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Feuerteufel auf dem eigenen Grundstück

Neuehütten Feuerteufel auf dem eigenen Grundstück

Drei Mal innerhalb von fünf Tagen musste die Wiesenburger Feuerwehr zu einem Grundstück im Ortsteil Neuehütten ausrücken. Am Mittwoch hatte zunächst das Lagerfeuer eines Scheunenbesitzer einen Großbrand verursacht. Am Wochenende steckte der Anwohner die Brandstelle dann gleich zwei Mal selbst an. Nun ermittelt die Kripo.

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Mit einem mehrere Zentimeter dicken Schaumteppich wollen die Feuerleute weiteren Bränden vorbeugen.

Quelle: Feuerwehr Wiesenburg

Neuehütten. Gleich drei Mal mussten die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Wiesenburg/Mark in der vergangenen Woche zu einem mutmaßlichen Brandstifter in den Ortsteil Neuehütten ausrücken. Der erste Alarm riss die Kameraden um 2 Uhr in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch aus dem Schlaf. Zeitgleich wurde auch die Polizei nach Neuehütten gerufen. Dort war ein Schuppen in Brand geraten. Er wurde bis auf die Grundmauern zerstört. Ein leichter Schaden entstand außerdem an einer angrenzenden Scheune.

Die Brandursache ist bisher nicht bekannt. Die Polizei vermutete jedoch bereits am Mittwoch nach ersten Untersuchungen, dass ein Lagerfeuer des Schuppenbesitzers der Auslöser war. Die Kriminalpolizei ermittelt in dem Fall nun wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Am Samstag gegen 11 Uhr wurden die Feuerwehrleute dann erneut alarmiert. Der Besitzer des Grundstücks soll auf der Brandstelle vom Mittwoch erneut ein Feuer entzündet haben. Augenscheinlich hatte er dort Abfall verbrannt, erklärte Wiesenburgs Ordnungsamtsleiter, Jens-Uwe Werner, auf Anfrage der MAZ am Montag.

In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch brannte dieser Schuppen bis auf die Grundmauern nieder

In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch brannte dieser Schuppen bis auf die Grundmauern nieder.

Quelle: Feuerwehr Wiesenburg

Kurz nach dem Entzünden soll der Anwohner den Brand unbeaufsichtigt gelassen haben. Eine aufmerksame Anwohnerin informierte die Polizei, die schließlich die Feuerwehr rief. Zwölf Kameraden löschten auch den zweiten Brand am Samstagvormittag mit einem Tanklöschfahrzeug. Der mutmaßliche Brandstifter wurde vor Ort erneut von der Polizei belehrt.

Keine 24 Stunden später erreichte die nächste Brandmeldung aus Neuehütten die Feuerwehr in Wiesenburg. Der Anwohner soll das Brandgut abermals entzündet haben. Wieder löschten die Kameraden das Feuer ab, anschließend wurde zusätzlich ein Schaumteppich über die Einsatzstelle gelegt, um weiteren Brandstiftungen vorzubeugen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei halten derzeit weiter an.

Den vorsätzlichen Brandstifter erwarten hohe Kosten

Bei den drei Einsätzen waren insgesamt 76 Feuerleute vor Ort. Sollte sich herausstellen, dass der Anwohner die drei Brände vorsätzlich gelegt hat, erwarten ihn mindestens die Kosten für die Einsätze der Feuerwehren aus Wiesenburg, Neuehütten, Medewitz und vier weiteren Ortswehren, kündigte Jens-Uwe Werner an. Auch eine Drehleiter der Bad Belziger Feuerwehr und mehrere Atemschutzgeräteträger wurden für die Löscharbeiten benötigt.

Allein in der ersten Brandnacht wurden rund 20 000 Liter Löschwasser sowie 100 Liter Schaummittel eingesetzt. Der mutmaßliche Brandstifter aus Neuehütten soll den Behörden der Kommune und des Kreises bereits wegen anderer Delikte bekannt sein.

Von Victoria Barnack

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