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Potsdam-Mittelmark Feuerwehr hilft Wildtieren und Bäumen
Lokales Potsdam-Mittelmark Feuerwehr hilft Wildtieren und Bäumen
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14:28 31.07.2018
In der Ortslage Lehnin wässert die Feuerwehr die Vegetation. Jungbäume, Sträucher und Hecken brauchen am heißesten Tag des Jahres vor allem eines - Wasser. Quelle: Julian Stähle
Lehnin

Die Freiwillige Feuerwehr Lehnin hat am Dienstag, dem bisher wohl heißesten Tag des Jahres, einen Hilfseinsatz für Bäume und Wildtiere gestartet. Von 7.30 Uhr an bis um 11 Uhr wässerten drei Mitglieder der Feuerwehr mit 20 000 Litern Bäume in Lehnin. Zudem füllten die Feuerwehrleute ausgetrocknete Wasserlöcher im umliegenden Wald für die Wildtiere auf.

Die ungewöhnliche, aber bitter notwendige Aktion geschah auf Bitten und in Absprache mit der Gemeindeverwaltung Kloster Lehnin und der Landesforstverwaltung.

Gertfred Sohns vom hiesigen Regionalverband des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) begrüßt die Aktion ausdrücklich: „Das ist sehr gut. Die Dürre verbunden mit der Hitze ist auch für die Tiere eine Stresssituation.“ Gerade für Lurche etwa sei die Situation schwierig. Beweglichere Tiere wie Vögel, Rehe und Wildschweine fänden in Seen oder feuchten Lagen noch Wasser.

„Vögel sieht man derzeit kaum, weil sie tagsüber ruhen und meist nur noch abends und in den kühleren Morgenstunden unterwegs sind“, so Sohns.

Wie nötig die Wasserzufuhr durch die ehrenamtlichen Retter war, zeigt der ausgetrocknete und von der Hitze völlig ausgemergelte Boden deutlich. Es ist ein Rekordsommer und der Dienstag Tag wird wohl mit angekündigten 38 Celsius der heißeste des Jahres. Doch was die Urlauber an den Ständen von Nord- und Ostsee freut, ist des anderen Leid. Schon seit Wochen gab es keinen oder nur sehr wenig Regen. Wälder und Felder sind knochentrocken, Pflanzen und Bäume in den Städten lechzen nach Wasser.

Um zumindest dem innerörtlichen Baumbestand ein wenig über die Runden zu helfen und somit auch größere Schäden von der Gemeindekasse abzuwenden, kam man in Lehnin auf eine rettende Idee. Die örtliche Feuerwehr wurde gebeten, hier Abhilfe zu schaffen und so rückten die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr mal nicht zu einem Brand aus, sondern wässerten die Bäume und Sträucher an den Straßenrändern und in den öffentlichen Parkanlagen.

Und da auch die Tiere im Wald unter der Trockenheit leiden und die ohnehin schon wenigen Wasserlöcher fast alle ausgetrocknet sind, konnte auch hier die Feuerwehr Abhilfe schaffen und füllte einige der wichtigen Trinkgelegenheiten der Wildtiere mit Hilfe ihrer Tanklöschfahrzeuge wieder auf.

Auch im weiteren Verlauf des Tages und am Abend soll die Aktion fortgesetzt werden, um Flora und Fauna bei der anhaltenden Dürre zu helfen.

Die Feuerwehrleute wässerten Jungbäume, Büsche und ausgewachsene Bäume auch rund um den Markgrafenplatz im Lehniner Ortskern.

Seit Monaten hält eine Dürreperiode in Nord- und Ostdeutschland an. Hilfe für Wildtiere ist angesichts dieser Trockenheit wichtig.

Von Julian Stähle

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