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Potsdam-Mittelmark Fläming-Jäger üben nur selten schießen
Lokales Potsdam-Mittelmark Fläming-Jäger üben nur selten schießen
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11:18 15.03.2016
Wild im Visier. Quelle: michael greulich
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Zu DDR-Zeiten war es eine selbstverständliche Forderung. Die Bundesforst verlangt es bis heute: Wer dort auf die Pirsch gehen will, muss einen Nachweis vorlegen, dass er jährlich an einem jagdlichen Schießen teilgenommen hat. Die wenigsten Hubertusjünger im Hohen Fläming haben jedoch solch ein Dokument in der Tasche.

Mit 34 Teilnehmern zählte das Scheibenschießen 2015 in Niemegk zwar mehr Teilnehmer als in den vergangenen Jahren. Doch waren es damit noch nicht einmal zehn Prozent der Mitglieder des Jagdverbandes Belzig, die sich dem alljährlichen Leistungsvergleich gestellt haben. Immerhin ein Trio konnte auf volle Punktzahl verweisen: Hartmud Ludwig, Michael Niemczik und Jörg Überall. Noch geringer ist der Zuspruch beim Wettbewerb mit der Flinte auf bewegliche Ziele, der alljährlich im Sommer in Bad Belzig ausgetragen wird.

Regelmäßige Prüfung soll kommen

Das hat Lutz Dikall bei der jüngsten Zusammenkunft der Weidmänner kritisiert. Der Vorsitzende macht keinen Hehl daraus, dass er die Einführung einer regelmäßigen Schießprüfung für alle Mitstreiter befürwortet. „Es geht ja nicht um den Leistungsvergleich oder Bestergebnisse.“ Aber einmal im Jahr könne sich seiner Meinung nach jeder der Herausforderung stellen. „Die beste Technologie macht das Handwerk nicht wett“, erklärt Lutz Dikall und empfiehlt die Pflege der einmal erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten.

341 Mitglieder

Der Jagdverband Belzig ist einer von drei Jagdverbänden im Kreis Potsdam-Mittelmark. Die Weidmänner haben die bis 1993 gültige administrative Gliederung beibehalten.

Er hat 341 Mitglieder; die Tendenz ist leicht fallend (2010 waren es 361 Mitglieder). Weniger als fünf Prozent sind Frauen. Schwieriger: ein Viertel ist bereits im Seniorenalter.

Lutz Dikall, Vorsitzender; Heiko Lierka, Stellvertreter und Ralf Kulp, Schatzmeister stellen die Verbandsspitze dar.

Dass die Abschusspläne aktuell nicht erfüllt werden, liegt aber nicht daran, dass die Weidmänner nicht treffen. „ Das Wild hat sich wegen des Wolfes allerorten umgestellt. Wo man früher drei, vier Ansitze brauchte, sind heute acht bis zehn Versuche nötig“, erklärt Lutz Dikall, warum die Vorgaben bei Damwild nur zu 85 Prozent erfüllt wird. Nach dem milden Winter und der guten Futterlage für Wildschweine sollen die Schwarzkittel verstärkt ins Visier genommen werden.

Lutz Dikall vom Kreisjagdverband Bad Belzig. Quelle: René Gaffron

„Es braucht aber die Hilfe der Bauern, wenn Schäden auf ihren Äckern vermieden werden sollen.“ Deshalb sollten die Landwirte gerade in den Maisfeldern einige Schneisen ziehen.

Jäger suchen händeringend Nachwuchs

Zudem fehlt es der Jägerschaft an Nachwuchs. Das Durchschnittsalter liege bei etwa 57 Jahren. Wie Lutz Dikall berichtet, gebe es schon Neulinge, die sich der Hege und Pflege verschrieben hätten. Doch bedingt durch berufliche Laufbahn und familiäre Prioritäten kommen heutzutage die Jäger erst im Alter von 30 oder 40 Jahren dazu, ihrer Leidenschaft zu frönen. „Jugendliche, die an der Seite von Vater und Großvater das Weidwerk schon erlernt haben, sind eher selten“, lautet die Erfahrung.

Was erst recht wenig nachgefragt ist: Mitarbeit im Verband. Doch zur Halbzeit der vierjährigen Amtsperiode des Vorstandes wünscht sich Lutz Dikall, dass sich bei der Neuwahl 2018 eine gewisse Verjüngung vollziehen lässt.

Von René Gaffron

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