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Potsdam-Mittelmark Fliegende Säugetiere in der Kirche
Lokales Potsdam-Mittelmark Fliegende Säugetiere in der Kirche
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06:55 22.08.2016
Mit Regenschirm und Taschenlampe ging es mit Katrin Mielsch und weiteren Naturwächtern in Görzke auf Exkursion zu Fledermäusen. Quelle: Eva Loth
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Görzke

„So war das nicht geplant“, sagt Katrin Mielsch, Gebietsleiterin der Naturwacht im Naturpark Hoher Fläming. Zur langen Nacht der Naturwacht hätten sie und ihre Gäste am Sonnabend gerne auf den andauernden Regen verzichtet. Trotzdem kamen viele Interessenten, bewaffnet mit Regenschirm, Regenkleidung und Taschenlampe auf den Handwerkerhof in Görzke. Dort standen Fledermäuse im Mittelpunkt Noch im Trockenen informiert Experte Moritz Detel bei seinem Vortrag über die geräuschlosen Flugkünstler der Nacht. Sehr viele Kinder folgten mit ihren Eltern den Ausführungen und brachten den Referenten mitunter auch aus dem Konzept. Viele Jungen und Mädchen hatten sich im Vorfeld schon mit ihren Eltern über die Tiere unterhalten und wollten nun ihr Wissen unbedingt an den Mann bringen.

Der Vortrag mit anschließende Exkursion in Görzke reihte sich ein in den landesweiten Aktionstag. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe wurden am Samstag in allen 15 Großschutzgebieten Brandenburgs Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen durchgeführt.

In Görzke gab es viel Interessantes zu erfahren über das einzige Säugetier, das fliegen kann, und das die Kinder sofort mit der Comicfigur des Batman in Verbindung brachten. Auf der Welt gibt es immerhin 925 Arten dieser faszinierenden Tiere. 34 davon Leben in Europa und immerhin 15 im Naturpark Hoher Fläming, erklärte Moritz Detel. „Die kleinsten passen in eine Streichholzschachtel, die größten erreichen eine Spannweite von etwa 1,5 Metern“, erzählte der Experte.

Tipps zum Schutz der bedrohten Tierart

Er und seine Kollegen von der Naturwacht gaben zudem Tipps, wie man mit einfachen Mitteln diese bedrohte Tierart schützen kann. „Für Gartenbesitzer ist es unter anderem wichtig, Regentonnen abzudecken, denn die Fledermaus kann nur schräg starten“, so Detel. „Ist zu wenig Wasser in der Tonne, kommt sie an den Rändern nicht wieder heraus, beschreibt der Experte das Problem.

Das war zwar alles sehr interessant, aber die Kinder bewegte bald nur eine Frage: „Wann geht es endlich los?“ Gemeint war der Start der kleinen Exkursion um den Burgwall und die Kirche. Mit einem speziellen Gerät, einem Fledermausdetektor – auch Bat-Detektor genannt, der die Töne der Fledermäuse für Menschen hörbar macht, ging es als erstes in die Görzker Kirche. Es ist bekannt, dass dort Fledermäuse schon mal quer durch das Kirchenschiff fliegen. Und die Teilnehmer hatten Glück. Entlang des Gebälks hingen einige braune Langohren.

Im Schaukasten zeigten Experten Fledermäuse, bevor es auf Exkursion in die Nacht ging. Quelle: Eva Loth

Auf leisen Sohlen und mucksmäuschenstill konnten die Exkursionsteilnehmer die Tierchen beobachten, wenn auch in einiger Entfernung. Anschließend ging es weiter über den Burgwall. Dort hatten die Naturwächter im Vorfeld feine Netze gespannt, um einige Fledermäuse kurz fangen zu können. Dazu wurde professionelle Hilfe nötig. Denn auf diese Art Fledermäuse fangen, darf nicht jeder. So war die Biologin Beatrix Wuntke, selbstständige Gutachterin und Mitglied des Naturschutzbundes NABU, mit vor Ort. Jedoch fanden die Fledermäuse das Wetter wohl ebenso unangenehm, wie die Besucher und blieben lieber in ihren Höhlen. Man sah sie zwar fliegen, aber ins Netz ging keine. Nur ein Frosch hüpfte einsam über den Kirchplatz.

Von Eva Loth

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