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Lafim betreut seit zehn Jahren Florencehort

Kienwerder Lafim betreut seit zehn Jahren Florencehort

Das Seniorenpflegezentrum Florencehort im Stahnsdorfer Ortsteil Kienwerder wird seit zehn Jahren vom Landesausschuss für Innere Mission (Lafim) geführt. Dieses Jubiläum wurde am Dienstag gefeiert. Zwei Mitarbeiterinnen wurden für ihre langjährige Tätigkeit jeweils mit dem „Goldenen Kronenkreuz“ geehrt. Der Lafim übernahm 2006 das Haus von der Heilsarmee.

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Ein „Goldenes Kronenkreuz“ zum Jubiläum jeweils für Margret Liebe und Sylvia Lenß (v. l.) , die seit 25 Jahre im Florencehort arbeiten.
 

Quelle: Bernd Gartenschläger

Kienwerder.  Die Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat vor nunmehr zehn Jahren die Trägerschaft des evangelischen Seniorenzentrums Florencehort in Kienwerder von der Heilsarmee übernommen. Das war am Dienstag ein guter Anlass, um gemeinsam mit Bewohnern und Gästen zu feiern, einen Blick zurück zu wagen und in einer Andacht auch langjährige Mitarbeiter zu ehren.

Hausleiter Martin Fischer erinnerte sich: „Der Betriebsübergang in die neue Trägerschaft war für viele am Anfang nicht einfach, viele fühlten sich mit der Heilsarmee sehr verbunden.“ Doch es sei auch eine Chance gewesen, und es habe viele Möglichkeiten zur Mitgestaltung gegeben. So sei etwa vor acht Jahren die computerunterstützte Pflegedokumentation und Diensteinteilung eingeführt worden. Stolz erwähnte er neben themenbezogenen Märkten für Bewohner und Angehörige oder dem jährlichen Tag der offenen Türe auch die Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam, im Zuge derer etwa mit Hilfe des Seniorenzentrums ein Programm zur Sturzerkennung entwickelt wurde: „Eines der besten, das es derzeit gibt.“

Ulrike Bennewitz, Geschäftsführerin der Lafim Dienste für Menschen im Alter gGmbH, erzählte: „Am Anfang hatten wir Sorge, ob wir es hinbekommen, auch so fromm zu sein wie die Heilsarmee“, und wies darauf hin, dass dieses Jahr nicht nur das zehnjährige Jubiläum, sondern auch das 95-jährige Gründungsjubiläum gefeiert würde. Sie betonte, dass man heute, wenn man im Alter Hilfe und mehr Sicherheit benötige, viele Angebote zur Auswahl habe: „Gut geführte Pflegeheime sind heute schon lange keine Verwahranstalten mehr!“

Zwei Mitarbeiterinnen, die bereits seit 25 Jahren im Florencehort tätig sind, bekamen im Verlauf der Festlichkeiten „Goldene Kronenkreuze“ von Friederike Pfaff-Gronau, Diakonischer Rat, verliehen. Margret Liebe (61) hatte eine Ausbildung zur Postfachangestellten gemacht und später als Kontroller für elektronische Bauelemente gearbeitet, nach der Wende wurde sie Pflegehelferin im Florencehort, in dem sie seitdem im Dauernachtdienst eingesetzt wird. Die Oma zweier Enkelkinder wurde von Fischer für ihre Teamfähigkeit, den liebevollen Umgang mit den Bewohnern und ihre Verlässlichkeit gelobt.

Auch die gebürtige Potsdamerin Sylvia Jenß (47) hat beruflich ganz andere Wurzeln: Sie ist ausgebildete Rinderzüchterin und begann – ebenfalls nach der Wende – im Seniorenheim zunächst als Reinigungskraft, bevor sie als pflegerische Hilfskraft umsattelte und schließlich eine Umschulung zur Altenpflegerin absolvierte. Sie sei stets einsatzbereit und engagiere sich auch unter anderem bei der Gartenpflege, erzählte Fischer. Jenß sei außerdem Hygiene- und Inkontinenzbeauftragte sowie Mitarbeitervertreterin.

Florence Booth gab der Einrichtung ihren Namen

Im Florencehort sind 65 Dauerbewohner und ein Kurzzeitpflegeplatz untergebracht. 30 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen arbeiten hier.

Als Kindererholungsheim der Heilsarmee wurde der Florencehort 1921 gebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm Potsdam die Verwaltung und wandelte Florencehort in ein Altenpflegeheim um. 1991 erhielt die Heilsarmee die Villa zurück. Im Jahr 2000 wurde der Neubau eröffnet.

Der Landesausschuss für Innere Mission (Lafim) übernahm am 1. November 2006 die Trägerschaft. Im vorigen Jahr wurde schließlich das ursprüngliche Gebäude – die Villa – an einen Privateigentümer verkauft.

Die Gestaltung des Gartens des Seniorenpflegezentrums soll im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. Dann sollen unter anderem ein Gehweg angelegt und die Straßenlaternen umgesetzt werden.

Benannt wurde das Seniorenpflegezentrum nach Florence Booth. Sie war die Ehefrau des Sohnes des Gründers der Heilsarmee William Booth.

Von Konstanze Kobel-Höller

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