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Festival für Freunde wird erwachsen

Dahnsdorf Festival für Freunde wird erwachsen

Das Dahnsdorfer Festival für Freunde gewinnt an Zuspruch. Zunächst bei den Kulturschaffenden im Hohen Fläming, die sich mehr denn je in das Programm einbringen. Vom Publikum wünschen sich Veranstalterin Marie Golüke und ihre Mitstreiter noch etwas mehr Zuspruch.

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Quelle: Stefan Specht

Dahnsdorf. Mit einem Kinotag ist am Sonntag das vierte „Festival für Freunde“ zu Ende gegangen. Zuvor hatten Künstler aus dem Hohen Fläming und ganz Deutschland drei Tage lang in dem 400-Einwohner-Ort ein gemeinsames Kunstfest gefeiert. Schon beim Auftakt war das etwas überarbeitete Konzept des ausrichtenden Vereins zu erkennen gewesen. Mehr Künstler aus der Region sollen dafür sorgen, dass mehr Besucher aus dem Hohen Fläming den Weg nach Dahnsdorf finden. So eröffneten die Hip-Hop-Teens der Tanzschule Mierisch aus Bad Belzig am Donnerstagabend das Festival. Weiter ging es unter anderem mit dem Flämingensemble, der Treuenbrietzener Grafikerin Stefanie Jeschke, die ihre Ausstellung eröffnete, und Lokalmatadorin Marie Golüke. Die Vereinsvorsitzende brachte am späten Abend ihr Programm „The Erotism“ auf die Bühne.

Veranstalter hatten viel Unterstützung

Ihren großen Auftritt hatten am Freitag die beiden Fläming-Gymnasiasten Tim Kehrwieder und Richard Hollmann. Die beiden Abiturienten waren eigentlich von Marie Golükes Schwester Lisa gefragt worden, ob sie nicht zum Festival kommen wollen würden. Daraus entstand kurzerhand die Idee, einen eigenen kabarettistischen Programmpunkt auf die Beine zu stellen. Als „Seehofer und Merkel“ fuhren sie die ersten Lacher ihrer noch jungen Karriere ein. Außerdem übernahmen die beiden im Laufe des langen Wochenendes noch einige Schichten am Tresen.

Überhaupt hatten die Organisatoren in diesem Jahr etwas weniger Arbeit als in den Vorjahren. „Wir haben viele Helfer gefunden. Das erleichtert uns die Arbeit enorm. Gerade unsere Techniker arbeiten hier zwölf Stunden am Tag“, so Marie Golüke. Dafür konnten sie und das zweite Mitglied des Vorstands, Julian Herrfurth, sich intensiver um die Betreuung der Künstler und Gäste kümmern. Eine weitere Neuerung waren Headsets, mit denen die beiden fast rund um die Uhr zu sehen waren. „So müssen wir nicht mehr quer über den Hof rufen, wenn es etwas zu klären gibt“, erläutert Julian Herrfurth. Weitere eingefahrene Spendengelder dieses Jahres wurden in Licht- und Tontechnik investiert.

Abwechslung auch für die Kinder

Die Programmvielfalt erstreckte sich in diesem Jahr von Tanz und Wissenschaft, über Lesungen, Ausstellungen und Konzerte bis zu Kabarett, Film und Performances. Selbst für die zahlreichen Kinder war gesorgt. Die Mädchen und Jungen konnten malen, musizieren und hatten mit einem Wissenschaftler einen eigenen Programmpunkt. Für viele Dahnsdorfer ist so viel Kunst eine vielleicht zu große Hürde. So ist bei den Besucherzahlen noch Luft nach oben. Und das, obwohl der Eintritt nach wie vor frei ist. Dabei muss es den Veranstaltern nur gelingen, die Menschen einmal zu sich zu locken. „Denn wer uns einmal besucht, kommt eigentlich jedes Jahr wieder“, sagt Marie Golüke. Bestes Beispiel ist Tim Kehrwieder. Er war begeistert von der Atmosphäre auf dem Hof. „Man kommt mit jedem ganz ungezwungen ins Gespräch, duzt sich sofort und überhaupt gehen die Menschen hier ganz locker miteinander um. Ich werde in den nächsten Jahren auf jeden Fall wieder dabei sein“, so der 17-Jährige.

Von Stefan Specht

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