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Potsdam-Mittelmark Feinste Stiche für Vereine und Majestäten
Lokales Potsdam-Mittelmark Feinste Stiche für Vereine und Majestäten
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18:37 28.11.2016
Karin Wagener in ihrem kleinen Büro und Ausstellungsraum in Werder. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Egal ob Omas Stuhlkissen, die Vereinsfahnen oder die neue Arbeitshose – Karin Wagener aus Werder bestickt fast alles. „Selten ist ein Auftrag wie der andere. Es gibt immer wieder neue Ideen zu verwirklichen“, sagt die 59-Jährige. Ihre Auftraggeber sind so bunt wie das Stickgarn, das sie zum Zeigen im heimischen Büro auf Lager hat. Angefangen beim Karnevalsclub Werder reicht das Spektrum über die Dobermannfreunde Netzen bis hin zur Jugendfeuerwehr Wildenbruch. Betriebe wie die Malerfirma Haseloff oder die Sattlerei Albrecht Planen aus Werder zählen zu Wageners Kunden. Sie bestickt außerdem jedes Jahr die Schärpen der Baumblüten- und der Kirschkönigin.

Vor zwölf Jahren gründete die geborene Goldbeckerin (Altmark) das Stickcenter Werder in der Kemnitzer Straße, wo sie gleichzeitig mit ihrem Mann und einem ihrer drei Kinder lebt. „Die Leidenschaft zur Handarbeit habe ich von meiner Mutter geerbt, die damals gerne Schneiderin geworden wäre“, erzählt Wagener. Das Nähen lag ihr schon als junges Mädchen, sagt sie, und obwohl das Sticken schwer zu lernen war, blieb sie dran und setzte die Basis für ihren heutigen Beruf. Die Handarbeit erleichtert ihr mittlerweile eine treue Mitarbeiterin – ihre Stickmaschine, die mehrere Farben auf einmal verarbeitet.

Mit einer einfachen Haushaltsmaschine fing alles an

Mit einer einfachen Haushaltsmaschine fing im Jahr 2004 alles an. Vorerst reichte das aus, denn der Start war holprig. „Ich musste mir erstmal einen Namen machen und viel in Technik, Garn und Werbung investieren“, sagt Wagener. Es hat gedauert bis die Liste der Auftraggeber so lang wurde, wie sie jetzt ist. „Die meisten kommen direkt aus Werder und Umgebung, manche aber aus Potsdam oder Berlin“, berichtet die Unternehmerin. Ihre wertvollste Werbung seien Mundpropaganda und die Qualität ihrer Arbeit. „Am schönsten ist es, wenn die Leute kommen, um ihre Sachen abzuholen und staunen, wie schön es geworden ist“, sagt Wagener. Durch die Stickerei fand sie Gefallen am Werderaner Karnevalsclub und wurde vor drei Jahren Mitglied. Noch immer bestickt sie für den Verein und die Prinzenpaare T-Shirts oder Standarten.

Eine Tischdecke mit Wappen liegt zur Schau in Wageners Büro aus. Quelle: Luise Fröhlich

Die Stickmaschine übernimmt zwar die Arbeit mit Nadel und Faden, aber die fummelige Erstellung der Stickdatei muss Wagener selbst machen. Je nach Größe und Design kann das mehrere Stunden dauern. Mit einer speziellen Sticksoftware digitalisiert sie die von den Kunden mitgebrachten Bilder oder Logos. Daraus entsteht eine Datei, die via USB-Stick an die Stickmaschine übertragen wird. Der Preis für die Stickerei berechnet sich nach den Stichen. „Man verdient damit nicht das ganz große Geld, aber es macht Spaß“, sagt Wagener.

Idee zur Unternehmensgründung entstand durch Zufall

Die Idee, eine Stickerei zu gründen, entstand durch Zufall. Mit ihrem Mann, der als Elektromeister tätig ist, war sie öfter auf Messen unterwegs. In Leipzig entdeckte sie dabei die Stickmaschine, wurde vom Ehrgeiz gepackt und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit. Zuvor hatte sie in der Vulkanfiber-Fabrik in Werder gearbeitet.

Von Luise Fröhlich

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