Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Fläminger Damen halten sich beim Walking fit
Lokales Potsdam-Mittelmark Fläminger Damen halten sich beim Walking fit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:50 13.03.2018
In Ragösen boomt das Nordic-Walking. Sigrid Simberg, Eleonore Gutsche, Marlies Herz und Ilona Lukas (v. l. n. r.) gehören zur Donnerstagstruppe. Quelle: A Koska
Anzeige
Ragösen

Knapp 6000 Kilometer hat Marlies Herz in den Beinen, seit sie vor acht Jahren mit Nordic-Walking begann. Der Besuch einer Veranstaltung im Rahmen der Gesundheitswoche 2010 markierte den Anfang für die Seniorin.

„Denn das Walken will gelernt sein. Es ist mehr als Wandern mit zwei Skistöcken in der Hand“, sagt die 69-Jährige. Nach und nach gesellten sich Nachbarinnen hinzu. Bis zu acht Frauen zählte die Gruppe in der Spitze. „Aber viele Walken inzwischen lieber allein“, so die Erfahrung der pensionierten Lehrerin.

Frauen laden Interessierte ein, teilzunehmen

Inzwischen lädt sie bewusst die Frauen aus Ragösen dazu ein, gemeinsam auf Tour zu gehen. Dienstags, um 9.30 Uhr, sind sie zu viert und alle zwischen 60 und 70 Jahre alt. Am Donnerstagnachmittag, gegen 17 Uhr, sind die jüngeren Starter an der Reihe. „Wir treffen uns, wenn die Frauen von der Arbeit kommen“, berichtet Marlies Herz.

Dann geht es am Bahndamm entlang bis nach Dippmannsdorf, von dort hoch in die Fläminghügel in Richtung Weitzgrund und dann zurück in Richtung Heimatdorf Ragösen. „Es sind jedes Mal sechs bis acht Kilometer und gut eine Stunde Weg“, erklärt Ilona Lukas. Auch sie ist sportlich dabei so oft es geht.

Am Anfang war es ihnen noch peinlich – das ist vorbei

In der Anfangszeit sei es den Damen und einem Herrn peinlich gewesen, mit den Stöckern durchs Dorf zu laufen. Inzwischen stehen sie über dem Gerede der ihnen nachschauenden Nachbarn. „Die Leute wissen, was wir machen und haben sich an uns gewöhnt. Gelacht wird nicht mehr“, erklärt die Leiterin der Truppe.

Sie glaubt, auf diese Weise inzwischen die gesamte Umgebung erlaufen zu haben. Marlies Herz kennt jeden Weg und beinahe jeden Stein zwischen den Dörfern an der Bundesstraße 102 und auf den Fläming-Hügeln.

Sie laufen, um in Form zu bleiben

„Wir laufen, um gesund zu bleiben“, sagt sie zur Motivation der Truppen für den Fitness-Sport. Bei diesem ist in Ragösen nur ein einziger Mann dabei. Die Schönheit ist für die Akteure dabei zweitrangig. „Abnehmen und Winterspeck loswerden steht für uns an zweiter Stelle“, sagt Marlies Herz.

Denn sie weiß, dass Bewegung allein dafür nicht ausreichend ist. „Dann muss man die Ernährung ebenfalls umstellen“, erklärt die leidenschaftliche Walkerin als wichtigen Tipp.

Überall im Fläming walken die Menschen inzwischen

Nordic-Walking hat inzwischen viele Orte im Fläming erobert. Ob in Cammer, Feldheim, Niemegk, Bad Belzig oder Groß Briesen – überall sieht man vor allem Frauen in kleinen Gruppen oder allein durch die Feldflur laufen. In Treuenbrietzen hat die Kommune eigens Walking-Routen ausgewiesen.

Sigrid Simberg gehört zu der Ragösener Gruppe um Marlies Herz. Ihre bunten Stöcke hat sie bei einem Discounter erworben. Sie und ihre Kolleginnen finden, dass diese Ausrüstung für Freizeitsportler völlig ausreichend sei. „Denn man kann das Zubehör für 20 Euro erhalten und ebenso problemlos ein Vielfaches dafür ausgeben“, sagt Marlies Herz.

Nach einem Mittelfußbruch war vorerst Schluss

Die zwei Walking-Termine reichen den rührigen und energiegeladenen Senioren nicht. Darüber hinaus ist sie ebenfalls noch mit ihrem Mann unterwegs.

„Da laufen wir aber keine so weite Strecke, denn nach einem Mittelfußbruch kann mein Mann nicht so weite Entfernungen bewältigen“, sagt Marlies Herz bedauernd. Wenn es nach ihr ginge, würde sie auch da noch mal acht Kilometer weit gehen.

Von Andreas Koska

Der Wasser- und Bodenverband „Plane-Buckau“ mit Sitz in Golzow (Potsdam-Mittelmark) sieht die stabilen Beiträge in Gefahr. Grund sind Gesetzesänderungen, die zu Mehrkosten führen. Das bekommen vor allem Grundeigentümer in Siedlungen zu spüren, während Waldbesitzer entlastet werden. Verbandschef Roland Hoffmann erklärt im MAZ-Interview die Änderungen.

13.03.2018

Für drei Jahre ist der Deutsche Wetterdienst aus Potsdam nach Stahnsdorf gezogen. Dort gibt er Vorhersagen und Warnungen heraus. Wenn der Neubau in Potsdam fertig ist, zieht die Regionalzentrale Potsdam wieder an ihren alten Standort zurück. Die Meteorologen in Stahnsdorf beschäftigen sich allerdings nicht allein mit den Wetterprognosen

14.03.2018

Die offenbar angespannte Personalsituation in der Kindertagesstätte „Am Hesselberg“ in Wiesenburg wird jetzt zum Politikum. Denn sie hat in der jüngsten Ortsbeiratssitzung zu einem intensiven verbalen Schlagabtausch zwischen Bernd Müller als Mitglied der Gemeindevertretung und Bürgermeister Marco Beckendorf (die Linke) gesorgt.

14.03.2018
Anzeige