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Potsdam-Mittelmark Piraten schlagen die Preußen
Lokales Potsdam-Mittelmark Piraten schlagen die Preußen
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19:25 21.06.2015
Die kurfürstlich-sächsischen Festungskanoniere aus Friedersdorf ließen ihr schwerstes Geschütz lieber daheim, um nicht im märkischen Sand zu versinken. Quelle: Jens Steglich
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Beelitz

Die Seeräuber haben die Preußen geschlagen! Auch die Sachsen und die Amerikaner mussten sich der Übermacht der Freibeuter beugen. Mit 39 von 50 möglichen Ringen gewann Achim Müller mit seiner Piratenmannschaft aus Geltow das 16. Beelitzer Vorderladerkanonenschießen auf dem Truppenübungsplatz Brück-Lehnin. Er war 2015 schon dritter bei den Europameisterschaften. Zum Beelitzer Spektakel traten 19 Artilleriemannschaften aus fast allen Ecken Deutschlands an.

Auf dem Gefechtsfeld ging es laut, aber äußerst friedlich zu. Die Preußen aus Potsdam zielten neben den Sachsen auf die 100 Meter entfernten Scheiben. Wobei die kurfürstlich-sächsischen Festungskanoniere nicht mit dem dicksten Geschütz anreisten. „Wir haben eine 1,7 Tonnen schweren Nachbau einer Kanone von der Festung Königstein, wollten mit ihr aber nicht im märkischen Sand versinken“, sagte Pierre Güttler von der Schützengesellschaft Friedersdorf.

Versöhnung am Kanonenrohr: Die Freien Kanoniere aus Beelitz mit „Phoeni“ traten mit einem Nachbau aus dem amerikanischen Bürgerkrieg an. Detlef Komm trug dabei die Südstaaten-Uniform (l.) und Werner Höfchen trat in der Uniform eines Sergeant Majors der Nordstaaten-Armee an. Quelle: Jens Steglich

Bei den Freien Kanonieren aus Beelitz feuerten ehemalige Todfeinde harmonisch vereint ihre Ladung ab. Mit „Phoeni“, einem Nachbau aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, trafen Werner Höfchen und Detlef Komm vom Beelitzer Carneval Club (BCC) zwölf Ringe. Höfchen kam als Sergeant Major der Nordstaaten-Armee, sein Partner trug Südstaaten-Uniform. Bei den internen Beelitzer Stadtmeisterschaften schafften sie Platz zwei, was nicht allzu schwer war. Die BCC-Kollegen schossen mit ihrer Kanone „Donnerschlag“ alles daneben.

Die stadtinternen Rivalen vom Beelitzer Carneval Club mit ihrer Kanone „Donnerschlag“: Michael Kaatz und Frank Meer (r.) trugen preußische Uniformen, zielten dieses Jahr aber daneben. Bei der kleineren stadtinternen Meisterschaft belegten sie deshalb Rang drei. Unter den drei Beelitzer Anwärtern setzte sich Bernd Marien mit 27 Ringen vor den Freien Kanonieren mit zwölf Ringen durch. Quelle: Jens Steglich

Beelitzer Vorderladerkanonen-Schießen

Angefangen hat alles mit der Kanone „Donnerschlag“, die sich der Beelitzer Carneval Club (BCC) anschaffte. Die Karnevalisten hatten in der Partnergemeinde Ratingen Lunte gerochen. Der dortige Carneval-Verein hatte bereits ein historisches Geschütz.

Weil andere Wettbewerbe ausgebucht waren, begründeten die Beelitzer 1995 ihre eigenen Meisterschaften. Den kleineren stadtinternen Wettstreit gewann dieses Jahr der Beelitzer Bernd Marien vor den Freien Kononieren und dem BCC mit „Donnerschlag“.

Die Piraten vom Waffengefährtenverein Geltow (l.) gewannen das Beelitzer Kanonenschießen. Die Freibeuter trafen 39 von 50 möglichen Ringen. Achim Müller, der Frontmann der Seeräuber, war auch bei den diesjährigen Europameisterschaften in Sondershausen ganz vorn mit dabei und belegte Rang drei. Quelle: Jens Steglich

Den weitesten Weg hatte Lothar Breitner. Der Düsseldorfer kam mit einem schwedischen Feldgeschütz – an seiner Seite zwei Frauen! „Gerlinde ist unsere Richtschützin, Else lädt und ich feuere ab“, sagte er.

Traten mit einem Nachbau eines schwedischen Feldgeschützes von 1750: Else Breitner, Lothar Breitner und Gerlinde Juckel aus Düsseldorf (v.l.) Quelle: Jens Steglich

Von Jens Steglich

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