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Potsdam-Mittelmark Fläming-Gärtner laden in ihre grünen Oasen
Lokales Potsdam-Mittelmark Fläming-Gärtner laden in ihre grünen Oasen
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00:17 01.06.2016
Christoph Grund öffnete in Bad Belzig seinen Etagengarten. Quelle: Tobias Potratz
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Bad Belzig

Samstagmorgen, kurz nach elf. Die Sonne lockt brummende Insekten auf die Wiesen. Raupen krauchen hervor. Rotschwänzchen suchen ihre Nahrung. Das alles beobachtet Christoph Grund zu gern in seinem Garten. Auf mehr als 1600 Quadratmetern erstreckt sich sein grünes Domizil am südlichen Stadtrand von Bad Belzig. Allerdings geht der Blick hier weniger auf eine weite Fläche, sondern steil in die Höhe. „Wir haben hier vom Eingangstor bis zum hinteren Zaun einen Höhenunterschied von etwa elf, zwölf Metern“, sagt Grund und deutet auf die vier Etagen seines Terrassengartens, die hinter seinem Haus am Fuß der Burg Eisenhardt liegen. Normalerweise würde er sich wohl um diese Zeit an die Gartenarbeit machen oder einfach die Natur im Garten-Strandkorb genießen. An diesem Samstag ist jedoch alles anders.

Zum ersten Mal Gastgeber

Christoph Grund ist zum ersten Mal einer der Gastgeber in der Aktion „Offenen Gärten im Hohen Fläming“. Das Projekt lädt nach mehrjähriger Unterbrechung nun wieder zum zweiten Mal hintereinander Gartenfreunde ein, andere Gärten zu besichtigen. Am liebsten soll dabei im Sonnenschein und mit dampfendem Kaffee vor der Nase gefachsimpelt werden. Das mit der Sonne klappt an diesem Samstag schon mal super und bei Christoph Grund trudeln auch schon früh die ersten Gäste ein. Auf der untersten Ebene seines Gartens ist eine kleine Sitzecke liebevoll eingerichtet. Hier werden Schmalzstullen, Kuchen und Getränke gereicht. Doch die ersten Besucher wollen gar nicht sitzen. Sie fasziniert der Etagen-Garten schon auf den ersten Blick so sehr, dass sie sofort um einen Rundgang bitten.

Ganz nah an der Natur

Diesen Wunsch müssen Christoph Grund und seine Frau Carola an diesem Tag noch mehrfach erfüllen. Beide legen bei der Gestaltung ihres Gartens Wert auf Naturnähe. „Das bedeutet für mich, dass sich die Natur an vielen Stellen einfach entfalten kann“, sagt Grund und führt einige Gäste durch alle Stufen bis auf die höchste Etage seines Gartens. Von dort kann er bis zur Marien-Kirche über die gesamte Innenstadt blicken. Am Hang selbst hat sich ein Meer aus Efeu ausgebreitet und um einige Bäume rankelt wilder Hopfen. „Hier war früher nur Sand auf dem Hühner gescharrt haben“, sagt Grund, der seinen Terrassen-Garten schon seit 1986 bewirtschaftet. Nun kann er ein Reich präsentieren, das wilde Natur und gepflegte Gemütlichkeit vereint. Nebenbei gibt es hier und da auch kreative Überraschungen zu entdecken. So hängt ein knallgelbes Fahrrad am Gartenzaun oder ein umgekippter Milchpott lässt Gänseblümchen auslaufen. „Für die Kunst ist meine Frau zuständig“, sagt Christoph Grund lachend.

Auf Rundtour durch den Fläming

Nach den vielen Eindrücken verabschieden sich die ersten Gartenfreunde wieder. Schließlich gibt es im Umkreis noch zehn weitere „offene Gärten“ zu bestaunen. „Viele Besucher fahren einfach eine Rundtour und besuchen alle Gärten. Allein bei mir waren am ersten Tag über 100 Gäste“, sagt Cheforganisator Christian Höhne. In diesem Jahr habe man den Zeitpunkt weiter in den Frühling gelegt, um auch die etablierten Gärten in einem anderen Zustand zeigen zu können. Für den 24. und 25. September ist die zweite Auflage mit Herbsteindrücken geplant.

Von Tobias Potratz

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