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Fliegende Hunde und Skorpione bestaunt

Mobile Insektenausstellung auf Fläming-Tour Fliegende Hunde und Skorpione bestaunt

Mit einer vielfältigen Insektenschau zieht Peter Bossle aus Bremen derzeit durch den Fläming. Auf seinen Stationen in Niemegk und Brück konnten Besucher 576 Exemplare aus verschieden Regionen der Welt bestaunen. Der Sohn eines Indianers will damit vor allem Kindern Respekt und die Achtung vor der Natur vermitteln.

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Quelle: J. Uminski

Brück. Die ganze Welt im Gastraum: 576 Käfer, Falter, Stab- und Heuschrecken, Spinnen, fliegende Hunde und Skorpione machten am Freitag Station im Brücker Hotel „Stadtmitte“. Dort hatte Peter Bossle aus Bremen seine Ausstellung „Insektopia“ gezeigt. Beeindruckt waren die Besucher von der Vielfalt der Insektenarten, die in der ganzen Welt vorkommen. Ganz besonders fasziniert waren die Gäste von den farbenfrohen Faltern, die Bossle mitgebracht hatte. Nachdem zunächst zögerlichem Andrang zeigte sich der 60-Jährige am späten Nachmittag mit den Besucherzahlen zufrieden.

Verblüfft von den verschiedenen Größen und der Farbenvielfalt der Tiere war Mirko Bergemann. „Es ist echt toll zu sehen, dass Skorpione von nur wenigen Millimetern bis stattlichen Ausmaßen groß sein können“, sagt der Brücker Besucher. Auch seine Tochter Alicia findet die Insektenausstellung toll. „Hier gibt es Tiere, die ich noch nie gesehen habe“, sagt die Sechsjährige. Von den vielen Insekten sind auch Felix und Viktoria beeindruckt. „Ich mag die Skorpione“, sagt der Sechsjährige, während seine gleichaltrige Cousine eher ein Auge auf die blau schimmernden Schmetterlinge geworfen hat.

Siegfried Bunzel hätte sich in der Ausstellung mehr einheimische Schmetterlinge gewünscht, findet aber die vielen ausländischen und bunten Falter auch sehr interessant. Dass der Aussteller präparierte Tiere aus Asien, Afrika und Süd- und Nordamerika mitgebracht hat, findet der 74-Jährige nicht schlimm. „Ich hätte mir auch lebendige Tiere angeschaut, aber so ist es auch einwandfrei“, sagt der Besucher. Kein Problem mit den präparierten Insekten hat auch Ralf Karstädt. „Die Tiere kann man sich so in Ruhe anschauen, so wie beispielsweise die Stabheuschrecke, die man sonst lange im Terrarium suchen müsste“, sagt der Michendorfer.

Vier Jahre lang war Peter Bossle mit einer lebenden Reptilienausstellung in Deutschland unterwegs. Dass der Bremer dieses Mal seine Ausstellung nicht mit lebenden Tieren anbietet, hat seine Gründe. „Die Gesetze sind so extrem geworden“, sagt der 60-Jährige. „Besonders der Transport vom LKW in den Ausstellungsort bedeutet für die Tiere einen zu großen Stress durch die extremen Temperaturunterschiede“, erklärt Bossle weiter. Jede Ausstellung musste er schon vier Wochen im Vorfeld beim Veterinäramt anmelden. Zudem erfolgten vor und nach jeder Ausstellung noch Kontrollen, ob gefährliche Bakterien die Tiere befallen oder sich in den Räumlichkeiten der Ausstellung verbreitet hätten. Bei einer Ausstellung präparierter Tiere gibt es diesen Aufwand nicht.

Als Aussteller auf Tour

Peter Bossle betreibt seit mehr als 30 Jahren seinen bundesweiten Veranstaltungsservice. Von der Erarbeitung der Ausstellungsinhalte über Plakate bis hin zur Werbung macht der Bremer alles selbst.

Neben der aktuellen Insektenausstellung „Insektopia“ hat der 60-Jährige auch Ausstellungen mit lebenden Reptilien oder eine Einstein-Ausstellung auf die Beine gestellt.

Für die aktuelle Schau hat Peter Bossle 576 Insekten im Wert von etwa 45.000 Euro von Sammlern und Präparatoren eingekauft.

Seine Ausstellungen führten ihn nicht nur durch ganz Deutschland, sondern auch nach Dänemark. In Brück war der Veranstalter zum ersten Mal.

Die Liebe zu den Tieren wurde Peter Bossle bereits als Kind in die Wiege gelegt. „Mein Vater ist Schwarzfußindianer aus Nordamerika“, erzählt er. Den Respekt und die Achtung vor der Natur und ihren Lebewesen hat der Bremer von seinem Vater gelernt. „Die Kinder sollen lernen, dass wir alle auf einem Planeten leben und wenn sie ein Insekt im Garten sehen, sollen sie nicht drauftreten“, sagt der Aussteller. Wichtig ist ihm, dass die gezeigten Insekten natürlich gestorben sind, bevor sie präpariert wurden. Mit seiner Insekten-Ausstellung ist der Bremer aktuell im Landkreis Potsdam-Mittelmark und dessen Umgebung unterwegs. Begonnen hat die Schau „Insektopia“ in Niemegk und Brück. Am heutigen Montag können sich Insektenfreunde im Bürgerhaus in Treuenbrietzen von 15 bis 19 Uhr ein Bild von der Vielfalt der Insekten und Schmetterlinge machen.

Von Johanna Uminski

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