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Potsdam-Mittelmark Fläminger sammelt DDR-Fotoapparate
Lokales Potsdam-Mittelmark Fläminger sammelt DDR-Fotoapparate
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00:25 23.12.2015
Rolf Müller sammelt Fotoapparate vor allem aus DDR-Produktion. Quelle: Thomas Wachs
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Bad Belzig

Mit einer Praktika FX seines Vaters fing alles an. Seit er 17 Jahre alt war, fotografiert Rolf Müller gerne. Tausende Dias hat er belichtet und auch bei Vorträgen über vielseitige Reisen präsentiert. Aufgehoben hat der pensionierte Lehrer alle in den Jahren verwendeten Apparate. Aus dem Hobby wurde zuletzt nun Sammelleidenschaft für Fotoapparate. Rund 220 Kameras füllen die private Ausstellung, die vor allem in den vergangenen zehn Jahren schnell wuchs. Seitdem der pensionierte Lehrer damals von Bardenitz nach Bad Belzig umgezogen war, lässt er kaum einen Flohmarkt aus, um seine Sammlung zu erweitern.

Abgesehen hat er es vor allem auf Kameras aus DDR-Produktion. Rund 100 solcher Modelle sind in Müllers Besitz. 80 Prozent davon sind noch funktionstüchtig. Denn kleine mechanische Reparaturen erledigt der frühere Mathematik- und Physiklehrer gleich selbst, wenn er die oft verwahrlosten Exponate schmuck aufarbeitet. „Das Thema DDR-Produktion ist übersichtlich und ich habe persönlich einen Bezug dazu“, begründet Müller. „Viele glauben gar nicht, wie vielfältig die Palette doch damals war“, erzählt der Sammler. Schließlich fanden sich Praktica-Modelle aus Dresdener Produktion auch unter dem Namen „Revue“ im Sortiment westlicher Warenhäuser wie dem Quelle-Versand oder als „Porstreflex“ im Fotogroßhandel. „In einem Fall sogar mit dem Aufdruck Made in Japan“, erzählt Rolf Müller vom „kleinen Etikettenschwindel“ und holt auch ein solches Exemplar aus der Vitrine.

Anders als die Nobelmarken aus westlicher Produktion, haben die Prakticas, Exas, die Pentacon Six oder die Beirette finanziell heute keinen enormen Wert. Von einem bis zu 40 Euro müssen Sammler heute durchschnittlich für die gängigen Stücke berappen. Einige bekam Rolf Müller auch von Menschen geschenkt, denen die einst teuren Apparate zu schade sind zum Wegwerfen.

Säuberlich führt Rolf Müller einen handgeschriebenen und mit Fotos bestückten Katalog zu seinen persönlichen Schätzen in den Vitrinen. Sie füllen hinter Glastüren bereits eine ganze Wand des Arbeitszimmers in der Mietwohnung. „Bald muss ich wohl wieder anbauen“, sagt der Vater zweier Kinder, Opa dreier Enkel und nun auch Uropa.

Für den gebürtigen Leipziger führt der Lebensweg über Torgau zum Studium an der Pädagogischen Hochschule nach Potsdam. Die Waldschule in Frohnsdorf bei Treuenbrietzen wurde seine erste Wirkungsstätte als „Wanderlehrer“ für zwei Dorfschulen. Später leitete er die Schule und deren Ausbau in Bardenitz, bis es über Jüterbog nach Treuenbrietzen. An die Zeit beim Aufbau des dortigen Gymnasiums bis zur Pensionierung 1996 erinnert sich der Lehrer noch heute gerne. Von 1961 bis nach dem Tod seiner Frau war Rolf Müller „in Bardenitz als zweiter Heimat“ fest verwurzelt. Eine neue Partnerschaft führte ihn nun nach Bad Belzig.

Von Thomas Wachs

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