter anzukurbeln, ist als nächster Schritt seine Ausschilderung auf der Autobahn geplant. „Bevor die Gemeindevertreter zustimmen, müssen die Kosten geklärt werden“, sagt Fördervereins-Vorsitzender Peter Ludwig. „Nicht, dass wir uns alle nachher vor Schreck auf den Hosenboden setzen.“ Angedacht sind jeweils ein Schild auf der A2 aus Richtung Berlin, das kurz vor Ziesar stehen könnte, und ein Schild in Richtung Magdeburg kurz vor der Abfahrt Wollin. „Die Genehmigung zu bekommen wird sicher schwer, aber wir wollen es wenigstens versuchen“, so Ludwig.

Von Uwe Klemens

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