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Feuer soll Pflanzen die Freiheit zurückgeben

Werbiger Heide Feuer soll Pflanzen die Freiheit zurückgeben

Die Werbiger Heide wuchert zu. Deshalb braucht der wertvolle Lebensraum eine besonder Pflegekur. Durch Flämmen, kontrolliertes Abbrennen also, sollen die Pflanzen ihre Freiheit zurück gewinnen. Bis die Naturschützer mit Fachleuten und Feuerwehr nun ans Werk gehen könnten, brauchten sie Geduld.

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Wuchende Werbiger Heide: Dort wird jetzt geflämmt.

Quelle: Steffen Bohl

Werbig. Am Donnerstag soll das Naturschutzgebiet Werbiger Heide einer besonderen Pflegekur unterzogen werden. Das hat die Verwaltung des Naturparks „Hoher Fläming“ mitgeteilt. Dabei sollen überalterte Heideflächen durch das sogenannte Flämmen – ein kontrolliertes Abbrennen – verjüngt werden. Im Spätsommer können sich die Besucher dann wieder an einer violetten Blütenpracht erfreuen, heißt es in der Ankündigung.

„Erstmals in zwei Wintern ist die Wetterprognose für die nächsten Tage dafür ideal. Denn es braucht eine Weile durchgehend Frost im Boden“, erklärt Steffen Bohl. im vergangenen Jahr hatte der Naturparkchef vergeblich darauf gewartet. Nun aber hat sich die Geduld gelohnt

Beim Flämmen geht das kontrolliert von Fachleuten einer beauftragten Firma gelegte Feuer langsam über die Flächen hinweg, ohne dass jedoch die Hitze tiefer als ein bis zwei Zentimeter in den Boden eindringt. So bleiben im Boden überwinternde Insekten und Reptilien geschützt und können sich im Frühjahr auf einen verbesserten Lebensraum freuen. Durch das Feuer bekommen die Heidekrautsamen wieder Platz und Licht, und innerhalb kürzester Zeit ist die Landschaft regeneriert, ist vorab zu lesen.

Doch steht es schon seit einiger Zeit nicht mehr gut um das hiesige Areal bei Verlorenwasser. Auf rund zehn Hektar ist sie weitgehend zugewachsen. Immerhin konnte schon der Kiefernaufwuchs im vor Jahresfrist entfernt werden. Auf den weiteren zehn Hektar des Schutzgebietes war das wuchernde Gehölz schon aussortiert worden. Doch jetzt ist das Heidekraut dort größtenteils so überaltert, dass es abstirbt und sich neu herausbilden muss.

Das Flämmen ist ein seit Jahrzehnten erfolgreich angewandtes Verfahren, das bei der Bundesforst und Naturschutzstiftungen in zahlreichen märkischen Schutzgebieten praktiziert wird, heißt es vom Landesumweltamt Brandenburg Die hiesige Naturparkverwaltung hat mit dem Unternehmen Rana aus Halle (Saale) erfahren Spezialisten beauftragt. Zum Schutz der umliegenden Kiefernforste wurde ein breiter Waldbrandschutzstreifen angelegt. Die Freiwillige Feuerwehr Werbig begleitet die Arbeiten. Die notwendigen Genehmigungen sind eingeholt und alle Behörden informiert, so dass es diesmal wohl losgehen kann.

Von René Gaffron

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