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Masterplan für den Schutz der Bürger

Beelitz Masterplan für den Schutz der Bürger

Einen neuen Gefahrenabwehrplan für Beelitz und seine Ortsteile erarbeiten derzeit der Fichtenwalder Ortswehrführer Sebastian Klamt und der promovierte Agrarwissenschaftler Matthis Kayser.

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Zu den besonderen Einsatzbedingungen für die Freiwillige Feuerwehr Beelitz gehören auch 30 Kilometer Autobahn, für die die Wehr verantwortlich ist.

Quelle: Feuerwehr

Beelitz. Einen neuen Gefahrenabwehrplan für Beelitz und seine Ortsteile erarbeiten derzeit der Fichtenwalder Ortswehrführer Sebastian Klamt und der promovierte Agrarwissenschaftler Matthis Kayser. Er ist stellvertretender Ortswehrführer der Löschgruppe Reesdorf/Schäpe. Klamt arbeitet hauptberuflich in der Einsatzleitstelle in Brandenburg an der Havel. „Der bisherige Plan wurde nach der Jahrtausendwende aufgestellt und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen“, begründet Klamt die Notwendigkeit des neuen Konzeptes.

Der Gefahrenabwehrplan weist die Einwohnerdichte und die Bebauungsstruktur der Beelitzer Region aus und auf Besonderheiten hin, aus denen sich ein Gefährdungspotenzial ergeben kann. Besonderheiten für Beelitz sind zum Beispiel ein Produktionsbetrieb im Stadtzentrum, eine Fettschmelze in Elsholz, ein Ortsteil mitten im Wald, zwei Eisenbahnstrecken und 30 Kilometer Autobahn, so Klamt.

„Wir wollen aus unseren Erfahrungen und Beobachtungen heraus an die Erarbeitung des Gefahrenabwehrplanes herangehen. Wir haben 731 Einsatzdaten aus drei Jahren von der Alarmierung bis zum Eintreffen der Feuerwehr analysiert.“ Eine große Hilfe für Klamt und Kayser ist dabei eine Studie des Entwicklungszentrums der Friedrich Porsche AG in Weissach von 1978 zu den Einsatzfristen der Feuerwehr. Darin werden Qualitätskriterien ins Verhältnis zu physischen Kriterien gestellt, um den Schutzbedarf zu ermitteln.

Zu den Qualitätskriterien gehören die Hilfsfrist beim Ausrücken der Wehr, die Stärke der Einsatzkräfte vor Ort sowie der Erreichungsgrad des Einsatzortes für die Wehr. Die physischen Kriterien sind die zeitliche Spanne der Erträglichkeit für die Opfer nach Ausbruch eines Brandes und die Frist einer erfolgversprechenden Reanimation von Brandopfern.

Nach diesen Vorgaben müssen die Kommunalpolitiker abwägen, wie viel sie in den Schutz ihrer Bürger investieren wollen. Klamt und Kayser hoffen, dass ihre Empfehlungen überzeugen und der Plan vor der Sommerpause beschlossen wird.

Von Heinz Helwig

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