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Feuer und Flamme für die Geschichte

Werder Feuer und Flamme für die Geschichte

Der Aktionstag „Feuer und Flamme für die Museen“ stand in Werder und Glindow ganz im Zeichen der 700-Jahr-Feier der Stadt im nächsten Jahr. Die Vereine erwiesen sich während der offenen Museen als aufmerksame Gastgeber und planen darüber hinaus ihre besonderen und einzigartigen Geschenke zum Ortsjubiläum.

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Im Morgenstern-Museum Jürgen Raßbach (l.) und Jörg Rappke vor eine Skulptur der von Morgenstern mit einem Gedicht bedachten Zäzilie.

Quelle: Mende

Werder. „Viele der Gäste, die zu unserem Aktionstag kommen, waren zuvor schon in anderen Museen und möchten noch weitere besuchen“, so die Bilanz von Jürgen Raßbach, Leiter des Christian-Morgenstern-Literaturmuseums in Werder, am späten Samstagnachmittag. Das entspreche auch der Idee der Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“. „Vor ein paar Jahre hatten wir dafür Veranstaltungen vorbereitet und mussten feststellen, dass die Leute ihre Museumstour lieber schnell fortsetzen wollten.“

2017 werde eine besondere Saison, so der Museumschef. Dann feiert Werder sein 700-jähriges Bestehen. Dafür warten sowohl das Morgenstern-Museum als auch die Turmgalerie und das Altenkirch-Zimmer im Turm der Bismarckhöhe mit Neuem auf. Unter anderem sollen beim Festumzug auch „Galgenbrüder“ a la Morgenstern mitfahren. An neuen Tafeln fürs Museum wird gearbeitet, ein Sommerfest mit den fünf Kooperationsschulen sowie eine Expertenrunde „Das Morgensternmuseum und Werder“ sind geplant. Drei Ausstellungen in der Turmgalerie werden im kommenden Jahr einen direkten Bezug zum Stadtjubiläum haben, kündigt Kurator Jörg Rappke an. Mit Malerei, Grafik, Fotografie und Kalligraphie widmen sich die Künstler, die fast alle in der Blütenstadt zu Hause sind, dem Thema. Das Altenkirch-Zimmer wird um einen Raum zur Nachwende-Geschichte der Bismarckhöhe erweitert.

Im kleinen Heimatmuseum von Glindow roch es am Samstag verführerisch nach Kaffee und frischem Kuchen. Die Frauen des Heimatvereins hatten gebacken und den Tisch einladend gedeckt. Das ließ manchen Besucher länger verweilen als geplant. Eine kleine Gruppe brach um 13 Uhr geführt von Elke Lemke in die Glindower Alpen auf. Die Wanderer sollten in den gut eineinhalb Stunden an der frischen Luft viel über die Geschichte der Gemeinde erfahren, die ebenfalls 2017 Jubiläum feiert, vor 700 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ihren Ursprung nahm sie als Fischerdorf rund um das heutige Museum. Ziegeleien brachten später Wohlstand. Aus dem Abraum der Tongruben entstanden die „Alpen“. Erst vor 200 Jahren sei der Obstanbau hinzugekommen, erfahre ich von Edelgard Baatz, der Chefin des Heimatvereins. Mit der Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“ beendet der Verein seine Saison 2016, hat für diesen Tag auch ein Chorkonzert in der Kirche sowie einen Fackelzug für die Kinder organisiert.

Im nächsten Jahr möchten die Glindower den Aktionstag „Feuer und Flamme“ für den gesamten Landkreis eröffnen. Mit einer Foto-Ausstellung bei der sich historische und aktuelle Motive des Ortes gegenüberstehen, wird der Heimatverein zum Jubiläum beitragen, kündigt die Vorsitzende an. Der Almanach, den die Gemeinde vorbereitet, wird auch viele Beiträge der Vereinsmitglieder enthalten.

Von Edith Mende

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