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Potsdam-Mittelmark Flämingbad ist sein zweites Zuhause
Lokales Potsdam-Mittelmark Flämingbad ist sein zweites Zuhause
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00:18 16.08.2017
Andreas Gebhardt erledigt vor allem Gartenarbeiten als ehrenamtlicher Helfer im Flämingbad Dietersdorf. Quelle: Christin Iffert
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Dietersdorf

Andreas Gebhardt rollt den Gartenschlauch ein. Seine Arbeit ist für den Tag getan. Schon am nächsten kommt er wieder. Dann holt er den Rasenmäher raus und sorgt dafür, dass der Rasen für die vielen Badegäste im Flämingbad Dietersdorf in Form ist.

Der 49-jährige Familienvater, der in wenigen Wochen nicht nur zum zweiten Mal Großvater wird, sondern auch sein viertes Kind im Arm halten wird, ist nicht der angestellte Hausmeister im Freibad, sondern ehrenamtlicher Helfer.

Während des Sommers erledigt der Treuenbrietzener Arbeiten, die ständig anfallen, die aber nur wenige bewusst wahrnehmen. Sicher könnte er auch mal im Imbiss hinter dem Tresen stehen. Das sei aber nichts für ihn. „Ich bin eher ein Handwerker“, sagt Gebhardt. Vor allem mag er es, strukturiert zu arbeiten. Eine Aufgabe muss abgeschlossen sein, bevor die nächste begonnen wird. Schon vor der Saison half der glückliche Ehemann, Unkraut zu beseitigen, im Imbiss neue Farbe an die Wände zu bringen und den Sprungturm zu entrosten und neu zu streichen.

Meist beginnt die Saison im April

Diese Jobs macht er nun schon jahrelang. Meist beginnt die Saison für ihn im April und endet erst im Herbst. Eine „Schweinearbeit“ sei es Jahr um Jahr, das leere Becken zu schrubben. Das treibt Andreas Gebhardt selbst an kühleren Frühjahrstagen Schweißperlen auf die Stirn. Bei dem Gros der Arbeit helfen noch viele andere Ehrenamtler. Das riesige 50-Meter-Becken auf Vordermann bringen – das würde wohl keiner im Alleingang schaffen. Ohnehin wird der 49-Jährige nicht müde zu betonen, dass es etliche Menschen gibt, die im Freibad mit anpacken. Freilich könnten es noch mehr sein.

Nach der Nachtschicht geht es zum Arbeitseinsatz

Die helfende Hand scheint Andreas Gebhardt im Blut zu stecken. In den Abendstunden fährt er nach Michendorf zu seinen Nachtschichten als Altenpfleger. Ist er zurück, schläft er einige Stunden und fährt nach Dietersdorf. Rasenmähen, Gießen, Fegen – „dabei kann ich Abspannen, es ist ein Ausgleich zur Arbeit“, sagt der Helfer. „Das Freibad ist eigentlich ein zweites Zuhause für mich und meine Familie geworden.“ Frau, Kinder und Enkel begleiten ihn oft. Sie lieben die Ruhe und Abgeschiedenheit.

Andreas Gebhardt verbindet er mit dem Freibad, das heute vom Sportverein Flämingbad betrieben und durch Spenden finanziert wird, viele Erinnerungen. „Früher haben meine Eltern die Kneipe betrieben“, erklärt er. Gut zehn Jahre habe er mit ihnen im Haus am Rande des Bades gewohnt. Er erinnert sich noch gut, wie er schon als Junge in das große Becken sprang. Heute erfrischt er sich in den Pausen. „Klar, da springe ich zwischendurch mal rein“, sagt der Helfer. Baden war Gebhardt auch schon bei 14 Grad.

Von Christin Iffert

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