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Fliedners Dienstleistungszentrum zieht um

Bad Belzig Fliedners Dienstleistungszentrum zieht um

Der Bedarf zur Beschäftigung psychisch kranker Menschen wächst. Entsprechend expandieren Fliedners Wohn- und Werkstätten weiter. Am Standort in Bad Belzig zieht das Dienstleistungszentrum nun vom ehemaligen Autohaus an der Karl-Marx-Straße in den aufgegebenen Aldi-Markt an der Brücker Landstraße um. Dort wächst auch das Leistungsspektrum.

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Dagmar Krause (re.) und Manuela Brandt verpacken in Fliedners Dienstleistungszentrum Blutdruckmessgeräte – noch tun sie dies in der Karl-Marx-Straße.

Quelle: Thomas Wachs

Bad Belzig. In dem von der Handelskette Aldi aufgegebenen Marktgebäude an der Brücker Landstraße in Bad Belzig zieht bald wieder mehr Leben ein. Nach Umbauarbeiten soll dort ab dem ersten Quartal des Jahres 2017 das Dienstleistungszentrum (DLZ) von Fliedners Wohn- und Werkstätten für behinderte Menschen sein neues Domizil erhalten. Der seit knapp fünf Jahren genutzte Standort im ehemaligen Autohaus an der Karl-Marx-Straße wird aufgegeben. „Dort läuft der Mietvertrag aus“, erklärt Fliedners Regionalleiter Matthias Wilke gegenüber der MAZ. Der neue Standort wird vom privaten Eigentümer gemietet. „Er kommt für die Umbaukosten auf, die über die Miete refinanziert werden“, sagt Matthias Wilke.

Grund für den Umzug des Betriebszweiges sei vor allem aber mehr Platzbedarf. Denn die Zahl der beschäftigten Menschen mit Handycap, die in dem unter dem Dach des Landesausschusses für Innere Mission (Lafim) tätigen diakonischen Unternehmen der Behindertenhilfe betreut werden, steigt stetig weiter. Zudem ist geplant, das Leistungsspektrum des DLZ zu erweitern. „Eine Metallbearbeitung sowie eine Sparte für Grafikdesign sind im Aufbau“, erklärt der für das DLZ zuständige Abteilungsleiter, Uwe Eckhoff. Die Beschäftigten erledigen dort Verpackungs- und Montageaufgaben unter anderem für den Medizinproduktehersteller Hartmann AG.

Auf Expansionskurs

Am Standort in Bad Belzig begann die Arbeit von Fliedners Wohn- und Werkstätten für Behinderte 1990 mit einer Wäscherei.

Im Jahr 2000 entstand im Gewerbegebiet „Seedoche“ der bis heute genutzte Neubau für Bildungsangebote und Werkstätten. 2007 wurde dieser um einen Hallenbereich für die Holzwerkstatt erweitert.

Eine Außenstelle entstand 2010 zunächst im Technologie und Gründerzentrum (TGZ) und mit dem Umzug 2012 im ehemaligen Autohaus an der Karl-Marx-Straße/Ecke Niemegker Straße hinter der heutigen Apotheke.

Von Fliedners betrieben wird in Bad Belzig zudem ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderung im ehemaligen Hotel „Belizi“ an der Rosa-Luxemburg-Straße.

An den Standorten in der Bad Belziger Seedoche, im Dienstleistungszentrum sowie in der Metallbearbeitung in der Grünen Aue in Brandenburg an der Havel betreuen 50 Fliedner-Mitarbeiter heute knapp 270 Beschäftigte mit Handycap.

Zudem erfolgen die Annahme und Ausgabe von Wäsche privater Kunden, die in Fliedners Wäscherei am Hauptstandort im Gewerbegebiet Seedoche gereinigt wird. Ein Stützpunkt zur Autoreinigung und -pflege gehört ebenfalls zum Spektrum. Zum Dienstleistungszentrum zählen 31 beschäftigte Klienten sowie fünf Mitarbeiter zu deren Betreuung und Anleitung.

Im neuen Domizil, das mehr als 900 Quadratmeter Platz bietet, sollen sich auch die Arbeitsbedingungen verbessern. „Wir planen eine räumliche Aufteilung der Arbeitsgruppen. Das bringt mehr Ruhe als derzeit im Großraum unter einem Dach“, erklärt Anne-Karen Wolter. Die Sozialarbeiterin ist für die Integration der Beschäftigten zuständig, regelt deren Aufnahme und hält Kontakte zu Partnern auf dem ersten Arbeitsmarkt, in dem Fliedner-Klienten auch Praktika absolvieren und vereinzelt von Betrieben übernommen werden.

Angesichts des anhaltenden Wachstums von Fliedners Wohn- und Werkstätten hat das gemeinnützige Unternehmen kürzlich auch seine Verwaltungsstrukturen angepasst. Neben Regionalleiter Matthias Wilke gibt es nun vier Abteilungsleiterposten für den Raum Potsdam-Mittelmark.

Über den Umzug des Dienstleistungszentrums hinaus werde am Standort in der Bad Belziger Seedoche bereits über einen weiteren Ausbau des Betriebes nachgedacht, verriet Matthias Wilke. Vor allem die zunehmende Aufnahme von schwerst mehrfachbehinderten Beschäftigten mache eine weitere Professionalisierung und eine Erweiterung der Arbeitsstätten dringend nötig, sagte der Regionalleiter.

Von Thomas Wachs

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