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Potsdam-Mittelmark Ortswehr braucht neues Gerätehaus
Lokales Potsdam-Mittelmark Ortswehr braucht neues Gerätehaus
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17:03 16.02.2017
So könnte die künftige Feuerwache der Ortswehr in Seddin nach den Entwürfen des Bad-Belziger Architekturbüros Nanut & Söhne einmal aussehen. Quelle: Architekturbüro
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Seddin

Die Ortswehr Seddin braucht dringend ein neues Feuerwehrhaus. Schon vor Jahren hatte die Unfallkasse Brandenburg bei einer Kontrolle des vorhandenen Stützpunktes festgestellt, „dass bauliche Veränderungen am Feuerwehrdepot Seddin mittelfristig in Angriff genommen werden sollten, um die offenbar positive Entwicklung dieser Wehr zu unterstützen.“ Durch neu entstandene Wohngebiete sind vor allem in den vergangenen zwei Jahren eine Reihe Neu-Seddiner – darunter viele junge Leute – in die Feuerwehr eingetreten, sagt Gemeindewehrführer Christian Kunert.

Er hatte es nach eigenen Worten nicht gerade leicht, die Gemeindeverwaltung vom notwendigen Um- und Anbau zu überzeugen. Sie wollte das alte Gebäude von 2002 lediglich sanieren lassen. Doch auch im Brandschutz sind die Anforderungen an die Feuerwehrleute gestiegen, haben ihre Aufgaben zugenommen. Neue Technik und modernere Fahrzeuge passen bald nicht mehr ins alte Haus, argumentiert Kunert. Mit Blick auf kommende Herausforderungen beharrte der Gemeindewehrführer auf einen Umbau des alten Gebäudes und auf eine neue Fahrzeughalle hinter dem Haus.

Dafür hat die Gemeinde nun vom Architekturbüro Nanut & Söhne in Bad Belzig mehrere Entwürfe erarbeiten lassen, von denen die Gemeindevertreter in Seddiner See am 28. Februar eine Vorzugsvariante beschließen sollen. Stimmen sie einem Vorschlag zu, bereitet das Planungsbüro in diesem Jahr alles vor, um das Projekt nach seiner Baugenehmigung umgehend vielleicht im nächsten Frühjahr beginnen zu können, sagt Bürgermeister Axel Zinke (parteilos). Dann könnte die Seddiner Wehr etwa im Herbst 2018 ihre neue Wache beziehen.

Rund 530 000 Euro wird das Vorhaben kosten, schätzt die Verwaltung derzeit. Etwa 231 400 Euro will die Gemeinde selbst aufbringen. Für die restlichen 298 600 Euro hat sie Fördergelder bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) beantragt. Um die neue Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen hinter den vorhandenen Gebäuden bauen zu können, musste das alte Gemeindehaus abgerissen werden, dass seit der Eröffnung des benachbarten „Dorv“-Zentrums nicht mehr genutzt wurde.

Im Depot sollen die Umkleideräume und die Sanitäranlagen für die Feuerwehrmänner und -frauen vergrößert und modernisiert werden. Die alte Fahrzeughalle wird zum Schul- und Versammlungsraum der Ortswehr umgebaut und der bisherige Versammlungsraum als Büro eingerichtet, sagt Gemeindewehrführer Kunert.

Bereits kurz nach der Inbetriebnahme des Depots im Jahr 2002 offenbarte sich schon bald, dass die Feuerwache nur teilweise den Vorschriften entsprach, so der Seddiner Feuerwehrchef. Vor der Fahrzeughalle fehlt der Stauraum, ein Büro sowie ein Lager gibt es ebenfalls nicht. Die Fertigteilgarage, in der das Rettungsboot liegt, ist für das Wasserfahrzeug viel zu klein. Sie könnte künftig als Lager genutzt werden. Die Feuerwehrleute ziehen sich in der Werkstatt um. Seit dem Ausbau der Dorfstraße in Seddin ist die Feuerwehrzufahrt niedriger als die neue Fahrbahndecke. Bei nassem Wetter läuft das Regenwasser ständig ins Gerätehaus hinein.

Alte Löschbrunnen sollen erneuert werden

Die Ortswehr Seddin hat derzeit 36 aktive Mitglieder – darunter sieben Frauen.

In der Jugendfeuerwehr Seddiner See sind derzeit 23 junge Brandschützer organisiert. Zwölf Mädchen und Jungen davon gehören der Kinderfeuerwehr an.

In der Gemeinde gibt es 22 Brunnen, an denen die Feuerwehr ihre Löschfahrzeuge auftanken kann. Die meisten Löschbrunnen stammen aus den 1950-/1960-er Jahren und müssen modernisiert werden. Sieben Brunnen wurden schon erneuert. In diesem Jahr sollen sechs weitere folgen.

Zu 56 Einsätzen wurde die Seddiner Wehr im vorigen Jahr gerufen.

Von Heinz Helwig

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