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Potsdam-Mittelmark Feldheim weltweit von Interesse
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11:04 22.10.2013
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Treuenbrietzen

Knape hat er vor internationalem Publikum darüber referiert, wie der Ortsteil Feldheim zu einem autark versorgten Dorf geworden ist. Strom und Wärme für die 150-Einwohner-Kommune werden seit mehr als drei Jahren ausschließlich aus regionalen regenerativen Ressourcen gewonnen.

Vermittelt von Berthold Leimbach von der Friedrich-Ebert-Stiftung, der im Sommer zweimal in dem Modelldorf zu Besuch war, hat der Rathauschef aus dem Hohen Fläming eine zehntägige private Urlaubsreise mit Ehefrau Anke dazu genutzt, über seine Erfahrungen zu berichten. "Es ging ausschließlich um Austausch von Informationen. Vereinbarungen wurden nicht abgeschlossen", bestätigte das Stadtoberhaupt auf MAZ-Nachfrage. Gleichwohl hat Michael Knape eine große Erwartungshaltung gespürt, mit der die in der Bundesrepublik gerade eingeleitete Energiewende vom Ausland aus verfolgt wird.

Auf den Philippinen etwa gebe es Potenziale zur besseren Nutzung von reichlich vorhandener Wasserkraft und stetig nutzbarer Erdwärme vulkanischen Ursprungs. Gebraucht wird es bei durchgehend durchschnittlich 26 Grad Celsius vor allem zum Betrieb von Klimaanlagen. Doch würden noch Kohleimporte aus Nachbarstaaten realisiert, wobei die Verstromung erhebliche Umweltschäden hinterlässt, wie Michael Knape bei einer Exkursion zu Fischern erfuhr, deren Meeresbucht von einem Kraftwerk verseucht worden ist.

Die lokale Lösung möglichst weit auf die Stadt Treuenbrietzen oder gar darüber hinaus auszudehnen, lautet für ihn die Herausforderung vor Ort. Zu diesem Zweck soll binnen der nächsten zwei Jahre ein Energie- und Klimaschutzkonzept erarbeitet werden. Die Ingenieurleistung hat die Verwaltung bereits ausgeschrieben.

Aus dem Besuch in Manila jedenfalls zieht er optimistische Schlüsse. Kollegen aus Seattle zur Agrarstrategie, Bangkok zum Hochwasserschutz oder Singapur zur Stadtentwicklung hätten ebenfalls durchaus beeindruckende Vorträge gehalten. "Das Problem ist auf jeden Fall erkannt", findet jedenfalls Michael Knape. "Und so engagiert auf der Welt an der Lösung gearbeitet wird, gibt es begründete Hoffnung für die Zukunft."

Von René Gaffron

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