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Fläming-Buddhisten stellen sich vor

Informationswochenende Fläming-Buddhisten stellen sich vor

Buddhismus für den Alltag stand im Mittelpunkt eines Vortragswochenendes, zu dem die Fläming-Gruppe der Karma-Kagyü-Linie eingeladen hatte. Sie präsentierte ihre Religion auf der Burg Eisenhardt in Bad Belzig sowie im ungebauten Domizil in Dangelsdorf bei Görzke.

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Nadja Wyler referierte auf Burg Eisenhardt in Bad Belzig über Buddhismus für den Alltag.

Quelle: Dirk Fröhlich

Görzke. In der Woche wurde noch tapeziert und gemalert, die Gompa, wie der Meditationsraum der Buddhisten heißt, ist aus dem oberen Stockwerk des Buddhistischen Zentrums Fläming im Görzker Ortsteil Dangelsdorf ins Erdgeschoss umgezogen. „Es fühlt sich schon jetzt gut an“, sagt Ines Schönefeldt lächelnd. Sie leitet die Fläming-Gruppe der Karma-Kagyü-Linie.

Die Fläming-Gruppe hat vier feste und vier sporadische Mitglieder. Einer davon ist Rollstuhlfahrer. Ihm soll mit dem Umbau ermöglicht werden, weiter an den Meditationen teilzunehmen. Die Buddhisten im Fläming führen die alte asiatische Tradition des Laienbuddhismus weiter. Diese sehr verbreitete Form sieht den Buddhismus als Ergänzung und Bereicherung des alltäglichen Berufs- und Privatlebens an.

Mit einem Vortragswochenende stellten die Buddhisten sich ab Freitag auch interessierten Besuchern vor. „Dafür gehen wir traditionell raus, sozusagen auf neutralen Boden, um den einen oder anderem die Schwellenangst zu nehmen“, erklärt Ines Schönefeldt. Auf der Burg in Bad Belzig sollte eigentlich Martin Borsum darüber sprechen, wie „Buddhismus unser Leben verbessert“. Doch erkrankte der Referent und Nadja Wyler aus Berlin sprang ein. Im Kleinen Festsaal der Burg Eisenhardt ging es deshalb nicht um Ursache und Wirkung sondern um den Buddhismus an sich. Acht Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, um die Religion kennenzulernen und sich damit auseinanderzusetzen.

Ursprünglicher Referent erkrankte

„Für Bad Belzig ist dies ein guter Zuspruch“, sagt Ines Schönefeldt. Nadja Wyler ist ebenso wie Martin Borsum, Schülerin von Lama Ole Nydahl. Sie ging in ihren Vortrag auf Fragen ein, die sich viele Menschen bei der Annäherung an die buddhistische Philosophie stellen. Wie passt eine fernöstliche Religion in unsere westliche Welt? Wie lassen sich buddhistische Werte und Meditationspraxis mit den Anforderungen unserer Hochleistungsgesellschaft vereinbaren? Ist es möglich, ernsthaft Buddhismus zu praktizieren und dennoch mit beiden Füßen im Leben zu stehen? Wie man sich heute, in unserer Kultur, durch die Lehre Buddhas entwickeln kann, das erläuterte Wyler in frischer und zeitgemäßer Weise. „Es war ein runder Vortrag“, schätzt Schönefeldt ein.

Seit nunmehr fünf Jahren geht sie mit ihrer Gruppe aus dem eigenen Gompa heraus, um dann auch wieder nach Dangelsdorf einzuladen. Denn auch die Meditationen am Samstag und Sonntag sind immer öffentlich. Neben Führungen durch das umgestaltete Haus wurde meditiert. „Wir gehen dabei immer auf die Besucher ein, wenn jemand noch keine Berührung mit dem Buddhismus hatte, gibt es eine individuelle Einführung“, erläutert Ines Schönefeldt. Die Buddhistin lädt alle Neugierigen zum Wiederkommen nach dem Wochenende ein. Die Gruppe in Dangelsdorf bei Görzke gibt es seit acht Jahren. Die Karma-Kagyü-Linie ist eine der vier großen Schulen des Tibetischen Buddhismus.

„Das Oberhaupt unserer Linie ist Thaye Dorje, Seine Heiligkeit der 17. Gyalwa Karmapa“, erklärt Schönefeldt. Ole Nydahl war der erste westliche Schüler des 16. Karampa und hat inzwischen weltweit mehr als 600 Zentren gegründet, darunter auch das in Görzke. Das Fläming-Zentrum ist mit allen ostdeutschen Buddha-Zentren zwischen Görlitz, Berlin und Rostock vernetzt. Insgesamt gibt es zwölf davon. Wer es an diesem Wochenende nicht geschafft hat, die Vortragsreihe der Buddhisten zu besuchen, hat jeden Donnerstag die Chance, an einer Meditation teilzunehmen.

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Von Andreas Koska

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