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Fiat 500 hatten den Hohen Fläming als Ziel

Markentreffen der „Knutschkugeln“ Fiat 500 hatten den Hohen Fläming als Ziel

Der Südwestzipfel des Hohen Flämings war am Wochenende das Mekka der „Knutschkugeln“. So wird der kleine Fiat 500 genannt. Rund 30 Fahrzeughalter waren nach Klein Marzehns gekommen, um auf dem Vierseithof von Mathias Duesterberg zu fachsimpeln und zu entspannen. Außerdem gab es eine Ausfahrt, bei der es hoch hinaus ging.

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Jugend ist begeistert von dem Oldtimer: Paul Duesterberg im Fiat-500-Cabrio.

Quelle: Andreas Koska

Klein Marzehns. Der Südwestzipfel des Hohen Flämings war am Wochenende das Mekka der „Knutschkugeln“. So wird der kleine Fiat 500 genannt. Rund 30 Fahrzeughalter aus ganz Deutschland waren nach Klein Marzehns gekommen, um auf dem Vierseithof von Mathias Duesterberg zu fachsimpeln und es sich gut gehen zu lassen.

Auffällig, dass die meisten aus dem Westen gekommen sind. „Hier ist ein zentraler Anlaufpunkt für Fiat 500 und Steyr Puch - Freunde“, erklärt Georg Hummel den Grund. Der 67-jährige Badener ist eingefleischter Freund des kleinen Italieners, gab bis vor kurzem eine eigene Zeitschrift heraus. Schon im Jahr 1967 besaß er den ersten Steyr Puch. „Das Fahrzeug sieht aus wie der Fiat, hat aber eine ganz andere Technik unter der Motorhaube, damit wurden Rallye-Europameisterschaften und die Rallye Monte Carlo gewonnen“, erzählt der Fachmann.

Gastgeber war erfolgreicher Rennfahrer

Auch Gastgeber Duesterberg war ein erfolgreicher Rennfahrer. Die Pokale sind in der Scheune zu besichtigen. Wo früher das Heu und Stroh gelagert wurden, stapeln sich jetzt die Ersatzteile, weitere Fahrzeuge warten auf Restaurierung.Der Kfz-Meister ist vor 13 Jahren aus Berlin herausgezogen. „Wir wollten aus der Stadt raus, deshalb fuhren wir durch die Dörfer“, so der heute 65-jährige. Als hilfreich hat es sich erwiesen, an Altglascontainern zu halten und mit den Menschen zu reden, lautet die Erfahrung.

Fans der „Knutschkugel“, wie  Benjamin Czarnowski, pilgerten nach Klein Marzehns

Fans der „Knutschkugel“, wie Benjamin Czarnowski, pilgerten nach Klein Marzehns.

Quelle: Andreas Koska

So auch in Klein Marzehns. Das Hobby des Tüftlers ist schon vom Weiten zu erkennen. In die Scheunenwand ist ein Fiat 500 eingemauert. Die eine Hälfte ragt zur Straße heraus, die andere ins Innere, von wo aus, das Fahrzeug immer noch betreten werden kann. Im Garten steht ein weiteres „Schmuckstück“. „Meine Enkelkinder haben es gestern bemalt“, erzählt er.

Knutschen geht darin auch

Auf dem Hof hat er fünf weitere „Panini radente“ postiert. „Brötchen“, wie es übersetzt heißt werden die Autos in ihrer Heimat genannt und so heißt auch der Berliner Klub, der das Treffen federführend organisiert. Von Donnerstag bis Sonntag konnte man dessen Schätze bewundern. „Weshalb die Spitznamen so sind, ist nicht ganz geklärt. Aber das Auto ist eben schön rund und knuffig, sagt Benjamin Czarnowski. „Und Knutschen geht darin auch“, ergänzt der Organisationschef.

Ausfahrt zur Burg Rabenstein

Zu den Höhepunkten zählt die Ausfahrt am Samstag. Diesmal ging es durch die Dörfer zur Burg Rabenstein hinauf. Für Georg Hummel ist es pure Erholung. „Der Fläming ist toll, die genieße die Weite der Landschaft, die Luft riecht frischer, dagegen ist der Schwarzwald düster, eng und unsere Landschaft zersiedelt“, begeistert sich der Altmeister. Gestern nach dem Frühstück rollten die „Knutschkugeln“ trotzdem planmäßig heimwärts.

Von Andreas Koska

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