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Potsdam-Mittelmark Wieder brennt Stroh bei der Agrargenossenschaft
Lokales Potsdam-Mittelmark Wieder brennt Stroh bei der Agrargenossenschaft
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15:06 29.06.2018
In der Nacht zu Freitag hat es erneut auf dem Gelände der Agrargenossenschaft in Zixdorf gebrannt. Quelle: Feuerwehr Niemegk
Zixdorf

Die Agrargenossenschaft „Flämingland“ in Zixdorf kommt nicht zur Ruhe. In der Nacht zu Freitag hat es auf dem Gelände erneut gebrannt, wie Niemegks Amtswehrführer Tino Bastian der MAZ mitgeteilt hat.

Rund 200 Strohballen sind durch das Feuer zerstört worden, der Sachschaden wird laut Polizei auf rund 5000 Euro geschätzt. Es ist der dritte Brand seit Anfang Mai.

50 Kameraden waren im Einsatz

Bemerkt und gemeldet habe eine Mitarbeiterin des Betriebs das Feuer gegen 0.15 Uhr, sagt Genossenschaftsvorstand Klaus Grieger. Die 50 Kameraden waren bis heute Morgen gegen sieben Uhr im Einsatz, um das brennende Stroh zu löschen. Ausgerückt sind die Wehren aus Niemegk, Dahnsdorf, Garrey-Zixdorf, Hohenwerbig, Mörz, Bad Belzig, und Treuenbrietzen. Auch Verstärkung aus Sachsen-Anhalt – aus Boßdorf und Straach – sowie der Rettungsdienst und die Polizei waren vor Ort.

Um den Brand zu löschen, seien die Einsatzfahrzeuge immer wieder zu den Wasserentnahmestellen gependelt, haben das Stroh mittels eines Radladers verteilt und Reste des Brandes mit Gülle gelöscht, berichtet Tino Bastian. Zur Brandursache ermittelt jetzt die Polizei.

Rund 200 Strohballen sind in Flammen aufgegangen. Quelle: Feuerwehr Niemegk

Klaus Grieger hat auf MAZ-Nachfrage einen Verdacht auf Brandstiftung geäußert. „Bei Selbstentzündung fängt es innen an zu kokeln, wo es heiß ist. Hier war das Feuer gerade erst entstanden.“ Grieger hofft, dass die Täter schnell gefasst werden – kritisiert aber, dass die ersten Zeugenvernehmungen erst für Ende Juli geplant sind. Seit Mai sei schon zu viel Zeit verstrichen.

„Nach dem zweiten Brand haben wir das Gelände vorübergehend bewacht, das war über Pfingsten“, so Grieger weiter. „Das erste Feuer war am helllichten Tag ausgebrochen, da waren noch drei unserer Leute auf dem Gelände.“ Die Genossenschaft hat sich zumindest auf die Solidarität ihrer Berufskollegen verlassen können. Viele Landwirte hätten nach den Vorfällen angerufen und Stroh angeboten – was die Zixdorfer auch danken angenommen haben.

Keine verwertbaren Spuren mehr

Bei dem Brand Anfang Mai waren mehr als 600 unter freiem Himmel lagernde Ballen in Flammen aufgegangen. „Nach den Löscharbeiten war aus kriminaltechnischer Sicht keinerlei verwertbares Spurenaufkommen mehr vorhanden“, hat die Polizeidirektion West seinerzeit mitgeteilt.

Eine Woche später hatte erneut ein Strohlager auf dem Gelände gebrannt. Der Einsatz war besonders brisant: Diesmal griffen die Flammen schnell von dem Stroh im Silo mit Betonwänden über auf einen nahen Stall mit rund 60 Kühen. Sofort stand auch dort das eingestreute Stroh in Flammen. Es konnten aber alle Tiere gerettet werden.

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Von Josephine Mühln

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