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Potsdam-Mittelmark Feuerwehrchef überlegt, ob er im Amt bleibt
Lokales Potsdam-Mittelmark Feuerwehrchef überlegt, ob er im Amt bleibt
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12:10 17.12.2017
Amtswehrführer Tinos Bastian gratuliert Nick Gollmer zu 20 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Dahnsdorf Quelle: René Gaffron
Niemegk

Die Zukunft an der Spitze der freiwilligen Feuerwehren des Amtes Niemegk ist ungewiss. Dabei haben die Kameraden die Dienstversammlung am Freitagabend genutzt, um Tino Bastian mit Präsenten, Gesten und Worten vom Verbleib auf dem Chefposten zu überzeugen. Seit fünfeinhalb Jahren füllt er ihn aus. Eine Bestätigung für weitere sechs Jahre wäre allem Anschein nach nur Formsache.

„Doch ich muss erst mit meinem neuen Arbeitegeber klären, ob und wie Beruf und Ehrenamt zu vereinbaren sind“, sagt der Amtsinhaber. Er wechselt zum 1. Januar von einem Niemegker Unternehmen in den Dienst der Polizeiinspektion Potsdam, wird also nicht immer vor Ort sein können.

Die Niemegker Feuerwehr löscht auf der A 9 ein Auto Quelle: Feuerwehr Niemegk

Dabei kann die Verwaltung gerade aktuell auf seinen Sachverstand kaum verzichten, wie Thomas Hemmerling berichtet hat. Nach dem Wegzug von Andy Zobel gibt es bereits eine amtliche Lücke. „Doch wollen wir beim Erhalt der Ortsfeuerwehren und der Umsetzung des Gefahrenabwehrbedarfsplanes keine Kompromisse machen“, sagte der Amtsdirektor trotz der angespannten finanziellen Lage der Kommunen. Steter Austausch von Fahrzeugen und Modernisierung von Ausrüstung gehören dazu, aber auch die Aus- und Fortbildung. Den Lehrkräften soll nächstes Jahr erstmals eine Entschädigung gezahlt werden, damit die Arbeit möglichst auf ein paar mehr Schultern verteilt werden kann.

Beförderungen und Auszeichnungen

Eine Reihe Beförderungen sowie Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft bei den Blauröcken nahmen folgerichtig breiten Raum der Zusammenkunft im Gerätehaus ein. Amtsausschusschefin Karin Commichau dankte namens der ehrenamtlichen Bürgermeister den Freiwilligen und deren Familien für ihr Engagement.

Zuvor hatte Tino Bastian das zu Ende gehende Jahr bilanziert, das für die 331 Aktiven sehr ereignisreich war. Das meint vor allem die 108 Einsätze. 15mal ging es zur Brandbekämpfung, 72mal zu technischen Hilfeleistungen - 39mal nach Unfälle auf der Autobahn. Vor allem dort besteht Gefahr für die Retter selbst, wie das Unglück mit zwei getöteten Feuerwehrleuten aus Lehnin auf der A 2 im September gezeigt hat.

Dass trotz vieler Willensbekundungen danach der erhoffte Autobahngipfel mit Autobahnpolizei und -meisterei sowie Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark nicht zustande gekommen ist, dürfte ein Moment sein, der den Amtswehrführer zögern lässt, für seine Leute erneut in Verantwortung zu gehen.

Von René Gaffron

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