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Potsdam-Mittelmark Feuerwehr steht vor doppelt so vielen Aufgaben
Lokales Potsdam-Mittelmark Feuerwehr steht vor doppelt so vielen Aufgaben
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00:30 10.03.2018
Die Hilfe der Bad Belziger Feuerwehr ist gefragter als in den Jahren zu vor: 223 Einsätze weist die Statistik 2017 aus, 72 mehr als 2016. Quelle: Christiane Sommer
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Bad Belzig

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Belzig wird tatsächlich nicht der Kaffee kalt. Die Wehr musste im vergangenen Jahr so oft ausrücken wie nie zuvor. 223 Einsätze weist die Statistik aus, die der stellvertretende Stadtwehrführer Torsten Gensicke jetzt in der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt hat. Das sind 72 Einsätze mehr als 2016, was einer Steigerung von etwa 50 Prozent entspricht.

Einen großen Anteil daran hatten die Herbststürme im Oktober. Infolge von „Xavier“ mussten die Kameraden 53 Mal ausrücken, um umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen. „Herwart“ wiederum führte zu 17 Alarmarierungen. 2017 wurden 177 Einsätze zur technischen Hilfeleistung erfasst.

Aufgaben und Ansprüche wachsen immer mehr

Neben drei Übungseinsätzen und drei Fehlalarmierungen sind weiterhin 40 Brandeinsätze gelistet. „Der klassische Gegner, das Feuer, ist heute nicht mehr der einzige Gegner. Die Aufgaben und Ansprüche wachsen immer mehr. Aus der klassischen Feuerwehr wird zunehmend eine Universalwehr“, sagt Gensicke über das Einsatzgeschehen im vergangenen Jahr.

Die 330 aktiven Mitglieder der Feuerwehren in der Stadt und den 13 Ortsteilen stehen damit immer wieder vor neuen Herausforderungen. Unter ihnen sind 47 Kameradinnen, die mit dem Pieper in der Tasche Dienst tun.

Einzig in Borne keine Wehr mehr

171 Mal wurde die Ortswehr Bad Belzig alarmiert.

Die Ortswehren Dippmannsdorf (40) und Lütte (27) sind wichtigste Stütze geworden.

Werbig (18), Ragösen (17), Kuhlowitz (12), Hagelberg (10), Fredersdorf (8), Schwanebeck (8), Bergholz (7), Neschholz (7), Groß Briesen (5), Lüsse (5) und Lübnitz (3) folgen mit Abstand.

Wer von der Leitstelle alarmiert wird, hängt jeweils vom Ereignisort und der technischen Ausrüstung der Feuerwehren ab.

Borne ist der einzige Ortsteil der Stadt, in dem keine Feuerwehr mehr existiert.

35 Menschen konnten durch die Feuerwehrleute im vorigen Jahr aus Notlagen befreit werden. „Leider konnten vier Personen nur noch tot geborgen werden“, sagt Gensicke. Der 50-Jährige weist in diesem Zusammenhang auf die enorme physische und psychische Belastung der Feuerwehrleute hin.

Der Qualifizierung der Kameraden kommt deshalb besondere Bedeutung zu. Gensicke: „Brand- und Katastropheneinsätze sind kein Freizeitspaß, sondern Schwerstarbeit.“ Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, braucht es Spezialisten. „Einer kann längst nicht mehr alles wissen.“

Bei der Feier zum 140-jährigen Bestehen der Wehr auf dem Bad Belziger Turnplatz haben die Kameraden einen Grill-Unfall simuliert. Quelle: Christiane Sommer

Deshalb haben 16 Kameraden Fortbildungen in der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt absolviert. Hinzu kamen Schulungen vor Ort, wie die monatliche Gefahrgutausbildung, sowie im Feuerwehrtechnischen Zentrum des Landkreises in Beelitz. Dort haben zehn Kameraden die Brandhaus-Ausbildung und weitere 68 die Atemschutz-Übungsstrecke durchlaufen.

Lobend erwähnte Torsten Gensicke das Engagement der Ortsfeuerwehr Hagelberg. Sie nimmt an den Ausbildungen der Ortsfeuerwehr Bad Belzig teil. Ferner den aus der Taufe gehobenen Ausbildungsverbund der Ortsfeuerwehren Lütte, Fredersdorf und Neschholz, die in den Wintermonaten gemeinsam die Ausbildungen absolvieren.

Nachwuchs soll dauerhaft für Ehrenamt gewonnen werden

Mit Blick in die Zukunft ruhen die Hoffnungen der Kameraden in allen Orten auf 137 Mädchen und Jungen, die in Nachwuchs-Abteilungen betreut werden. „Sie sind mit Feuereifer dabei“, lobt Gensicke, der seit 2004 den Posten des stellvertretenden Stadtwehrführers bekleidet. Den Nachwuchs dauerhaft für das ehrenamtliche Engagement in der Feuerwehr zu gewinnen, ist erklärtes Ziel.

Mit der guten Nachricht, dass die Dippmannsdorfer Kameraden nach zwei Jahren Wartezeit dieser Tage ihr ausgemustertes Löschfahrzeug ersetzt bekommen, schloss der 50-Jährige seine Ausführungen.

An der Spitze der Bad Belziger Stadtwehrführung stehen gemeinsam mit Olaf Beelitz die zwei Stellvertreter Torsten Gensicke und Daniel Habedank aus Dippmannsdorf. Veränderungen in den Ortswehrführungen stehen im Verlauf des Jahres in Dippmannsdorf, Lütte und Lübnitz an.

Von Christiane Sommer

Sybille Hofmann betreut Schützlinge in einer Behindertenwerkstatt, strickt Socken für den Nuthetaler Nachwuchs und ist Herrin über 15 Bienenvölker. Die Frau aus Nuthetal ist pädagogische Leiterin der Wünsdorfer Werkstätten für behinderte Menschen – offen und direkt.

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