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Potsdam-Mittelmark Feldstraße feiert seit 20 Jahren gemeinsam
Lokales Potsdam-Mittelmark Feldstraße feiert seit 20 Jahren gemeinsam
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15:15 30.07.2018
Die Organisatoren des Straßenfestes (v.l.): Joachim Richter, Dietmar Müller, Monika Müller und Ingrid Richter. Quelle: Andreas Koska
Cammer

Als der Bad Belziger Jugendfanfarenzug immer näher kam, war die Rührung im Gesicht von Joachim Richter deutlich zu sehen. Die von seiner Frau Ingrid und der Nachbarschaft organisierte Überraschung war gelungen.

Seit nunmehr 20 Jahren feiert die Nachbarschaft der Feldstraße in Cammer regelmäßig ein buntes Straßenfest zusammen. Bei Grillwurst und Bier verbringen alle eine schöne Zeit zusammen. Zum Jubiläum gab es für die Organisatoren sogar eine musikalische Überraschung.

Joachim Richter organisiert seit 1998 das Feldstraßenfest in Cammer. Zum 20. Jubiläum dankten es ihm alle, die dabei waren. Annerose Lukas und Marion Voigt überreichten den Gastgebern ein Blumengebinde und einen Essensgutschein. „Ihr habt doch immer die meiste Arbeit“, begründete Lukas die Auszeichnung.

Als Nachfolger vom Dorffest entstanden

Das Fest findet vor Richters Haus statt – bei Regen geht es in die Garage. In diesem Jahr musste sie als Ausweichquartier dienen. Doch eigentlich müssten auch andere geehrt werden: Die Familien Müller, Specht und Friedrich sind ebenfalls von Anfang an dabei und fassen bei Auf- und Abbau mit an. Mit den Jahren sind aber auch die anderen Nachbarn als Helfer dazugekommen.

„Ich wurde 1997 kritisiert, dass die Dorffeste zu teuer sind“, erinnert sich Richter, der damals Bürgermeister war. Als sein Nachfolger klar machte, dass es kein Dorffest mehr geben wird, begründete Richter das Straßenfest. Inzwischen ist allen klar, dass am letzten Samstag im Juli gefeiert wird.

Film über Dorfjubiläum gezeigt

So auch in diesem Jahr. Es kommen aber nicht nur die dort wohnenden Nachbarn zusammen. Die erwachsenen Kinder reisen samt Enkeln aus allen Richtungen an, um zur Musik, die von Mario Richter aufgelegt wird, zu tanzen und zu schwatzen. Marvin Richter bedient derweil die Gäste. Die drei Generationen der Familie sind aktiv dabei.

So war das Gewusel der ganz Kleinen in diesem Jahr besonders groß. Es sind einige Geburten in der Straße zu verzeichnen gewesen und es sind auch einige neue Bewohner zugezogen. Die Straße lebte an diesem Abend in wortwörtlichem Sinne auf. Eine Dia-Show erinnerte an die vergangenen Treffen und auch ein Film über das Dorfjubiläum fand Anklang.

Organisator der nächsten Generation gefunden

In der Feldstraße gibt es nur 13 Häuser, von denen zwölf bewohnt sind. Dazu die vier Eckgrundstücke mit einer anderen Postanschrift. Es wohnen also 26 Personen in der Feldstraße und noch mal zwölf in den Eckhäusern – beim Fest aber waren um die 50 Gäste. Denn neben dem Nachwuchs kommen gern auch die Nachbarn aus dem Dorf.

„Bei uns sind alle eingeladen“, betonte Joachim Richter in seiner Festansprache. Der inzwischen 71-jährige Senior würde gerne die Verantwortung auf jüngere Schultern legen. Und es scheint zu gelingen: Seit nunmehr zwei Jahren wohnt Heiko Drafz mit seiner Familie Zaun an Zaun mit Richters.

„Ich verspreche die Tradition fortzuführen“, sagte Drafz, der am kommenden Sonntag seinen 46. Geburtstag feiern wird. „Wir werden auch noch das Vierteljahrhundert gemeinsam begehen“, ist sich Drafz sicher. Alle Anwesenden hoffen, dass dann auch Helga und Arno Mahlow noch dabei sind. Die beiden Senioren sind Mitte 80 und haben bisher keines der Feste versäumt. Zur Erinnerung wurde ihnen eine kleine Foto-Collage von Mit-Organisatorin Monika Müller überreicht.

Von Andreas Koska

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