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Fläming-Orte sollen gemeinsam Energie sparen

Kommunales Netzwerk in Vorbereitung Fläming-Orte sollen gemeinsam Energie sparen

Die Städte Bad Belzig und Treuenbrietzen, die Ämter Brück und Niemegk sowie die Gemeinde Wiesenburg/Mark sollten ein Energieeffizienznetzwerk bilden. Gemeinsam wird die Realisierung der vom Bund festgelegten ökonomischen und ökologischen Ziele für das Jahr 2050 im Hohen Fläming angestrebt. Die Kur- und Kreisstadt hat schon Vorsprung.

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Netzwerk-Manager Harald Lacher

Quelle: Thomas Wachs

Bad Belzig. Die Städte Bad Belzig und Treuenbrietzen, die Ämter Brück und Niemegk sowie die Gemeinde Wiesenburg/Mark sollten ein Energieeffizienznetzwerk bilden. Das empfiehlt Harald Lacher von der Stadtwerke-GmbH. Anliegen sollte seiner Meinung nach sein, gemeinsam die Realisierung der vom Bund festgelegten ökonomischen und ökologischen Ziele für das Jahr 2050 im Hohen Fläming anzustreben. Er könnte eigenen Angaben zufolge die Kooperation der fünf Kommunen koordinieren und die entsprechenden Geldquellen erschließen. Mit dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt Treuenbrietzen, Andre Hoyer, als Moderator sowie einem noch zu benennenden Fachberater an seiner Seite, sieht der Projektentwickler gute Chancen, in den nächsten drei Jahren zunächst einmal Grundlagenarbeit zu leisten.

Hausbesitzer sind in der Pflicht

Denn nicht nur Hausbesitzer sind seit einiger Zeit verpflichtet, Energieausweise für die Gebäude anfertigen zu lassen. Auch Betriebe und Einrichtungen müssen zunehmend ihre Bilanz untersuchen und Verbesserung anstreben. „Jede Schule, jedes Rathaus muss in nächster Zeit unter die Lupe genommen werden“, sagt Harald Lacher. „Gerade im öffentlichen Sektor, der eine Vorbildfunktion hat, ist die Verantwortung groß.“ Sowohl für die vorbereitenden Untersuchungen als auch für daraus abgeleitete Maßnahmen sei es seiner Einschätzung nach dienlich, miteinander zu arbeiten.

Es geht um 360000 Euro

Das für Erneuerbare Energien zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stellt anfangs 20 000 Euro bereit, wenn eine Kommune selbst 12 800 Euro einbringt.

Im zweiten und dritten Jahr werden die Kosten je zur Hälfte getragen. 10 000 Euro Förderung bedingen vor Ort einen Betrag in gleicher Höhe.

Schöpfen alle fünf Flämingkommunen den Förderrahmen aus, könnten 360 000 Euro bis Ende 2017 für das Energieeffizienzzentrum eingesetzt werden.

Allerdings sind die Voraussetzungen derzeit noch sehr unterschiedlich. Bad Belzig und Treuenbrietzen haben bereits Energiekonzepte erarbeiten lassen. „Wenn auch mit ziemlich unterschiedlicher Herangehensweise“, wie Harald Lacher berichtet. Wenn die verschiedene Perspektiven genutzt und abgeglichen würden, könne das bei Gesetz- und Geldgebern eher von Vorteil sein. Die Ämter Brück und Niemegk sowie die Gemeinde Wiesenburg/Mark sind ihrerseits über Willensbekundungen noch nicht hinaus gekommen. Also sind die Protagonisten gerade in deren Gremien zu Gast und werben um Mitwirkung. Werden die Beschlüsse noch dieses Jahr planmäßig gefasst und die Bestätigung von der Bundesbehörde liegt vor, könnte das Netzwerk im März nächsten Jahres starten. Je nach Bedarf und Budget sollten die Aufgaben der fünf Kommunen formuliert und erledigt werden. Nicht- oder gering investive Maßnahmen dürften für alle möglich sein.

Bad Belzig hat bereits Erfahrungen

In der Kur- und Kreisstadt sieht er aus Erfahrung schon mehr Betätigungsfelder. Vornweg das Quartierskonzept zur Versorgung des Wohngebietes Klinkengrund mit der Sanierung des Heizwerkes. Oder die Schaffung weiterer Wärme- und Strominseln, wie es jetzt eine in der Karl-Marx-Straße gibt. Der Ausschuss für Bau und Planung, Wirtschaft und Finanzen hat deshalb in seiner jüngsten Beratung ohne lange Kontroversen das Anliegen befürwortet und auf die anstehende Haushaltsplanung verwiesen.

Von René Gaffron

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