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Potsdam-Mittelmark Finanzierung für Titanen-Tour auf der Kippe
Lokales Potsdam-Mittelmark Finanzierung für Titanen-Tour auf der Kippe
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20:00 28.02.2018
Sechs bis acht solcher Planwagen sollen sich mit auf den Weg nach Russland machen. Quelle: Josephine Mühln
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Brück

In der Theorie ist für die nächste Tour der Titanen nach Weliki Nowgorod in Russland alles nahezu geklärt. Ob der Track jedoch wirklich wie geplant im Juli von Brück aus starten kann, steht aktuell noch auf der Kippe.

„Wir sind zwar mit unserer Idee überall auf offene Türen gestoßen, aber was wir noch nicht im Griff haben, ist die Finanzierung“, lautet die Aussage der Organisatoren auf der jüngsten Pressekonferenz des Kaltblut Zucht- und Sportvereins.

Die Planung für die Tour läuft bereits seit über einem Jahr. Im Januar 2017 hatte das Team mit seiner Idee bei der Russischen Botschaft in Berlin vorgesprochen. Neun Jahre nach der ersten Titanen-Tour, die vom belgischen Brügge aus in den Hohen Fläming geführt hat, soll die ehemalige Handelsroute – der Hellweg – weiter in Richtung Osten abgefahren werden.

Bisher sind nur etwa 100.000 Euro Budget sicher

„Die Planung ist perfekt und die Unterstützung gigantisch – auch von politischer Seite“, sagt Detlev Seeliger, Geschäftsführer der in Borkheide ansässigen Mapco Autotechnik und Titanen-Unterstützer der ersten Stunde. „Trotzdem bin ich mir nicht sicher, dass wir es schaffen.“

Die Tour von Brügge nach Brück habe damals ein Budget von 500 000 Euro verschlungen – und der Verein habe am Ende noch draufzahlen müssen. „Jetzt benötigen wir mindestens genauso viel, eher noch mehr“, gibt Seeliger zu bedenken.

Ein Finanzierungsbaustein ist die Spendenaktion „Kleinvieh macht auch Mist“ der Kirchengemeinde Brück über das „Zusammen Gutes tun“-Portal der Evangelischen Bank. Das Spendenziel liegt bei 20 000 Euro, gesammelt wird noch bis zum 13. März. Aktuell hat das Projekt 128 Unterstützer, die zusammen bereits über 12 400 Euro gespendet haben.

„Außerdem haben wir noch zwei Zusagen, mit denen wir zusätzlich etwa 60 000 bis 80 000 Euro zusammenkriegen“, berichtet Seeliger. „Ich hoffe, dass wir es hinkriegen, aber ich persönlich bin sehr skeptisch.“ Auch öffentliche Gelder solle es nach seiner Aussage geben, das sei aber noch nicht sicher.

In 80 Tagen nach Russland

Bei der diesjährigen Tour muss der Treck etwa 2300 Kilometer zurücklegen – geplant sind vier große Abschnitte.

Nach jedem Abschnitt kann die Besatzung gewechselt werden, alle acht bis zehn Tage soll zudem ein Rasttag eingelegt werden.

Inklusive aller Rast- und Reservetage würde die Tour etwa 80 Tage dauern. Das Ende ist nach jetzigem Stand für den 5. Oktober geplant.

Die Spendenaktion der Kirchengemeinde Brück ist zu finden unter: www.zusammen-gutes-tun.de/titanen-on-tour-europa2018

Wer die Titanen als Sponsor unterstützen möchte, mehr über die Tour erfahren oder sich als Mitfahrer bewerben will, kann sich bei Vereinssprecherin Katharina Lindner unter 033844/51 91 95 melden.

Burkhard Haseloff hat während des Pressetermins zudem deutlich gemacht, dass das Team kein Risiko eingehen wolle. „Wir werden nicht mit einer Deckungslücke von 200 000 oder 300 000 Euro losfahren“, so der Vereinschef.

„Denn da könnten wir uns ganz schön die Flügel verbrennen.“ Plan B könne stattdessen sein, nur bis in Lettlands Hauptstadt Riga zu fahren, wo im September „100 Jahre Baltikum“ gefeiert wird.

„Das soll keine Ohnmachtserklärung sein“, betonen die Organisatoren. „Nur wenn wir das Geld nicht zusammen bekommen, dann haben wir auch so viel Mut, das Ganze abzusagen – aber das ist heute noch nicht der Fall.“ Die Tour werde dann aber lediglich verschoben.

Vereinschef Thomas Haseloff, Brücks Pfarrer Helmut Kautz und Bäcker Karl-Dieter Plentz (von links) mit dem Friedensbrot. Quelle: Michaela Weiß

Dass es prinzipiell nicht an motivierten Unterstützern für das Abenteuer Nowgorod mangelt, ist auch während der Pressekonferenz wieder deutlich geworden. So war ein Paar aus der Altmark eigens nach Brück gekommen, welches auf der Grünen Woche auf das Projekt aufmerksam geworden ist.

„Wir sind sehr beeindruckt und werden die Sache unterstützen“, haben beide versprochen – und ihre Aussage sogleich mit einem Beitrag für den Spendentopf untermauert. Auch Bäckermeister Karl-Dieter Plentz aus Schwante (Oberhavel) will mit seinem Planwagen und Friedensbroten mit nach Russland fahren.

„Brot und Salz, das bedeutet: Wir kommen in Freundschaft und wollen mit euch teilen“, sagt er.

Von Josephine Mühln

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