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Feuerwehr feiert am Samstag 90-Jähriges

Hohenwerbig Feuerwehr feiert am Samstag 90-Jähriges

Am Samstag feiert die Freiwillige Feuerwehr Hohenwerbig ihr 90-jähriges Bestehen. Dazu hat der Feuerwehrverein ein großes Fest organisiert. Höhepunkt ist der Festumzug. Daran nehmen auch viele Nachbarwehren mit ihrer historischen und modernen Fahrzeugen teil.

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Fred Vogel (l.) und Frank Zehender von der Ortsfeuerwehr Hohenwerbig. Sie feiert am Sonnabend Jubiläum.

Quelle: Christin Iffert

Hohenwerbig. „Es kann doch jeden treffen – und wer hilft dann uns, wenn wir nicht anderen helfen“, fragt Fred Vogel aus Hohenwerbig. Er ist seit 2005 Chef der kleinen ansässigen Ortsfeuerwehr. Die feiert am Sonnabend ihr 90-jähriges Bestehen und lädt zu einem großen Fest.

„1927 wurde die Ortsfeuerwehr von Richard Ziehe, dem Großvater meiner Frau gegründet“, erklärt Frank Zehender. Die Tradition blieb also in der Familie. 2002 stieg er ein, seit 2005 ist er stellvertretender Ortswehrführer.

Manchmal rücken nur die Frauen aus

Gab es vor 90 Jahren noch acht Kameraden, sind es heute 31 Mitglieder. In den vergangen Jahren blieb die Zahl fast konstant. In den Einsatz dürfen aber nur 20 Einsatzkräfte, alle anderen sind in der Alterswehr. Manchmal, wenn es Alarm gibt, startet eine reine Frauengruppe – acht Feuerwehrfrauen gibt es.

Jubeln über die konstanten Mitgliederzahlen können die beiden Feuerwehrchefs aber nicht. Es fehlt an Nachwuchs. „Wir brauchen viel mehr junge Leute, damit die Feuerwehr weiter existieren kann“, sagt Zehender, der hauptberuflich Förster ist. Die Wehr halte das Dorf schließlich zusammen, deshalb müsste sie alle Dorfbewohner als Mitglieder haben, scherzt Zehender. „Mit 15 Kameraden mehr wären wir schon sehr glücklich“, klinkt sich Fred Vogel ein. Viele würden jedoch von der umfangreichen Grundausbildung abgeschreckt, die vor allem Zeit an den Wochenenden beanspruche.

Einsätze werden immer schwieriger

Dass die Ausbildung nötig ist, macht sein Stellvertreter deutlich: „Die Verantwortung ist groß.“ In den letzten Jahren seien die Einsätze schwieriger geworden. Das betrifft die technische Hilfeleistung, ebenso die Brandbekämpfung. Durch veränderte Materialien, setzen sich beispielsweise chemische Stoffe frei, mit denen man rechnen und umgehen muss.

Rund 15 Mal rücken die Hohenwerbiger Kameraden im Jahr aus. „Als ich 1999 angefangen habe, lagen wir bei vier Einsätzen“, erinnert sich Vogel. Damals fuhren sie noch mit einem Barkas B1000, der mittlerweile museumsreif ist. 2011 wanderte der nach Lühnsdorf und ein TSF nach Hohenwerbig. Statt 80 Stundenkilometer können die Feuerwehrleute nun 100 fahren. „Unser Blitzerrekord liegt seit letztem Jahr bei 81 Stundenkilometer bei erlaubten 50 am Ortseingang in Niemegk – natürlich im Einsatz“, so Zehender.

Wenn am Sonnabend der Geburtstag gefeiert wird, gibt es für die Großen Blasmusik und Entertainerin „Marktfrau Regine“. Für die Kleinen allerhand Spielmöglichkeiten, etwa auf einer Hüpfburg. Die Kameraden hoffen auf viele Gäste, die mit ihnen auf 90 Jahre Feuerwehr in Hohenwerbig anstoßen und den Höhepunkt, einen Festumzug um 13 Uhr mit Wehren und alten Fahrzeugen aus der Region durch das ganze Dorf, bestaunen.

Von Christin Iffert

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