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Filmprojekt zeigt Treuenbrietzener Gedenken

Erinnerung an Kriegstote dreier Nationen Filmprojekt zeigt Treuenbrietzener Gedenken

Die Erinnerung an Kriegsopfer dreier Nationen wird in Treuenbrietzen alljährlich Ende April gepflegt. Der schwierige Weg zum gemeinsamen Gedenken und die ihm zugrunde liegenden Ereignisse von 1945 sind nun auch Inhalt eines Filmprojektes. Zur Ehrung am Sonntag hat es im Treuenbrietzener Kino Premiere.

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Aktives Gedenken: Antonio Ceseri (92) – hier 2015 mit Italiens Botschafter Pietro Benassi (li.) – kehrt regelmäßig nach Nichel zurück, wo er im April 1945 ein Massaker überlebte.

Quelle: Thomas Wachs

Treuenbrietzen. Internationale Gäste werden am Sonntag in Treuenbrietzen und Umgebung traditionell der Kriegstoten dreier Nationen gedenken. Die Treuenbrietzener Gastgeber erwarten Bürger und Botschaftsvertreter Italiens sowie eine Abordnung der Russischen Botschaft in Berlin. Das Zeremoniell begann 1999 und findet seit 2005 auch unter Beteiligung Russlands statt.

Anlass sind Ereignisse in den letzten Kriegstagen im April 1945, bei denen in Treuenbrietzen und Umgebung italienische Militärinternierte, russische Soldaten und Hunderte deutsche Zivilisten ihr Leben ließen.

Massaker im märkischen Sand

Der Erschießung von 127 Italienern bei Nichel, der Weg zur Treuenbrietzener Gedenkveranstaltung sowie die daraus inzwischen erwachsene Städtepartnerschaft sind nun auch Thema eines deutsch-italienischen Filmprojektes mit dem Titel „Im märkischen Sand“. Drei Filmemacher haben diese Internet-Dokumentation nach Gesprächen mit Italienern und Deutschen erstellt. Am Beispiel Treuenbrietzens gehen sie darin dem Schicksal der insgesamt rund 50 000 italienischen Militärinternierten nach und beschreiben den Weg zur heutigen Gedenkkultur. Ab Sonnabend ist die Dokumentation im Internet zu sehen unter der Adresse www.imidoc.net.

Für ihre Internet-Dokumentation zum Schicksal italienischer Militärinternierter begleiteten drei Filmemacher auch das Treuenbrietzener  Gedenke

Für ihre Internet-Dokumentation zum Schicksal italienischer Militärinternierter begleiteten drei Filmemacher auch das Treuenbrietzener Gedenken mit ihren Kameras.

Quelle: Thomas Wachs

Premiere hat das Filmprojekt am 23. April, 14 Uhr, im Kino „Arsenal“ am Potsdamer Platz in Berlin und wird am Sonntagnachmittag im Rahmen des Gedenktages zudem in den Treuenbrietzener Kammerspielen gezeigt. Als Ehrengast wird Antonio Ceseri (92) erwartet. Der Italiener ist der letzte Überlebende und Zeitzeuge des Massakers von Nichel.

Sonntag gemeinsames Gedenken

Treffpunkt zum gemeinsamen Gedenken ist am Sonntag um 11 Uhr am Rathaus in Treuenbrietzen. Circa 11.15 Uhr erfolgt die Andacht an der Kiesgrube bei Nichel. Gegen 12 Uhr ist das Gedenken am Triftfriedhof in Treuenbrietzen und circa 12.45 Uhr am Ehrenhain in der Jüterboger Straße geplant. Anschließend Empfang des Bürgermeisters Michael Knape im Bürgerhaus und 15 Uhr Filmvorführung im Kino „Kammerspiele“.

Von Thomas Wachs

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