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Potsdam-Mittelmark Fit in den Frühling mit Gemüse aus der Region
Lokales Potsdam-Mittelmark Fit in den Frühling mit Gemüse aus der Region
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00:17 27.03.2017
Andrea Feinbier vom Lübnitzer Hofladen legt Wert auf die regionale Herkunft des Obst- und Gemüsesortiments im Laden. Quelle: Josephine Mühln
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Lübnitz

Möhren, Feldsalat, Vogelmiere und Löwenzahn in den Mixer gepackt, einmal auf höchster Stufe ordentlich Umdrehungen erzeugen und schon ist ein gesunder Fläming-Frühlings-Smoothie – also ein dickflüssiger, mit Vitaminen gespickter Gemüsesaft – entstanden. Wer Obst lieber mag: Das Ganze funktioniert auch mit frischen Früchten oder als Obst-Gemüse-Mix und gibt Energie, um gegen die langsam aufkommende Frühjahrsmüdigkeit anzukämpfen.

Andrea Feinbier ist allerdings keine Smoothie-Freundin. Sie mag das Gemüse lieber so, wie es ist, sagt die Chefin des Lübnitzer Hofladens, der sich auf Bio-Produkte spezialisiert hat. Um sich fit und gesund zu halten, versucht sie regelmäßig zum Fitnesstraining zu gehen – Ausdauer und Kraft. „Zweimal pro Woche ist mein Ziel.“

Absolute Extravanganzen erfüllt das Team nicht

Salate, Fenchel, Karotten, Gurken – nahezu alles, was auf dem Acker wächst, wird von der solidarischen Landwirtschaft des Vereins Land-Gut Lübnitz selbst angebaut, sagt Feinbier. „Die momentane Ernte geht an die Mitglieder der Gemeinschaft, die Waren für den Laden werden zugekauft.“ Dabei legt sie großen Wert auf Regionalität, sagt Andrea Feinbier. Der Großteil kommt aus Brandenburg. „Aber Zucchini gehen nicht regional, trotzdem ist die Nachfrage da.“

Also versuchen Feinbier und ihr Team bis zu einer gewissen Grenze auf Kundenwünsche einzugehen. „Aber absolute Extravaganzen machen wir nicht. Erdbeeren im Winter zum Beispiel oder Orangen im Sommer finde ich daneben“, sagt sie. „Und wir setzten auch bei Avocados aus, wenn sie nicht aus Spanien, sondern aus Peru kommen.“ Der Mittelweg sei das Ziel. Feinbier selbst ist Fan des eigenen Gemüsesortiments und von gutem Käse. „In Bio-Qualität ist der Käse einfach noch mal sehr viel leckerer – das gilt eigentlich für alle Milchprodukte.“

Der Lübnitzer Hofladen hat im vergangenen Jahr seinen zehnten Geburtstag gefeiert. Damals, zur Eröffnung, hat die Chefin nicht daran geglaubt, dass ein Bio-Laden in einem so kleinen Dorf laufen kann. Und was glaubt sie jetzt, warum es trotzdem funktioniert hat? „Weil wir konsequent drangeblieben sind und ganz normale Öffnungszeiten durchgezogen haben, so dass niemand mal zufällig vor verschlossener Tür gestanden hat.“

Einer der besten Bio-Läden Deutschlands

Das Durchhaltevermögen hat sich ausgezahlt: Der Hofladen ist kürzlich als einer der besten Bio-Läden Deutschlands ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde dem Team auf Basis sehr guter Kundenbewertungen verliehen. Einziger Kritikpunkt: zu wenig Platz.

Die Einkäufer – und auch Andrea Feinbier – würden sich wünschen, dass der Laden größer wird. Dann könnte nicht nur das Sortiment weiter ausgebaut werden, sondern auch die Kombination aus Laden und Bistro käme besser zur Geltung. „Das beschäftigt mich selbst seit Jahren“, sagt die Chefin. „Aber bisher bin ich noch zu keiner Lösung gekommen.“

Von Josephine Mühln

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