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Fleißiger Blutspender darf nach New York

Linthe Fleißiger Blutspender darf nach New York

Das war ein ganz besonderer Blutspende-Tag für Dietmar Weber: Der 61-jährige Linther hat bei der Dankeschön-Aktion des Roten Kreuzes eine Reise nach Amerika gewonnen. Vier Tage im Dezember, zum Weihnachtsshopping. Eigentlich sollte Weber vor der Gewinnübergabe auch seine 71. Spende leisten. Doch dann versagten seine Nerven.

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Dietmar Weber (61) aus Linthe mit Lebensgefährtin Katharina Lindner (2.v.l.). Den Gutschein überreicht haben Cornelia Kruse (l.), Gruppenleiterin und Melanie Bokowski, Gebietsreferentin des DRK.

Quelle: Josephine Mühln

Linthe. Zu aufgeregt um Blut zu spenden. Das ist Dietmar Weber noch nie passiert. 70 Mal hat sich der Linther schon anzapfen lassen – und dann das. Bei Spende Nummer 71 versagen die Nerven. Kein Wunder, schließlich war am Mittwoch kein normaler Blutspende-Tag. Denn Dietmar Weber hat bei der Verlosung des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost eine Reise nach New York gewonnen. „Und das passiert ja nicht alle Tage“, sagt der 61-Jährige. Mit der Aktion will das Deutsche Rote Kreuz seinen vielen treuen Blutspendern danken.

Und treu, das ist Dietmar Weber wirklich. Seine erste Spende hat er am 24. Oktober 1996 abgegeben. „Das ist eine gute Sache – für mich selbst und weil ich damit was Gutes tun kann.“ Sein Sohn habe nach einem Motorradunfall selbst viele Blutkonserven gebraucht. „Das hat mich darin bestärkt, regelmäßig Blut zu spenden.“

Vier Tage im Dezember gehts zum Weihnachtsshopping

Der Gewinn habe ihn sehr überrascht. „Ich hatte nicht die Absicht, die Reise zu gewinnen“, sagt Weber und lacht. „Aber jetzt freue ich mich richtig dolle.“ Für ihn und seine Lebensgefährtin Katharina Lindner ist es die erste Reise nach Amerika. Vier Tage im Dezember werden die beiden verreisen – zum Weihnachtsshopping. Bisherige Urlaube haben das Paar nach Afrika oder Ägypten geführt. Bei der Anzahl der Spenden ist Katharina ihrem Dietmar um einiges voraus: Sie hat am Mittwoch ihre 82. Spende geleistet.

Insgesamt gebe es sehr viele Menschen wie Dietmar Weber und Katharina Lindner, die regelmäßig zur Blutspende kommen, erzählt Cornelia Kruse. Die sogenannte Nachkriegsgeneration habe ein größeres Bewusstsein für das Ehrenamt – dagegen gebe es im jüngeren Bereich der Mittdreißiger eher Bedarf. Jobfindung und Familie seien da die wichtigeren Themen. Das aktuelle Durchschnittsalter der Blutspender liegt bei 43.

Saisonale Schwankungen sind ein Problem

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren. Männer dürfen bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres spenden, Frauen bis zu vier Mal. Besonders kurz nach Feiertagen wie dem Pfingstfest sind Spenden von besonderer Bedeutung. Denn die Präparate haben nur eine kurze Haltbarkeit von fünf bis 42 Tagen. „Dieser Zeitraum wird aber nie ausgereizt“, sagt Cornelia Kruse.

Es komme zum Beispiel auch immer auf die Blutgruppe an. Blut der Gruppe „Null/Rhesus-negativ“ ist besonders begehrt, da es von fast jedem Patienten vertragen wird. „Wenn wir hier anderthalb bis zwei Tage auf Vorrat haben, sind wir sehr dankbar“, sagt Kruse. In der Ferien- und Reisezeit seien Blutkonserven immer knapp, auch andere saisonale Schwankungen machen dem DRK zu schaffen. „Zu heiß ist nicht gut, Kälte und Schnee erst recht nicht“, sagt Kruse. Die meisten Blutkonserven werden für Krebspatienten benötigt – 19 Prozent der Spenden. Für Unfälle sind es rund 12 Prozent.

Von Josephine Mühln

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