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Potsdam-Mittelmark Fliedners Werkstätten wachsen stetig
Lokales Potsdam-Mittelmark Fliedners Werkstätten wachsen stetig
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00:25 18.01.2016
Eine Energieeinsparung von 25 Prozent brachte die Modernisierung der Wäscherei in Fliedners Werkstätten Bad Belzig. Quelle: Thomas Wachs
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Bad Belzig

Der Bedarf wächst stetig. Seit dem Start im Jahr 1990 mit 20 Klienten in einer kleinen Wäscherei müssen die Fliedners Wohn- und Werkstätten bis heute pro Jahr zusätzlich fünf bis zehn Personen mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen in ihre Obhut übernehmen. Entsprechend wuchs auch das unter dem Dach des Landesausschusses für Innere Mission (Lafim) tätige diakonische Unternehmen der Behindertenhilfe am Standort in Bad Belzig. Inzwischen finden dort 160 behinderte Menschen gezielte Beschäftigung in verschiedenen Branchen. 30 Mitarbeiter betreuen sie. „Wir gehen davon aus, dass der Zuwachs weiter anhalten wird“, sagt der Bad Belziger Abteilungsleiter Heiko Friedrich am Sitz des Betriebes im Gewerbegebiet „Seedoche“. Derzeit werde deshalb bereits ein Neubau für einen weiteren Außenstandort in der Kreisstadt geplant, kündigte Matthias Wilke am Freitag im MAZ-Gespräch an. Für Details sei es aber noch zu früh, so der Regionalleiter. „Doch die Investition für nächstes Jahr ist beschlossene Sache“, so Wilke.

Wäschereiumbau spart deutlich Energie

Erst vor einem Jahr investierte das Unternehmen rund 300 000 Euro für die komplette Erneuerung der Wäscherei-Abteilung. Dies hat sich nicht nur bei Energieverbrauch bemerkbar gemacht. Der sank nach Angaben von Matthias Wilke nämlich um 25 Prozent. Statt der Aufheizung über eine zentrale Wasserdampf-Anlage werden die Wäschereimaschinen heute alle direkt über einen eigenen Gasbrenner beheizt. Damit verbesserte sich auch das Arbeitsklima. Feucht-warme Luft und zusätzliche Hitze im Sommer gehören der Vergangenheit an. „Die Abluft ist heute so kalt, dass wir den Raum an kalten Wintertagen sogar etwas zusätzlich heizen müssen“, sagt Matthias Wilke. 16 Beschäftigte und zwei Betreuer profitieren vom besseren Arbeitsklima. Sie bedienen Kunden über die Fläming-Region hinaus bis nach Falkensee und Berlin.

Immer mehr Platzbedarf

Am Standort in Bad Belzig begann die Arbeit von Fliedners Wohn- und Werkstätten für Behinderte im Jahr 1990 mit einer Wäscherei auf dem heutigen Gelände des Zentrums für Experimentelle Gesellschaftgestaltung (ZEGG) an der Rosa-Luxemburg-Straße. Später wurden Räume der Firma Elektro Belitz genutzt.

Im Jahr 2000 entstand im Gewerbegebiet „Seedoche“ der bis heute genutzte Neubau für Bildungsangebote und Werkstätten. 2007 wurde dieser um einen Hallenbereich für die Holzwerkstatt erweitert.

Außenstellen entstanden 2010 im Technologie und Gründerzentrum (TGZ) und mit dem Umzug 2012 im ehemaligen Autohaus an der Niemegker Straße hinter der heutigen Apotheke.

Von Fliedners betrieben wird in Bad Belzig zudem ein Wohnhaus für Behinderet Menschen im einstigen Hotel „Belizi“ an der Rosa-Luxemburg-Straße.

„Insgesamt ist es Ziel und Aufgabe der Werkstätten, behinderten Menschen eine sinnvolle Beschäftigung zu bieten“, erklärt Matthias Wilke. „Dabei müssen wir mit unseren Dienstleistungen dennoch am Markt wettbewerbsfähig bleiben, obwohl die Effektivität bei uns natürlich eine ganz andere ist“, ergänzt Heiko Friedrich. Bei all den Tätigkeiten im Berufsbildungsbereich der Werkstätten geht es eigentlich auch um eine Vorbereitung der Klienten auf den ersten Arbeitsmarkt. „Doch schaffen nur vier von den 160 Beschäftigten jährlich diesen Schritt“, erklärt Regionalleiter Matthias Wilke.

Vom Plätten bis zur Autopflege

In den Bad Belziger Werkstätten und ihren Außenstandorten beschäftigt sind Menschen im Alter von 18 Jahren bis zur Rente. Tätig sind sie in der Wäscherei, einer Holzwerkstatt, der Montage- und Verpackungsabteilung sowie auch bei der Garten- und Landschaftspflege für verschiedene öffentliche wie private Auftraggeber. Auch einen Hauswirtschaftsbereich sowie einen Autoservice gibt es seit gut drei Jahren. „Viele wissen gar nicht, dass wir ein offenes Haus sind und wir unsere Dienstleistungen jedem Interessenten anbieten“, sagt Heiko Friedrich. So geht neben Handtüchern aus Kindergärten, Bettlaken aus Hotels und Tischdecken aus Gaststätten längst auch private Wäsche durch Fliedners Wäscherei. „Und unser Sägewerk der Holzabteilung kann auch private Baumstämme zu Brettern oder Bohlen verarbeiten“, erklärt der Leiter des Hauses.

In der Verpackungsabteilung werden im Auftrag des weltweit tätigen Medizinprodukte-Herstellers Hartmann Fahrrad-Verbandstaschen für den Export ins ferne Oman sowie Fieberthermometer für Russland verpackt.

Von Thomas Wachs

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